Mehr als #12von12 im Januar 2018: Sie standen an den Hängen und Pisten


Ich weiß nicht ob es aufgefallen ist oder überhaupt jemanden interessiert, aber letzten Monat gab es hier gar keine 12 Bilder von mir. Das lag daran, dass ich an dem ganzen Tag nur mickrige 4 Bilder zusammenbekommen habe, weil ich nämlich eine Schulung hatte und selbstverständlich unentwegt aufgepasst und keine Faxen mit dem Handy gemacht habe.
Außerdem war ich an diesem Tag extrem schlecht gelaunt. Ja, auch das kommt hier mal vor.
Dafür kann ich für den heutigen zwölften fototechnisch aus dem Vollen schöpfen, vermutlich werde ich nicht nach 12 Bildern enden, nur schon mal als kleine Warnung vorweg.

Heute endet unser Skiurlaub oder wie man in Österreich schreibt Schi-Urlaub, worüber sich der Sohn, der alte Rechtschreibblockwart, jedes Mal wieder beömmeln kann. Die Tochter, die das mit der Rechtschreibung eher so als unverbindlichen Vorschlag sieht wie Sportwagenfahrer Richtgeschwindigkeiten auf Autobahnen, fragt sich immer noch warum.
Nein, das war ein blöder Witz von mir, natürlich hat auch die Tochter die andere Schreibweise bemerkt, ihr ist es nur schlicht egal.
Wobei auch in ihr so langsam eine gewisse Empfindlichkeit gegen willkürlich gebildete Buchstabenhaufen erwächst, sie liest gerne Fanfiction auf Whatpad.
Die Rechtschreibfehler dort werden allerdings so subtil präsentiert wie der Humor bei Pleiten-Pech-und-Pannen-Formaten.

Aber zurück in unser Hotelzimmer in St. Gallenkirch: Zwei Stunden haben wir Zeit, dieses Durcheinander zu beseitigen, gestern hatten wir nämlich keine Zeit, schon mal was zu packen. Die Jungs waren Nachtrodeln, die Tochter hat Rechtschreibfehler auf Whatpad gesucht und ich hatte wichtige Sudokus zu lösen.

unordentliches-hotelzimmer

Die zwei Stunden sind übrigens brutto, zwischendrin gehen wir nämlich noch frühstücken. Heute gibt es Pancakes. Lecker!
Und vor allem in das Bircher Müesli könnte ich mich reinlegen, auch wenn man das gar nicht mehr so nennt.
Ich brauche für Zuhause auch unbedingt jemanden, der mir täglich Ofanaitots kredenzt.

pancake-fruehstueck

Selbstverständlich fahren wir nicht direkt nach Hause, wir müssen den Lieblingsmann sanft von der Piste entwöhnen und können ihn nicht auf kalten Entzug setzen.
Skifahren macht der nämlich vergleichbar gerne wie Riesenrutschen im Schwimmbad rutschen. Der Weg führt uns also nicht direkt nach Hause sondern erst noch mal ins Skigebiet.
Zur Vorbereitung werfe ich mein Exoskelett für meine Knie an.
Eine Woche vor Weihnachten bin ich vom Boden aufgestanden und es hat Knirsch-Knacks-Krack gemacht und seit dem hat mein rechtes Knie deutlich an Instabilität eingebüßt, dafür lässt es sich nicht mehr ganz so gut biegen.
Ich sollte wirklich mal zum Arzt gehen. Da ich aber keine mir genehme Diagnose erwarte und noch weniger Lust hatte, dass man mir das Skifahren ausredet, habe ich bislang darauf verzichtet.
Weil ich links sowieso kreuzbandfrei bin, habe ich einfach zwei Orthesen angeworfen. Die Metallschienengelenke müssten mal geölt werden, auf jeden Fall quietschen sie lustig, da weiß man immer, wo ich bin.

exoskelette

Call me Cyborg!

Danach kommt es zu einem katastrophalen Computerabsturz.
Der Lieblingsmann hat das Auto beladen und ist zum Tanken gefahren. Von der Tankstelle aus ruft er mich an und erklärt mir, dass ich mal gucken solle, ob irgendwo auf dem Hotelparkplatz der Koffer mit dem Computer liegt. Er hätte wohl erst an der Tankstelle gemerkt, dass die Heckklappe noch offen gewesen wäre und beim Nachzählen hätte der Notebookkoffer gefehlt.
Ich finde auf dem Parkplatz noch zusätzlich einen Skischuhrucksack.
Die Kinder lachen, als ich erzähle, dass der Papa einen Koffer verloren hat. Zu Eis gefriert das Lachen, als sie mitkriegen, welcher Koffer alleine gereist ist. Aber ein kurzer Check durch den Sohn ergibt, dass das heilige Gerät das Abenteuer wohl unbeschadet überstanden hat.

computerkoffer

Auf dem nächsten Bild ist der hoteleigene Süßigkeitenautomat zu sehen. Gestern saßen drei kleine Jungs davor und haben gegen die Ausgabeklappe gepustet. Auf meine Nachfrage haben sie geantwortet, dass da unten auf der Klappe „Pust!“ stünde und dass sie dieser Aufforderung Folge leisten würden.
Ich bin anerkennend nickend weitergegangen und frage mich, ob die dazu passenden Eltern den Kindern irgendwann mal die Bedeutung des Wortes „PUSH“ erklären werden oder ob sie genauso viel Spaß an dem Schauspiel haben wie ich.

suessigkeitenautomat

Der Lieblingsmann wäre ja gerne schon auf den Brettern, die seine Welt bedeuten, aber ich setze mich durch und warte ausgecheckt in der Lobby, um über das stabile Hotel-WLAN Tickets für mein Blogger-Event des Jahres zu ergattern, um 10 Uhr beginnt nämlich der Verkauf für die Blogfamilia-Tickets.
Ich habe Glück und ergattere eins. Berlin, ich komme!

blogfamilia-ticket

Zum Abschluss der Skiwoche fahren wir in ein anderes Skigebiet als die letzten Tage. Wir parken direkt an der Piste. Sehr vielversprechend.
Rechts im Bild: mein Handschuh, der auch unbedingt mit aufs Foto wollte.

parkplatz-an-der-skipiste

Am Anfang stehen wir noch mitten in den Wolken. Der weibliche Familienanteil beginnt mit Maulen über unzumutbare Wetter- und Sichtbedingungen, auch die erste Piste deckt meine Anforderungen an die perfekte Piste nur zu 95 Prozent.
Die blau abgegrenzten Linien auf dem nächsten Bild markieren übrigens die Übungsstrecke für die österreichische und australische Snowboard-Nationalmannschaften, die hier den koreanischen Olympia-Start nachgebaut haben.
Als wir vorbei fahren üben gerade die Australier. Spannend.
Vor allem der eine, der seitlich in den Schnee pinkelt.
Aber es dauert immer ewig, bis da außer Strullern etwas passiert und bevor uns kalt wird, fahren wir lieber selbst los.

snowboardstrecke

Die Kinder müssen sowie so schon genug warten.
Ich pflege von jeher einen sehr kontrolliert gemütlichen Fahrstil und der Lieblingsmann freut sich mittlerweile auch immer mal über ein Päuschen auf einer kilometerlangen Abfahrt. Das stimmt natürlich nicht, es ist einfach seine Aufgabe, alle aufzusammeln, die liegen bleiben und da muss man halt auf mich, die ungekrönte Kurvenkönigin, warten.
Die Kinder fahren lieber schnell und inzwischen hat auch die Tochter ihre Freude an schwarzen Pisten entdeckt. Wenn nur nicht die ständige Warterei auf die lahmarschigen Eltern wäre.

wartendes-kind-1

wartendes-kind-2

Zur Gondel führt eine Rolltreppe hoch. Vergleichbar luxuriös ist da nur der beheizte Sessellift.
Und auf der Fahrt nach oben sehen die Tochter und ich auch noch Rehe, die herzallerliebst durch den Schnee hüpfen. Ein Träumchen!

rolltreppe-zur-gondel

Mittlerweile haben sich die Wolken verzogen und es ist wieder allerherrlichstes Wetter. So richtig zum Seele-Auftanken.

skipiste

Zum Mittagessen gibt es was sportlich Leichtes, die sensationelle Kombination „Spätzle mit Kartoffelsalat“ für die andern und Bratkartoffeln mit Spiegelei und Gesicht für mich.
Hier auf der Hütte stelle ich fest, dass Prinz Charles auch schon mal hier war. Aber die Kurvenkönigin bleibe ich trotzdem. So.

bratkartoffeln-mit-spiegelei.jpg

Nach der Pause fahren wir noch den „Schmuggi-Luggi“-Tellerlift und ein paar andere Abfahrten, bis wir irgendwann wieder beim Auto rauskommen und die letzte Abfahrt dann nach Hause geht.

autonavi

Die Fahrt verläuft ereignislos und staufrei und Zuhause begrüßt uns die Spülmaschine mit nicht abgelaufenem Wasser. Juhu …
Aber in der letzten Woche ist auch meine Amaryllis aufgeblüht, gucke ich mir also die an, während der Lieblingsmann dankenswerter Weise die Spülmaschine und die Wäsche übernimmt.

rote-amaryllis

Ich fühle mich tatsächlich perfekt erholt und gut vorbereitet für den Alltag, der am Montag hier wieder losgeht.
Aber erst mal schaue ich mir an, was andere heute so gemacht haben, wie immer bei „Draußen nur Kännchen“.


Hier noch ein paar Informationen zu den in dieser Geschichte vorkommenden Orten, wie immer werde ich hierfür nicht bezahlt sondern empfehle nur weiter, was mir selbst gefallen hat:

Skigebiet: Gargellen – Wunderschönes, anspruchsloses Skigebiet, das meinem Nichtkönnen ideal entspricht.

Hotel: Base Montafon.  Direkt am Skigebiet Silvretta Montafon gelegen – auch ein wunderbares Skigebiet für mich.

Wir hatten ein Familienzimmer mit Empore und Halbpension.
Im Skikeller des Hotels kann man die Skisachen lagern, dadurch braucht man auch nicht so viel Platz.
Nach einem Pistentag kann man sich in der hoteleigenen Sauna aufwärmen.
Das Essen im Hotel gab es morgens als Buffet und abends als Menü und hat mir sehr gut geschmeckt.
Für die schnäkischen Kinder gab es mittags immer auf der Hütte was. Hier haben wir das vielfältigste Angebot beim Brunella-Wirt gefunden – allerdings gab es hier skandalöser Weise keine Pommes, dafür aber wie überall in Skiregionen eine große Auswahl an Mehlspeisen mit Vanillesoße.

Australische Snowboarder: https://www.skiandsnowboard.org.au/snowboard/snowboard-national-teams/




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5 Gedanken zu „Mehr als #12von12 im Januar 2018: Sie standen an den Hängen und Pisten

  1. Pingback: #12von12 im März 2018: Blumiges Krückstockgefuchtel | Sandkuchen-Geschichten

  2. Nadine

    Montafon ❤ Brunella ❤ Garfrescha ❤
    … unsere Familien-Traditions-Ski-Base… 🙂

    Viele Grüße aus Idstein 🙂

    PS: in der Base Montafon waren wir auch schon, besser war nur die Hütte direkt oben im Garfrescha Almdorf direkt im Skigebiet! ❤

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  3. Claudia H.

    Mir ist aufgefallen, dass du wenig geschrieben hast und freue mich riesig wieder etwas von dir lesen zu können. Ski fahren ist nicht so meins, aber das Essen klingt wunderbar. ☺️
    Liebe Grüße

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