Mailight: Blogfamilia 2018


Wer hier bereits ein Weilchen mitliest, fragt sich bestimmt schon, wann die Frau Sandkuchen eigentlich mal wieder nach Berlin zu diesem ominösen Bloggertreffen fährt, von wo aus sie dann immer ganz aufgeregt twittert, Bilder schickt und Reiseberichte schreibt.
An diesem Wochenende war es tatsächlich wieder soweit, mein liebster Maifeiertag ist gekommen: Die Blogfamilia!

Unspektakuläre Anreise bereits am Freitag, weil ich so gerne mithelfe, die Goodie-Bags für die Blogfamilia-Teilnehmer zu packen. Da bekommt man am Ende nämlich wie beim Kindergeburtstag Mitgebsel, richtig dicke, prall gefüllte Beutel. Dieses Jahr sind die Beutel selbst besonders toll, wie ich finde: Aus alter Bettwäsche von jungen Geflüchteten neu zusammengenäht und dann bedruckt.
Aber noch schöner als die Beutel und das Beutelpacken, ist das Wiedersehen mit den lieben Menschen hinter den Blogs, die die ganze Chose mit viel Engagement und Zeitaufwand organisiert haben. Bevor gepackt wird, ist erst mal ausgiebiges Drücken und reallife Herzen mit Alu und Konsti von Große Köpfe, Christian vom Familienbetrieb, Janni und Thomas von Ich bin Dein Vater, Rike von Infemme (Muttergefühle), Lisa von Stadt Land Mama, Katharina und René von Sonea Sonnenschein, Kerstin und der Murmelmama von Kerstin und das Chaos, Jürgen von Am Ende denk ich …, Jana vom Hebammenblog, Laura von Heute ist Musik, der Frau Confuss von Beatrice Confuss und natürlich meiner liebsten Nieselpriem-Rike.

goodie-bag-blogfamilia18

So großzügige Sponsoren und auch für meine großen Kinder war was dabei. Das „Aufräumen? Mach ich morgen“ Buch wollte meine Tochter aber nicht haben …

Aber vorher muss ich doch etwas essen. Ich weiß auch schon genau was: Currywurst soll es sein. Ach was, muss es sein!
Bin ich eigentlich überhaupt kein Fan von, aber in Berlin will ich immer eine Currywurst essen.
Auf dem Weg vom Hotel zur Location wird es schon eine Currywurst-Bude geben, denke ich mir.
Auf dem Weg liegt aber irgendwann das Lokal von Sarah Wiener. Gibt’s in Wiesbaden ja auch nicht, kann man ja mal probieren, wie die so kocht. Mache ich auch. Currywurst gibt es nicht auf der Karte, ich entscheide mich für einen Cesar’s Salad. Da kann ich ja danach immer noch eine Currywurst essen.
Ist ganz lecker, die Croutons haben zwar die Konsistenz von Hartlakritz aus dem letzten Jahrhundert und der Service ist ein wenig weiß nicht. Ich überlege immer noch, warum man Besteck und Getränk auf den leeren Platz neben mir gestellt hat. Aber naja, war ja ziemlich voll, da kann man auch mal in Stress geraten.

sarah-wiener-restaurant-berlin

Gewohnheitsgemäß verlaufe ich mich anschließend noch ein paar Runden, bis ich die Blogfamilia-Location erreiche, eine Currywurstbude läuft mir dabei nicht über den Weg.

Dafür aber am Abend nach dem Beutelpacken liebe andere Bloggerkolleginnen in der Hotelbar.
Es wird noch sehr lustig und spät mit Christiane (Stylemom), Isa (Larilara), Anna (Familie Motte), Jessi (Feiersun) und Michi (Mamablog Mama Michi), mit der ich mich vorher schon lose verabredet hatte.

Nach dem Frühstück, zu dem es übrigens skandalöser Weise keine Currywurst gibt, geht es mit dem gleichen Trupp vom Abend vorher los zur Blogfamilia. Man traut meinen Wegweiserfähigkeiten. Höhöhö. Klappt aber diesmal. Keine Verlauferei. Juhu. Glück gehabt.
Vor der Anmeldung mache ich das obligatorische Luftballonfoto. Ich glaube ohne so ein Foto wird man als Blogfamilia-Besucher nicht Ernst genommen und ich hatte letztes Jahr gar keins gemacht …

luftballonfoto-a-la-banksy

Drinnen haben über Nacht gute Feen die Stände der Sponsoren schick gemacht und es ist sehr trubelig. Mein linkes Ohr pfeift und ich diagnostiziere in meiner ordentlich ausgeprägten Hyperchondrie einen Hörsturz. Ich beschließe, das zu ignorieren und nach einer Minute ist es auch schon wieder vorbei und ich falle hemmungslos allen Besuchern um den Hals, die mir irgendwie bekannt vorkommen.
Bei einer Frau, die plötzlich neben mir steht, überlege ich einen kurzen Moment, zu welchem Blog die noch mal gehört. Dieses Zögern erweist sich als weise, ich glaube, das hätte eine super Bild-Schlagzeile gegeben: „Irre Bloggerin stürzt sich auf Familienministerin“.
Da hätte der Sicherheitsmensch im dunklen Anzug aber immerhin was zu tun gehabt. Aber vielleicht war das gar kein Bodyguard sondern irgendein stylischer Papablogger, den ich noch nicht kenne.

familienministerin-eroeffnet-blogfamilia

Immer Feuchttücher im Gepäck: Familienministerin Franziska Giffey

Die Familienministerin Franziska Giffey eröffnet also unbeschadet von mir die Blogfamilia und nach der Keynote von Theresa Bücker beginnt schon die erste Workshop-Runde. Allerdings ohne mich. Ich verquatsche mich erst mal mit Antje (Lupus live) und Patricia (Mom’s Blog), die ich im Februar in Hamburg kennengelernt habe und mit der man sehr viel Spaß haben kann. Neue Bloggerinnen lerne ich auch kennen, Kerstin von Tagaus Tagein, Bea von Ganz schön laut  und Stephi von Einfach Stephi.

selfie-im-auditorium

Im Auditorium wird ganz oldschool geklatscht. Ich finde ja, da sollte etwas fancieres blogger-lifestyle-artigeres her. Gibt es eigentlich eine Applaudier-App? Handy hat ja eh jeder permanent in der Hand.

 

michi-and-me

Michi and Me!

Zum Mittagessen gibt es schon wieder keine Currywurst, dafür leckeres Hähnchencurry in ausreichenden Mengen. Letztes Jahr hatte ich vom Mittagessen nichts abbekommen, weil ich keine Lust auf Anstehen hatte. Für diesen Fall hat Alu bei der Eröffnung extra gesagt, dass hier keiner hungrig rausgehen muss und sie keine Beschwerden hören möchte, sie hätte noch Bananen dabei. Wenn man die vielleicht in Scheiben schneidet und mit Ketchup übergießt, könnte das als Currywurstersatz durchgehen …

Aber ich schweife ab. Kennt Ihr eigentlich Nicole Staudinger? Ich kannte sie vor Ihrem Vortrag nicht, was ich jetzt als ein großes Versäumnis erachte. Ihr Schlagfertigkeitstraining ist für mich vielleicht die tollste Veranstaltung der Konferenz.
Vielleicht wäre das auch der Pinterest-Workshop von Sophie (Berlin Freckles) gewesen, aber kurzfristig habe ich mich noch für den Content-Generierungs-Workshop der Familie Buddenbohm entschieden. „Keine Angst vor Umbenennung“ nehme ich daraus mit. Ich würde nämlich gerne über ganz viele andere Dinge auch schreiben, die meiner Ansicht allerdings mein Namenskonzept (ja, ich habe ein Konzept, no comments, please) stören. Ich habe aber leider keine Idee, wie die Sandkiste hier sonst heißen könnte. Ihr vielleicht? Und würdet Ihr andere Sachen überhaupt lesen wollen?

Zwischendrin spielt sogar noch eine Band auf: Heavy-Saurus. Kannte ich nicht, läuft nicht auf HR2. Die machen Rock and Roarrrr in Saurierkostümen. Oder sind es doch echte Dinos? Ich finde die ganz gut, allerdings sehe ich das ein oder andere Kind, wie es sich die Ohren zuhaltend aus dem Saal rennt.

heavy-saurus

Jurassic Rock

Die Blogfamilia kostet nur zehn Euro Eintritt. Diese zehn Euro pro Blogger bilden die Preisgeldsumme für den Blogfamilia-Award, der an Blogger vergeben wird, die sich besonders engagiert haben. Dieses Jahr sind das Anke von Lächeln und Winken, Leonie von Minimenschlein und Anne und Uli von 22 Monate.
22 Monate lese ich selbst tatsächlich täglich. Hier schreiben Anne und Uli über jeden Lebenstag ihres Sohnes Josef, der leider nur 22 Monate leben durfte. Ich denke animiert durch diesen Blog über viele Dinge neu und anders nach und empfinde das als sehr bereichernd.
Wenn ich etwas bei Amazon bestelle, tue ich das übrigens immer über smile.amazon.de und dann hat in meinem Fall das Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden ein klein wenig was davon. Denkt mal drüber nach, ob das nicht auch was für Euch wäre.

Zum Ausklang ist ein Streetfood-Wagen da. Leider nicht mit Currywurst, aber dafür mit Waffeln. Auch lecker.
Wichtiger als Essen sind mir aber eh die Gespräche, in dieser Runde mit dabei: Sylvie von Mom’s Favourites and more, Wiebke (Verflixter Alltag), Patricia (das Nuf), Janina (Perlenmama), Danielle (Gewünschtestes Wunschkind) Carola (Frische Brise) und natürlich die zauberhafte Juramama Nina, das Bildgirl von letzter Woche oder so. Als Bondgirl würde sie allerdings auch ohne weiteres durchgehen. Und das ist jetzt ein wenig unfair, sie so auf ihr Äußeres zu reduzieren, denn Nina ist nebenbei auch sehr klug, reflektiert, liebenswert und lustig. Mein Gott, mein pubertierendes Ich hätte sie vermutlich voller Neid gehasst. Mein jetziges Ich liebt sie.
Mit Max und Maret Buddenbohm (aka Herzdame) rede ich über den Garten und Gott und die Welt. Wir sind uns da einig, glaube ich. Und vielleicht ziehen wir was Großes mit Giersch auf.

Tatsächlich bekomme ich in ganz Berlin keine Currywurst, ich prangere das an!
Aber nach der Zugfahrt im vermutlich allerersten ICE, der je kurz nach dem Krieg gebaut wurde (kein Strom, kein Netz, kein guter Geruch), gibt es am Frankfurter Fernbahnhof dann doch noch eine Currywurst für mich. Frisch aus dem Suppentopf. Kann man machen. Schmeckt halt nicht so besonders.

currywurst-schild.jpg

 

Das Gute am Älter werden ist ja, dass die Zeit einem so schnell durch die Finger rinnt. So ist es ja quasi nur zwei Mal schlafen, und dann ist schon Blogfamilia 2019.
Ich werde dabei sein!

Abspann:

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei allen Organisatoren der Blogfamilia bedanken: Es ist unglaublich, was Ihr da auf die Beine stellt!

Ohne Sponsoren wäre die Blogfamilia auch nicht so, wie sie ist. Ein großes Dankeschön auch an Euch. Vielen Dank für schöne, durchdachte Geschenke, nette Gespräche und die Unterstützung.

sponsorenwand
Leider habe ich es nicht geschafft, mein neues Bloggerfreunde-Buch, das die Jugendherbergen zwischen Nordsee und Sauerland sich ausgedacht haben, zu füllen. Meine Kinder glauben jetzt, dass ich gar keine Bloggerfreunde habe.

bloggerfreundebuch.jpg
Vielleicht schicke ich es ja noch auf Reisen. Dann steht hier vielleicht irgendwann mal ein Post wie im Kindergarten:

„Frau Sandkuchen sucht ihr Freundebuch. Schaut doch mal in den Kinderzimmern nach, ob es da noch liegt. Sie ist sehr traurig, dass es weg ist.“

Aber vielleicht mache ich so ein Bloggerfreundebuch auch einfach demnächst mal online hier in meiner Sandkiste.

Ich hoffe, ich habe alle erwähnt, die ich hier erwähnen wollte. Daran glauben tue ich allerdings nicht …
Falls ich jemanden vergessen habe, bitte Bescheid sagen und nicht beleidigt sein.
Da sind auch so viele, mit denen ich dieses Mal nicht oder nur ganz kurz gesprochen habe: Nächstes Mal bitte gerne länger.

Meine Blogroll muss ich auch mal wieder überarbeiten, aber die Zeit, die Zeit!
Außerdem muss ich mich jetzt erst durch die ganzen neuen Blogs lesen, solltet Ihr auch machen.
Zum Start könnt Ihr ja mal schauen, wie andere die Blogfamilia erlebt haben. Alle Blogposts dazu findet man auf der Blogfamilia-Seite.



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5 Gedanken zu „Mailight: Blogfamilia 2018

  1. Mama Michi

    Du bist der Kracher. Habe sehr gelacht!! ABER Schatzi, am Kinderbuffet mittags gab es tatsächlich Currywurst! Echt jetzt! Hab ich aber auch nur gesehen, weil Bea sich das geholt hatte und bin auch gleich mal da hin. Ich stehe ja sonst immer an Kinderbuffets rum und zack ist man ohne Kinder sieht man die Currywurst nicht. Bis ganz bald Michi

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