WiB 19./20.9.2020: 50 Jahre Lieblingsmann!


„Hoch soll er leben, hoch soll er leben, dreimal hoch!“.
Kann ein Tag besser beginnen als mit einem Stück Käse-Sahne-Torte? Für mich schon, aber ich mag auch gar nicht so gerne Torte und außerdem bin ich hier und heute auch gar nicht das Geburtstagskind. Das ist nämlich der Lieblingsmann. Der wird schon ein halbes Jahrhundert alt!
Insgesamt sechs Mal singen wir „Hoch soll er leben“, da der Sohn anmäkelt, dass wir ja nach jeder Strophe, einmal „Hoch“ rufen und nach der dritten dreimal. Viel logischer wäre es doch, wenn wir nach der ersten Strophe einmal „Hoch“ rufen würden, nach der zweiten zweimal und nach der dritten dreimal. Als er nach insgesamt elfmal „Hoch“ dann meint, dass es doch viel sinnvoller wäre, wenn wir jetzt in der ersten Strophe singen würden „Hoch soll er leben, einmal hoch!“, in der zweiten „zweimal hoch“ und erst in der dritten dreimal“, ignorieren wir den Einwand und ich reiche schnell die Geschenke zum Auspacken. Wollen wir das mit den Ritualänderungen mal nicht übertreiben!

„Wo hat der Papa denn die Zange, mit der man Löcher in Schuhe machen kann?“, fragt die Tochter als ich gerade dabei bin, mich für die Hochzeit zu schminken, auf der wir gleich eingeladen sind. Zum ersten Mal möchte sie nämlich mal was anderes als Sneaker oder Boots zu einem Kleid tragen und jetzt ist das Riemchen der Sandale zu weit. Die Schuhe haben wir ja erst vor ungefähr drei Monaten gekauft, da kann man ja jetzt mal auf die Idee kommen, sie enger zu machen. Ist ja sonst nix los.
„Keine Ahnung, guck doch mal in Papas Werkzeugkoffer“, antworte ich, denn der Papa ist fein raus, der ist nämlich schon auf der Hochzeit und fotografiert da lustig rum.
„Da ist sie nicht“, meldet die Tochter kurze Zeit später. „Dann schau im Arbeitsraum.“
„Wie sieht das Ding denn überhaupt aus?“, nervt sie zwei Minuten später und ich frage mich, ob die Frage nicht viel früher hätte kommen müssen.
Das Nächste, was ich höre, ist ein ohrenbetäubendes Krakeelen Bei dem Versuch, mit einer Nadel ein Loch in den Schuh zu bohren, hat sie die Schnalle kaputt gemacht.
Super! Einmal habe ich genug Zeit zum Fertigmachen für mich eingeplant – zumindest hatte ich das bis eben gedacht.
Nach einem unsouveränen Ausflipper meinerseits „reparieren“ wir den Schuh mit einer Sicherheitsnadel und kommen trotz einer kurzen Verfahrrunde noch pünktlich zur Trauung an.

Es ist eine sehr schöne Trauung unter freiem Himmel.
Die Kinder sind nicht zur Feier eingeladen und fahren nach der Trauung mit dem Zug nach Hause. Da sie sich vorher weder um eine Mitfahrgelegenheit gekümmert, noch auf den Fahrplan geguckt noch auf die Wegbeschreibung zum Bahnhof ihres Vaters gehört haben, sitzen sie eine Stunde bei niedrigem Rest-Datenvolumen-Bestand rum. Mein Herz blutet ein wenig, aber ich weiß, dass der Satz eines Freundes stimmt: „Das gehört zum Reifeprozess dazu.“
Dafür haben sie ja den Rest des Abends Ruhe vor ihren Eltern.
Und wir Ruhe vor den Kindern. Ich sag mal: Win-win!
Alles in allem ist es ein wundervoller Abend mit leckerem Essen in netter Gesellschaft. Und dass man wegen Corona-Hygiene-Blablabla spielt dem Lieblingsmann dann auch noch in die Karten.

Schon wieder Torte.

Platz gefunden!

Endlich hat die Fotobox vom Lieblingsmann, die er direkt vor Corona gekauft hatte, ihren ersten Einsatz. Wer also Bedarf hat: Die Box kann man für seine Feier mieten.

Weil gestern vor lauter Feiern nicht so viel Zeit zum Geburtstag-Feiern war, gehen der Lieblingsmann und ich am nächsten Tag schick „Spätstücken“. Das Essen ist sehr lecker und wir freuen uns, dass wir die Kinder nicht mitgenommen haben. Bevor hier einer die Augenbrauen hochzieht: die Kinder freuen sich darüber übrigens auch.

Vorspeise.

Zum Hauptgang gab es Trüffelnudeln. Lecker! Oder wie die Kinder gesagt hätten: Müffel-Nudeln

Nach satt kommt Nachtisch. Geht immer.

Das Wetter ist herrlich und wir bummeln noch ein bisschen durch die Stadt.

Fake-Wiesbaden. Offensichtlich hat Christo kurz vor seinem Tod noch Wiesbaden eingepackt. Der Lieblingsmann fügt sich mit seinem Blümchenhemd jedenfalls sehr gut ein vor der falschen Hecke.

Bevor wir zu meinen Eltern fahren umd den Rest der Käse-Sahne-Torte zu essen, nähe ich noch schnell eine Maske für meinen Vater, der sich eine neue bei mir bestellt hat.
Neben der Nähmaschine steht seit gestern der offene Werkzeugkoffer und ich frage mich, wie laut die Lochzange noch „Hallo, hier bin ich!“ hätte rufen sollen.

So sieht gerade übrigens unser Yogaraum aus. Ich finde, er ist ganz schön schön geworden. Der Lieblingsmann hasst den Teppich, aber das sitze ich aus. Aus Erfahrung weiß ich, dass er zur Fraktion „Das guckt sich weg“ gehört. Allerdings findet die Tochter den Teppich ganz cool und hätte ihn auch gerne.

Das war ein wirklich schönes Wochenende, aber auch sehr anstrengend. Nächste Woche steht dann schon die nächste Hochzeit ins Haus und bis dahin habe ich noch eine anstrengende Arbeitswoche vor mir. 

Bis dahin verlinke ich diese Geschichte noch bei Große Köpfe und schaue mir mal an, was andere an diesem Wochenende so gemacht haben.

Mein Senf dazu

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