Archiv der Kategorie: Allgemein

29./30. Mai 2021: Ein Coronfirmationswochenende in Bildern

Machen wir es kurz mit dem Samstag: es gibt keine Bilder, da dieser Samstag damit beschäftigt war, die Konfirmation des Sohnes vorzubereiten. Eigentlich hatten wir nach der Konfirmation der Tochter beschlossen, keine Konfirmation mehr bei uns zu Hause zu feiern. Zu viel Aufwand in der Vorbereitung, zu viel Aufwand in der Nachbereitung, zu viel Unsicherheit mit dem Wetter. Und jetzt kommt da dieses dahergelaufene Virus und dreht uns eine lange Nase.

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WiB am 24. und 25. April 2021: Spring Vibes

Das Blöde an Corona ist ja, dass man nix am Wochenende vorhat. Und das Schöne an Corona ist: Man hat nix am Wochenende vor. Und weil ich selbst entscheiden kann, ob ich mich über Dinge ärgern möchte, die ich nicht ändern kann, versuche ich, genau das nämlich nicht zu tun. Im Gegenteil, ich gebe mir große Mühe, das Gute darin zu sehen.
Karl Valentin hat das mal sehr schön für mich formuliert:
„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“
Und an diesem Wochenende strahlt sogar durchgehend die Sonne.

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Acht ultimative Tipps gegen Lockdown-Langeweile

Enthält Werbung.
So, ein Jahr Corona ist rum, man hat das Gefühl, man hat jetzt das ganze Pandemie-Game einmal durchgespielt, was aber nicht stimmt, da es sich um ein kooperatives Spiel handelt und die anderen Parteien (Regierung, Medien, Covidioten) nicht richtig oder absolut inkompetent mitspielen.
Wir hängen also immer noch zu Hause rum und haben das Gefühl, wir warten alle auf die perfekte Welle.
Offensichtlich ist Euch langweilig, sonst hättet Ihr den Weg zu meinem Blog nicht eingeschlagen. Im Internet rumsurfen (um schon mal für die perfekte Welle zu üben) ist natürlich auch ein probates Mittel zum Zeitvertreib, ich habe da aber noch ein paar andere ultimative Ideen gegen den Lockdown-Koller zusammengestellt:

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#12von12 im März 21: Happy Birthday, Corona!

Ich habe mal nachgesehen: Corona und Lockdown sind jetzt 12 Monate alt. Das letzte Mal, dass ich an dieser Stelle 12 Bilder zusammengekratzt habe, ist ein halbes Jahr her. 6 Monate, also halb 12. Das ist doch ein Zeichen, dass ich jetzt am 3. Monat des Jahres (schon wieder die Hälfte) das Dutzend vollmache. Da wird dem geneigten Leser ganz schwindlig bei so viel Zahlenzauberei. Aber das ist das Geheimnis eines guten Illusionistenden: So lange ablenken, bis niemand merkt, dass es gar keine 12 Bilder sind und es sich eigentlich auch immer nur um dasselbe Motiv handelt.

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Bildungspolitik im Distanzunterricht: Setzen, sechs! #digitalpaktsendlichan!

Bei uns wird nun schon eine ganze Weile distanzunterrichtet, oder wie die Kinder es nennen: Hurra, Ferien!
Auch wenn die Politik und die in den vergangenen Jahren sträflichst vernachlässigte technische Infrastruktur sich größtmögliche Mühe geben, diese Art der Beschulung zu verhindern, so kämpft unsere Schule mit ihrem Häuptling und ihrem IT-Fachmannlehrer, der jetzt schon 124 werden muss, um die angesammelten Überstunden wieder abzufeiern, wie das berühmte gallische Dorf dafür, dass sich die Kinder nicht den ganzen Tag mit Youtube, Netflix und Fifa langweilen müssen.

Und zu bekämpfen gibt es einiges: Endgeräte für Schüler*innen, die über kein eigenes verfügen, sich aber auch keines leisten können, waren schon fast in Sichtweite, durften dann allerdings wegen Lizenzstreitigkeiten nicht ausgeliefert werden. Kaum greifen mal mehr als zwei Nutzer*innen gleichzeitig auf die Plattform zu, erleidet Moodle einen Zusammenbruch, der es bis in die Nachrichten schafft. Lehrer*innen verfügen nicht über Endgeräte, um Videokonferenzen abhalten zu können und die Politik überlegt sich gerade angestrengt, was denn das am wenigsten passende Modell sein könnte, das man seinen Held*innen an der Front zukommen lassen könnte. Man kennt das und schüttelt stumm den Kopf.
Meine Lieblingsstory, warum der Server nicht lief, ist aber nach wie vor: „Eine Ratte hat im Serverraum die Kabel durchgebissen“.
Das ist das „der Hund hat die Hausaufgaben gefressen“ der Bildungspolitik.

Und irgendwie haben sich da eine Menge Hunde über die Hausaufgaben der Kultusministerien hergemacht.

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Donnerknispel! Endlich mal wieder ein WiB im Januar 21

Long time no see!
Da bin ich wieder. Zumindest mal kurz für den Wochenend-Augenblick. Kann ja so nicht weitergehen, irgendwo müssen ja die Erinnerungen niedergeschrieben werden und außer mir macht das hier ja niemand.
Blöd, dass ich es nicht schon vor zwei Wochen geschafft habe, da hätte ich schöne Fotos von unserer Rheinsteigwanderung von Schlangenbad nach Kiedrich zeigen können. Oder von letzter Woche, als es hier geschneit hat und wir im Schnee spazieren konnten.

Naja, dann halt von diesem Wochenende, ist halt ein bisschen langweiliger, aber lest selbst.

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WiB am 31.10/1.11.2020: Ein goldener Oktober wirft Lockdown-Schatten voraus

Bis gestern lagen auf der Etagere noch Muffins. Ob man die essen könne oder ob das Deko sei, hat die Tochter gefragt und auch der Kollege bei der Arbeit frug, ob ich mal wieder dekoriert hätte, nur weil ich Kuchenreste mitgebracht habe. Bei der Hochzeitstorte damals war ich auch für die Designauswahl zuständig und der Lieblingsmann hat den Geschmack gewählt. Von mir aus hätte die auch mit Leberwurst und Frischkäse gefüllt sein können, ich bin eher herzhaft untwerwegs.
Ja, schuldig im Sinne der Anklage, ich geb’s zu, oft backe ich, weil es schön aussieht.
Und gut riecht. Vor allem Apfelkuchen im Herbst.

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WiB 19./20.9.2020: 50 Jahre Lieblingsmann!

„Hoch soll er leben, hoch soll er leben, dreimal hoch!“.
Kann ein Tag besser beginnen als mit einem Stück Käse-Sahne-Torte? Für mich schon, aber ich mag auch gar nicht so gerne Torte und außerdem bin ich hier und heute auch gar nicht das Geburtstagskind. Das ist nämlich der Lieblingsmann. Der wird schon ein halbes Jahrhundert alt!
Insgesamt sechs Mal singen wir „Hoch soll er leben“, da der Sohn anmäkelt, dass wir ja nach jeder Strophe, einmal „Hoch“ rufen und nach der dritten dreimal. Viel logischer wäre es doch, wenn wir nach der ersten Strophe einmal „Hoch“ rufen würden, nach der zweiten zweimal und nach der dritten dreimal. Als er nach insgesamt elfmal „Hoch“ dann meint, dass es doch viel sinnvoller wäre, wenn wir jetzt in der ersten Strophe singen würden „Hoch soll er leben, einmal hoch!“, in der zweiten „zweimal hoch“ und erst in der dritten dreimal“, ignorieren wir den Einwand und ich reiche schnell die Geschenke zum Auspacken. Wollen wir das mit den Ritualänderungen mal nicht übertreiben! Weiterlesen

#12von12 im September 2020 + WiB: Von Wäschefarbverläufen, Kleiderkauffails und fragwürdigen Geburtstagsgeschenken

Uiuiui, hier gibt es anscheinend nur noch einmal pro Monat neue Beiträge. Naja, besser als nix und ist ja auch irgwendwie ein verlässlicher Rhythmus. So richtig viel los war hier in den letzten Wochen aber auch nicht. Gefühlt habe ich nur geräumt und sortiert und wieder geräumt und weiter sortiert. Ein bisschen, als würde mir mein innerer Mister Miyagi immer zurufen: „Aufräumen – Sortieren“
Inzwischen habe ich immerhin den ganzen Lego-Star-Wars-Krempel vom Sohn wieder halbwegs komplett zusammengepuzzelt und in Kisten auf dem Speicher verpackt.
Da das ehemalige Zimmer vom Sohn und jetzige Yogaraum nun recht leer ist, soll es dieses Wochenende auch mal ein wenig gemütlicher werden. Gerade ist es einfach nur kahl.

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12von12 im August 20: heiße Retroträume

Upps, schon wieder ein Monat seit dem letzten Blogbeitrag vergangen. Dabei ist in der Zwischenzeit so viel passiert: Wir haben an einem See in Thüringen bei einem knapp 80-jährigem Windsurfen ohne Wind gelernt, die Kinder haben sich ohne Handy im Dresdner Grünen Gewölbe furchtbar gelangweilt und wir sind bei sengender Hitze zwei Rheinsteig-Etappen gewandert, inklusive Übernachtung in einem schnuckelig eingerichtetem Hotel-Traum in Lila.
Aber zurück zum heutigen Tag. Bilder gibt es erst ab nachmittags, als ich von der Arbeit nach Hause komme. Zum einen habe ich vergessen Fotos zu machen, zum anderen möchte das aber auch keiner sehen.
Ich habe so viele Pläne: Ukulele spielen, mein Buch weiterlesen, Podcast hören, vielleicht ein Eis essen …

Aber erst schau ich mal, ob die Tochter wie gezwungen versprochen ihr Zimmer aufgeräumt hat. Seit Samstag ist sie nämlich dabei, ihr Zimmer umzugestalten. Es sieht fast gut aus. Da sie nicht da ist, räume ich die letzten paar Sachen noch weg, schüttel das Bett auf und dekoriere noch ein paar Blümchen und Vasen, die ich bei Ikea besorgt hatte. Sieht doch schon ganz gut aus jetzt.

Nicht so gut, sieht hingegen das alte Zimmer des Sohns aus, der vor drei Wochen ein Stockwerk tiefer in das ehemalige Gästezimmer gezogen ist. Hier wird erst mal das ganze Gerümpel gesammelt, dass bei den ganzen Umzugs-Moves übrig geblieben ist.

Das Zimmer ist ein wenig schwierig, weil es A) ein Durchgangszimmer ist und B) eine Glastür hat.
Beide Kinder hatten unabhängig voneinander die Idee, das als ihr neues Ankleidezimmer zu nutzen. Die Tochter wollte dort die Klamotten lagern, die farblich und mengenmäßig nicht in den neuen offenen Kleiderschrank passen und der Sohn will in seiner Zockerhöhle gar nichts haben, was nicht elektronisch ist. Schon gar keine Bücher und Klamotten eher auch nicht.
Der Lieblingsmann und ich haben jetzt aber klammheimlich beschlossen, dass das Zimmer erst mal unser Yoga-Raum wird. Wir machen nämlich seit ein paar Wochen einen Online-Yogakurs und sind sehr begeistert davon.

Bei meinen Eltern habe ich letzte Woche meine R.E.M. Sammlung wieder gefunden. Ich hatte schon befürchtet, dass sie die weggeworfen haben, als sie letztes Jahr tabula rasa gemacht und den Speicher und Keller komplett leer geräumt haben.
Ich war früher nämlich mal weltgrößter R.E.M. Fan. Meine Güte, was war ich verknallt in Michael Stipe!
Ja, ja, heute weiß ich auch, dass der gar nicht auf Frauen steht. Aber da hatte ich schon immer ein Händchen für …
Auf jeden Fall habe ich jedes Jahr 12 Dollar per Brief nach Athens, Georgia an eine Adresse geschickt, die im Album-Cover abgedruckt war, und dafür Post vom R.E.M.-Fanclub und zu Weihnachten ein Geschenk bekommen. Erstaunlich ist, dass die Post das zustellen konnte, da sich R.E.M. jedes Jahr einen anderen lustigen Namen für mich ausgedacht haben, den sie auf die Briefumschläge geschrieben haben: Nerena Schwarz, Verena Schwalz, Vewena Scharz …

Draußen ist es bei an die 40 Grad schwül-heiß und der Pool lächelt mich verführerisch an.

Aber ich Trottel raff wie immer nix und laufe dran vorbei um mein Auto von innen zu waschen. Was sollte man auch sonst bei dem Wetter machen? Vom ganzen Aufräumen bin ich ja eh schon geschwitzt.

Und weil ich danach noch mehr geschwitzt bin, räume ich anschließend noch Dinge auf den Speicher. Pro Leiterstufe wird es hier übrigens zwei Grad wärmer.

Aber ich bin nicht die einzige, die hier was schafft, der Lieblingsmann und die Tochter hängen derweil den Spiegel im neuen Teenietraumzimmer auf.

Inzwischen hat es draußen angefangen zu regnen. Welch ein Segen. Leider nur recht kurz.

Ich. Muss. Meinen. Streak. Aufrecht. Erhalten.
Seit exakt 222 Tagen lerne ich Sprachen mit Duolingo und halte mich seit Wochen in der Diamantliga. Angefangen habe ich mit Spanisch, als der Kurs komplett war, habe ich noch Italienisch hinzugenommen und frische meine Französischkenntnisse auf. Leider ist irgendwie bei drei Sprachen Schluss. Blöd!

Die Tochter steht gerade total auf Retro-Sachen. Meine alten Doc-Martens-Stiefel hat sie sich schon gekrallt, in Amsterdam hat sie sich einen Faltenrock im Kilostore gekauft, gebatikte Sachen sind im Trend und der Eyecatcher für das neue Zimmer soll der alte Plattenspieler vom Lieblingsmann sein, der jetzt seit Jahren auf dem Speicher wohnt und schon einen Dachstuhlbrand überlebt hat.
Zwei Platten hat sie sich aus seiner Sammlung auch rausgepickt: Thriller und eine von den Beatles.
Jetzt wird sie aber erst mal in die Geheimnisse der Bedienung dieses Zauberkastens eingeweiht.

Zur Entspannung machen wir anschließend eine Runde Yoga im inzwischen etwas aufgeräumteren aber immer noch ungemütlichem Yogaraum – diesmal mit Judith und nicht mit Franzi. Und mit Maurer-Dekolleté. Namaste!

Es soll ja Menschen geben, die bei solchen Temperaturen wie jetzt nichts oder nur kaum was essen können. Dazu gehöre ich definitiv nicht. Ich kann leider immer essen. Und auch eher in Portionsgrößen wie bei der Raupe Nimmersatt. Dazu gibt es ein paar Folgen „Friends“. Auch bei Serien ist die Tochter retroorientiert.

Morgen ist dank Kurzarbeit schon wieder der letzte Arbeitstag für mich in dieser Woche, den ich auch noch im Home-Office ableisten werde.
Ob die anderen komisch gucken werden, wenn ich aus dem Pool an der Videokonferenz teilnehme?

Am Montag geht hier wieder die Schule los, ich bin ja schon sehr gespannt, wie das werden soll. Bisher gehen wir davon aus, dass man so tun wird, als wäre Corona eine Biersorte und sonst nix. Aber wenn das Wetter so bleibt wie die letzten Tage, dann ist sowieso nach der vierten Stunde hitzefrei.

Wer wissen will, was andere heute so an Bildern fotografiert und ins Internet geladen haben, dem sei der die das Blog „Draußen nur Kännchen“ empfohlen, da trifft sich wieder Bloggerhausen zum gegenseitigen Bildchen zeigen.