Archiv der Kategorie: Andere Geschichten

Wochenende ohne Bilder 15./16. Februar 2020: Hablas Espanol en Vellmar?

Bisher gibt es 2020 erst ein Wochenende in Bildern. Skandal!
Das muss geändert werden. Dummerweise habe ich nur so gut wie keine Bilder an diesem Wochenende gemacht.
Dann gibt es halt ein Wochenende mit viel Text und ohne Bilder. Kann man auch mal machen. Weiterlesen

12von12 und WiB im Januar 2020: Es entweihnachtet sehr

Darf man das neue Jahr mit einer Lüge beginnen?
ich finde: Ja, man darf und ihr findet das bestimmt auch, denn sonst gäbe es diesen Beitrag nicht. Ich habe es nämlich nicht geschafft, 12 Fotos von diesem Tag zu machen, deshalb mogel ich einfach noch ein paar Bilder der letzten Tage dazu. Weiterlesen

Das letzte #WiB 2019: Geburtstag, Star-Wars und Jahresausklang

So, Weihnachten ist vorbei, ein Tag war Verschnaufpause und heute hat schon wieder jemand hier Geburtstag. Diesmal meine allerliebste Knalltüte: Der Sohn wird 13. Unfassbar. Der ist doch gerade noch mit seinem Traktor zum Brötchenholen gefahren und hat ununterbrochen von Star Wars erzählt und jetzt wünscht er sich nur noch coole Klamotten und technischen Schnick-Schnack und will in den neusten Star Wars Film gehen. O.K., manche Dinge ändern sich anscheinend nie. Weiterlesen

WiB am 2. Adventswochenende 2019: Happy Birthday to me!

„Advent, Advent, die Mutti rennt“ – So war ein Artikel betitelt, den ich neulich gelesen habe und in dem es über Mental Load geht, der gerade in der ach so besinnlichen Vorweihnachtszeit unerträgliche Ausmaße für Mütter annimmt.
Nur Vorweihnachtszeit ist aber für Anfänger. In meiner Familie ist alles noch schlimmer. Alle hier meinen nämlich, auch noch geballt im November oder Dezember Geburtstag haben zu müssen.
Deswegen erscheint diese Geschichte übrigens auch mit zweiwöchiger Verspätung.

An diesem Samstag hat aber erfreulicherweise niemand Geburtstag, den ich kenne oder mit dem ich verwandt bin, trotzdem rennt die Muddi – nämlich durch den Park. Und bei genauerer Betrachtung würde ich es auch nicht rennen nennen.

„Boa, Mama, geh duschen“, begrüßt mich meine Tochter und ich frage mich mal wieder, warum ich noch mal genau Kinder haben wollte.
Dann fällt mir jedoch ein, dass man genau so was super twittern kann und ich verfasse einen Tweet, der genau zwei Herzchen erhält.

Ein paar mehr hat der Tweet bekommen, der es in dieses Buch geschafft hat, das ich netterweise zugeschickt bekommen habe.

twitter-buch

Nach ausgiebigem Schaumbad, Frühstück, Ukulele spielen und Hin- und Hergeputze, was ich alles nicht näher fotografisch dokumentiert habe, finde ich keine Prokrastinierungsmöglichkeiten mehr und packe, solange kein Kind da ist, das mich dabei beobachten oder stören könnte, Geschenke für Weihnachten und Geburtstage ein.
Dazu gibt es Weihnachtsmusik und die Kerzen am Adventskranz zünde ich auch an.

geschenke-einpacken

Weil ich eine gute Ehefrau bin, schmiere ich dem Lieblingsmann, der den Samstag durchfotografiert ein Pausenbrot.

pausenstulle

Dazu lege ich ihm eine Zeitschrift mit einem Rezept für die Torte hin, die ich mir für meinen morgigen Geburtstag vorstellen könnte. Ich bin aber großzügig, es darf auch eine der anderen Fault-line-Torten sein.

fault-line-torte-zeitschrift

„Ich fahr noch schnell in den Möbelladen ein paar Geschenke einkaufen. Soll ich noch was mitbringen?“
„Einen neuen Stuhl.“
Der Lieblingsmann vertraut mir bei der Stuhlauswahl und möchte nicht mitkommen.
„Wirklich nur einen Stuhl?“, fragt mich der Mann im Möbelhaus. Wie jedes Mal, wenn ich dort nur einen Stuhl kaufe. Da wir aber lauter unterschiedliche Stühle im Esszimmer haben, weil uns das so gefällt, bleibe ich standhaft und nehme nur einen. Dafür ein paar mehr Geschirrhandtücher, darin wickel ich dieses Jahr nämlich die Geschenke für die Erwachsenen ein.

moemax-warenausgabe

Damit ich nicht so schnell vorm Fernseher beim Bergdoktor-Bingewatching einschlafe, habe ich mal wieder begonnen, Socken zu stricken. Ich rechne mit einer Fertigstellung nicht vor 2022.

socken-stricken-anfan

Aber vor dem Feierabend begehe ich noch einen fatalen Fehler, von dem ich immer noch nicht verstehe, wieso mir der passiert ist. Wie konnte ich nur? Wo hat sich mein Verstand in diesem Moment versteckt?
Fakt ist, ich habe mir ein Kazoo gekauft. Ein Kazoo ist „ein kleines Membranophon, das zu den Ansingtrommeln gehört. Durch Ansprechen oder Ansingen wird eine Membran in Schwingung versetzt und damit der Ton der eigenen Stimme verändert“ (Quelle Wikipedia).
Der wirklich verheerende Fakt ist, dass ich diesen Kauf meinem Sohn gezeigt und ihm erlaubt habe, das Ding mal auszuprobieren. Jetzt kann ich nur noch darauf hoffen, dass die Membran reißt. Und er nicht weiß, wo er neue herbekommt.
Vielleicht verschwindet das Kazoo aber auch auf merkwürdige Weise wie damals die Nicole-Kassette, mit der meine kleine Schwester mich so genervt hat. Oder wie die elektrische Gitarre, die eines der Kinder mal geschenkt bekommen hat und die „Old Mc Donald had a farm“ spielen konnte …

Sonntag: Happy Birthday to me!

„Tröt-tröt-tröt-tröt-tröt-tröööööt, Tröt-tröt-tröt-tröt-tröt-tröööt“ werde ich liebevoll von einer Ein-Mann-Kazoo-Kapelle geweckt.

kazoo

Dann erwartet mich ein liebevoll dekorierter Geburtstagstisch mit tollen Geschenken und selbst gebackenem Kuchen. Wer will schon Torte wenn es bretonischen Butterkuchen gibt?

geburtstagstisch-verena.jpg

Dann widme ich mich meinem Geschenk, das ich mir selbst gemacht habe: Meine Ukulele hat nämlich eine kleine Schwester bekommen.

ukulele-und-ukulelchen

Vor ein paar Tagen ist meine Schwiegermutter 80 geworden und wir haben ihr eine Reise nach Florenz geschenkt. Dafür müssen wir jetzt die Bahntickets kaufen. Wir wollen da nämlich an Ostern mit dem Nachtzug hin und heute startet der Vorverkauf.
Als wir ins Reisezentrum kommen, sind wir direkt dran, als wir gehen, stehen zwanzig Menschen in der Schlange und freuen sich, dass wir endlich fertig sind.

db-reisezentrum-wiesbaden

Hätte ich den Tag nach dem Feiern mit der Familie am Nachmittag gestoppt, wäre es ein rundum gelungener Geburtstag gewesen.

Aber ich muss das Schicksal ja herausfordern und habe noch Theaterkarten besorgt.
Über Nacht scheint nicht nur jemand die Kleider immer enger zu nähen, nein, diesmal hat irgendjemand die Hofeinfahrt zusammengeschrumpft und ich bleibe mit dem linken Kotflügel schön an der Wand hängen. Krzschkrk.
Blöd. Und ich hatte noch gedacht: „Ganz schön eng heute, pass mal besser auf.“
Aber irgendwie war da mein Gehirn ungefähr dort, wo es war, als ich meinem Sohn das Kazoo in die Hand gedrückt habe.
„Naja, Du hast ja gerade Geld von Deinen Eltern geschenkt bekommen“, ist übrigens kein adäquater Kommentar und der Lieblingsmann ist für einen Augenblick das „Lieblings“ los.

schramme-am-kotfluegel

Wenn ich wenigstens behaupten könnte, dass das Theaterstück super war, aber nicht mal das. Wir schauen uns „Schöne Bescherungen“ an und der Humor ist doch eher etwas vorhersehbar und grobschlächtig.
Die Kinder schauen mich mit glubschi-großen, fragenden Augen an, als irgendwann zwei Schauspieler nackt um den Weihnachtsbaum rennen.
Irgendwas mit „stets bemüht“ ist der Kommentar der Kinder zu meinem Spleen ihnen Kultur näher bringen zu wollen.
Pff! Ich wär auch lieber ins Weihnachtsmärchen „Nils Holgersson“ gegangen, aber dafür fühlten sich die werten Herrschaften ja zu alt.

Immerhin habe ich einen kostenlosen Parkplatz mit Blick auf das weihnachtlich beleuchtete Kurhaus bekommen.

weihnachtliches-kurhaus-wiesbaden

 

 

12von12 an einem Dienstag im November 2019

21:40 Uhr, die Kinder sind im Bett, der Lieblingsmann ist noch unterwegs und ich sitze mit meinem Abendbrot auf dem Sofa und gucke „Die Höhle der Löwen“. Zum ersten Mal, seit ich das gucke, hat Judith Williams ein Angebot gemacht und nicht nur überschwänglich geschwärmt, wie toll und besonders und einzigartig sie das Produkt findet, um dann lächelnd zu schließen mit: „ich bin raus.“
Trotz dieser Entwicklung werfe ich dabei mal einen Blick auf die Bilder des Tages und lass Euch dabei zuschauen. Weiterlesen

#12von12 und WiB im Oktober 2019: Party in Biebrich

Oha, der letzte Tagebucheintrag à la 12von12 oder WiB ist schon etwas länger her.
Weil mir aber glücklicherweise 12von12 Bilder in meinen Insta-Feed gespült wurden, beginne ich ab 12 Uhr dann auch mit Fotografieren.
Deshalb bekommt Ihr auch gar nicht mit, dass ich bis dahin schon mit einem mit Jugendlichen vollgepackten Auto nach Dortelweil und wieder zurückgefahren bin, an diesem Wochenende ist nämlich Badminton-Hessenrangliste.
Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, dort eine Weile bleiben und mich wahlweise langweilen oder aufregen zu müssen, aber der Sohn, der vorgefahren war, ist netterweise schon fertig weil er „gegen ein Monster“ antreten musste, das ihn aus dem Wettbewerb rausgefegt hat. Weiterlesen

Es lebe der Zentralfriedhof – Wien-Tagebuch, Teil 4

Jetzt haben wir schon das älteste Kaffeehaus Wiens und das vielleicht schönste besucht, was liegt also näher, als heute mal in einem modernen Kaffeehaus zu frühstücken.
Ganz in der Nähe von unserem Hotel haben wir das frei.raum entdeckt.
Erst beim Eintreten wird uns bewusst, wie riesig dieses Kaffeehaus ist. Und es ist trotzdem voll. Aber hier in Wien ist alles immer voll. Jede Straßenbahn, jede U-Bahn, jeder Bus, die ganze Stadt ist immer voller Menschen.
Irgendwie scheint hier niemand arbeiten zu müssen, alle haben Zeit, entweder in einem Kaffeehaus zu sitzen oder eben in der U-Bahn.
Da darf man übrigens nichts „geruchintensives“ essen, was uns die Plakate in den Stationen verraten.
Wir finden diese Wortschöpfung so toll, dass wir jetzt nicht mehr sagen „Ich muss mal aufs Klo“, sondern bei uns heißt es ab sofort nur noch „Ich muss mal einer geruchsintensiven Tätigkeit nachgehen“. Weiterlesen