Ein Wochenende in Bildern (fast) wie es früher einmal war (25./26. September 21)


So, da habe ich mal den Staub aus dem Blog geklopft und endlich mal wieder ein paar Zeilen zusammengeschrieben. Mein Kopf ist voller Ideen und mein Handy voller Bilder, aber die Zeit, die Zeit.
Heute dann also aber doch mal wieder ein Wochenende voller Bilder. Auch wenn das letzte die schöneren Bilder hatte. Da war ich nämlich mit dem Lieblingsmann mal wieder den Rheinsteig entlang wandern. Daher ist auch das Titelbild. Aber das ist ja jetzt schon wieder so lange her, also schreibe ich eben dieses auf. Vor allem, damit ich das irgendwann mal lesen und mich darüber freuen und den Kindern krückstockwinkend sagen kann: So war das damals.

In meinen samstagmorgendlichen Routinen bin ich sehr beständig: Eine Runde Duolingo mit Kaffee und einem Buch. Heute in der Edition francaise und farblich passend zur Tasse mit dem grünen Heinrich. So heißt das Buch, das ich gerade lese, nicht, dass hier falsche Schlüsse gezogen werden.

Ende September ist es höchste Zeit, sich mal Gedanken um Weihnachtsgeschenke zu machen, deshalb stelle ich mich um 11 Uhr am virtuellen Ticketschalter an, um dann nur noch Tickets in der quasi letzten Reihe zu bekommen. Naja, dann gibt es halt noch einen Feldstecher dazu.

Auf dem Weg durchs Haus läuft mir dieser Pappkamerad über den Weg.

Die Tochter ist auf eine Harry-Styles-Mottoparty eingeladen und das ist ihr Geschenk. Die ganze Woche hat sie schon an ihrem Party-Outfit gefeilt. Jede der Partygäste musste sich ein Foto von Harry suchen und den Style kopieren. I love it. Warum lädt mich niemand auf solche Mottoparties ein? Jetzt hab ich ja auch gegoogelt und weiß, wer Harry Styles ist.

Aber erst mal wird gefrühstückt. Das Spiegelei guckt etwas überrascht.

Die Kinder und ich besprechen das Wochenende und beklagen sich, dass sie so wenig Freizeit haben. Ich finde, dass Geburtstagskarten schreiben und Geschenke einpacken, Badminton spielen, auf eine Party gehen und Pfannkuchen backen doch durchaus Freizeitaktivitäten sind, aber die Kinder sehen das anders: „Du packst Dir deine Tage halt einfach so irrsinnig zu, dass Du gar nicht mehr weißt, was Freizeit ist“ und vermutlich haben sie damit recht. Was sie bei ihrem Victim-Blaming allerdings unterschlagen ist, dass sie für einen nicht unerheblichen Teil meiner Todo-Liste verantwortlich sind.

But now to something completely different: Inzwischen arbeite ich wieder quasi Vollzeit, vorwiegend im Büro in Frankfurt und mit kaputter Brücke auf dem Fahrtweg, so dass ich keine Zeit zum Putzen habe. Lust darauf habe ich übrigens auch keine. Ich hatte den Kindern angeboten, das Geld, das ich ansonsten für eine Putzhilfe ausgeben würde, auch an sie zu zahlen, wenn sie die Aufgaben übernähmen. Tatsächlich hat sich eines dazu bereiterklärt und schon ausgerechnet, wie unfassbar reich es jetzt werden würde. Heute ist Einweisungstag und das Kind macht es tatsächlich sehr ordentlich. Jetzt muss das nur noch regelmäßig klappen.

Zeit für den Wocheneinkauf. Normalerweise machen der Lieblingsmann und ich das zu zweit am Donnerstagabend, aber aufgrund von Elternabend, Sporttrainings und Konzertabo war es diese Woche nicht möglich. Deshalb muss ich das alleine machen. Ich. Hasse. Das!
„Es war doch nicht alles schlecht am Lockdown“, ruft mir mein krückstockfuchtelndes Ich zu.

Der Lieblingsmann ist derweil im Garten, sorgt dort für etwas Ordnung und fährt die Ernte ein.

Dann fährt er mit der Tochter zu einem Badmintonspiel und der Sohn und ich lernen ein bisschen Latein mit verhältnismäßig wenig Streit und bereiten dann das Abendessen vor.

Der Abend gehört dann unserer neuen Lieblingsserie „Blacklist“ und ich vergesse doch tatsächlich, dazu den Sekt zu trinken, den ich zu meiner Wiederwahl als stellvertretende Elternsprecherin geschenkt bekommen habe.

Sonntag

Am Donnerstag Elternbeiratswahl, heute Bundestagswahl. Für ein großes Frühstück bleibt da keine Zeit und auch kein Foto.
„Endlich ist dieser unsägliche Wahlkampf vorüber“, denke ich als ich meine Kreuzchen mache und jetzt hoffe ich, dass auch was Vernünftiges dabei herauskommt.

Dann geht es zum Tennistraining. I love it! Tatsächlich geht das trotz meiner malträtierten Kniee und Schulter sehr gut und langsam bekommt der Lieblingsmann ein bisschen Angst vor mir.

Als wir zurück kommen ist auch das Harry Styles Look-a-like wieder da und erklärt sich leicht mürrisch damit einverstanden, beim Badmintonspiel der ersten Mannschaft auszuhelfen. „Hätt ich das vorher gewusst, hätte ich gestern nicht so viel getrunken“, ist ihre leicht verstörende Antwort. Dann sitzen wir noch eine Weile auf dem Sofa und unterhalten uns und das ist einfach schön.

Allerdings überlege ich ernsthaft, mich nach einer Beinverlängerung für sie zu erkundigen. Habe ich schon erwähnt, wie ungerne ich Hosen kürze?

Weil ich im Büro umgezogen bin und jetzt neue Nachbarn habe, backe ich einen Kuchen. Und auch, weil ich finde, dass es im Herbst nichts besseres gibt als den Duft von Apfelkuchen. „Oh, es gibt Apfelschalen“, freut sich die Tochter. Anscheinend ist es ein Festtag hier, wenn es Apfelschalen gibt.

Jetzt müssen wir zusehen, dass noch irgendwas Essbares auf den Tisch kommt. Immerhin ist dies das erste und damit einzige gemeinsame Essen in dieser Woche.
Vor mir liegen jetzt noch zwei anstrengende Wochen und dann habe ich schon wieder Urlaub und gar keine Pläne. Juhu!

Andere hatten übrigens auch schöne Wochenenden und plaudern das wie üblich bei den Großen Köpfen aus.



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