pokemon-gefangen

Go Pokémon, Go!

„Können wir heute spazieren gehen, Mama?“
Ich greife mir an die Ohren. Irgendetwas stimmt da nicht. Ob ich langsam schwerhörig werde? Oder liegt die Ursache woanders? Im Hirn etwa? Visionen? Was gab es denn zum Mittagessen? Selbstgesammelte Pilze oder geschlossene Muscheln?
Die Möglichkeit, dass eben tatsächlich eines meiner Kinder gefragt hat, ob wir spazieren gehen können, schließe ich nämlich kategorisch aus. Ich lache. In meiner Erinnerung haben nämlich beide Kinder gleichzeitig gefragt. Weiterlesen

abendessen

#12von12 im Juli

Manchmal gibt es ja so Tage, da weiß man, dass man von denen nicht viel zu erwarten hat. Nichts Positives, aber auch nichts Negatives. Einfach ein Tag ohne Höhepunkte.
Und so einer ist heute.
Kein Schul-, Klassen-, Hort- oder Sportfest verlangt nach Kuchen, Salat und Anwesenheit. Eigentlich ja ganz nett, sind doch alle anderen Tage momentan damit zugepflastert.
Aber heute ist ja der 12.
Wie soll ich bloß 12 Bilder für diesen Tag zusammenbekommen? Weiterlesen

seifenblase

Und dann reißt der Himmel auf …

Nämlich als ich all Eure Kommentare zu diesem Artikel  (und auch zu allen anderen) gelesen habe.

Ihr habt mir da einen kleinen Schatz in meine Sandkiste gesteckt. Hier kann ich jetzt immer nachlesen, wenn mir mal wieder meine siebenunddrölfzigfantstilliarden Bälle aus den Händen fallen, die ich versuche permanent zu jonglieren. Und das passiert naturgemäß ständig. Schwerkraft und so – wer auch immer das erfunden hat.

Aber jetzt weiß ich ja, wo ich nachschauen kann, wenn ich mal wieder etwas brauche, das mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, bevor die Mundwinkel endgültig den Boden erreichen.

Ich bin glücklich, dass Ihr mich im großen Internet gefunden habt und meine Geschichten so gerne lest.
Ich könnte mir keine besseren Leser wünschen.

Danke!

gewinnermittlung

And the winner is:

Am gestrigen Samstag wurde durch Ziehung einer mürrischen Losfee, die menschenunwürdigst bereits um elf Uhr vormittags aus dem Bett gezerrt wurde, unter Aufsicht einer gereizten, überambitionierten Motzmutti  die glückliche Gewinnerin der Sandkuchen-Geschichten-Buchverlosung ermittelt. Weiterlesen

bacherkundung-800

Summer in the City

Endlich Sommer! Endlich zeigt das Thermometer über dreißig Grad an.
Ich mag das ja, wenn es so brutzelwarm ist. Vor allem wenn es vorher so lange geregnet hat.
Natürlich müssen wir raus bei dem Wetter. Aber nicht ins Schwimmbad. Da bin ich immer kurz vor Amoklauf bis ich endlich einen Parkplatz gefunden und anschließend eine halbe Stunde in der prallen Sonne in der Schlange gewartet habe, bis mir Einlass gewährt wird. Dann ist es normalerweise viertel vor fünf, aber die Viertelstunde bis es günstiger wird, will ich dann auch nicht mehr warten. Drinnen darf man sich dann über ein pieselwarmes Wasserbecken voller Menschen freuen, das von einem Sonnenölfilm bedeckt wird, als wäre dort vor fünf Minuten ein Schweröltanker havariert.
Der anschließende Weg zum Handtuch ist gespickt mit fiesen kleinen Stöckchen und holzigen Baumfrüchten, die sich trotz Hornhaut tief und schmerzhaft in die Füße bohren. Wenn man Glück hat, dann tritt man anschließend zur Kühlung in ein heruntergefallenes Eis, meist sitzt da jedoch leider schon eine Wespe drauf, die das nicht so toll findet.

„Ich habe heute Morgen im Park ein total lauschiges Eckchen entdeckt. Da können wir hingehen, haben unsere Ruhe und die Jungs und der Hund können im Bach spielen“, begrüßt mich meine Freundin Britta.
Das klingt nach einem Plan. Weiterlesen

schulausflug

Der vermaledeite Schulausflug

Fritz hat einen Zettel aus der Schule mitgebracht, auf dem stand, dass er am nächsten Schulausflug nicht teilnehmen dürfe, weil er sich daneben benommen hätte. Er hat ein anderes Kind gehauen. Weil das andere Kind vorher ihn gehauen hatte und genauso blöd wie mein Sohn war, sich dabei erwischen zu lassen, durfte dieses Kind auch nicht mit. Sowie noch fünf weitere Kinder. Und das in der ersten Klasse. Respekt. Die Lehrerin weiß wie es geht:

„Wehret den Anfängen“.

Ein paar Wochen später stand dann das Ziel des nächsten Wandertags fest: das Tobolino. Weiterlesen

stau-im-regen

Wenn man vor lauter Regen den Tropfen nicht mehr sieht

„Können Sie nicht mal ein Stückchen vorfahren? So komm ich nicht auf die Rampe“, raunzt mich ein LKW-Fahrer an, als ich gerade aus meinem Auto aussteige, das ich soeben auf dem Aldi-Parkplatz abgestellt hatte.
Ich steige also wieder ein und fahre mein Auto nach vorne, wie es von mir verlangt wurde.
Und dann reicht es. Dann bricht etwas in mir. Dann kommen alle schlechten Gefühle auf einmal hoch und reißen meine Heile-Welt-Mauer ein, dann brechen sich die Tränen ihre Bahn und kullern mit den Regentropfen, die an der Scheibe entlanglaufen, um die Wette.
Und plötzlich ist alles blöd. Plötzlich erscheint mir alles sinnlos. Hirnrissig sinnlos, wie ich die ganze Zeit strample und mein Bestes gebe und wie ich doch renne wie ein Sprinter, der mit einem Gummiband an der Startlinie festgebunden ist. Ich glaube mich kurz vor dem Ziel und dann macht es Flupp und ich werde nach hinten gezogen. Zurück auf Los, keine 200 Euro für mich. Weiterlesen