WiB im Februar 2019: Nachhaltig in Wiesbaden

Du hast auch schon ganz schön lang nichts mehr veröffentlicht„, hat der Lieblingsmann letztens festgestellt. Stimmt. Irgendwie fehlt mir die Lust und die Energie. Zuviel im echten Leben bewegt und fordert mich. Dann schwanke ich auch immer zwischen „Niemand liest meine Geschichten“ und „Viel zu viele Menschen lesen meine Geschichten.
Aber ein Wochenende in Bildern gibt es jetzt doch mal zwischendurch. Auch wenn ich dafür diesmal zwei Wochenenden zusammenfasse, in gewisser Weise ähnelten sie sich auch sehr. Weiterlesen

#wib und #12von12 im Januar 2019: Die Schneekatastrophe

In allen Medien wird über „Die Schneekatastrophe“ aufgeregt berichtet. In Echt hat es einfach nur geschneit. Ganz leise und ausdauernd ein paar Tage lang und das Ergebnis ist wunderschön.

Hier in dem Teil Österreichs, in dem wir Urlaub machen, regt sich niemand über den Schnee auf.

Heute ist unser letzter Skitag im österreichischen Montafon und ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass es wieder ordentlich geschneit hat in der vergangenen Nacht.

Gestern haben wir mal das Auto freigeschaufelt, glücklicherweise war es auch unseres, erkannt hat man unter einem Meter Schnee nämlich nichts mehr – das hätten wir uns echt sparen können. Es sieht wieder fast so aus wie vor einem Tag.

Vor dem Wintersport gibt es erst mal ein leckeres Hotelfrühstück. Heute in der Pancake-Edition:

Danach geht es auf die Piste. Es ist ein wenig grau, aber es schneit und stürmt nicht und die Sicht ist auch ganz ok.

Rechts im Bild: Skistock vom ungeduldigen Zappelsohn

Seht Ihr das? Die Skihose passt und ich kann sogar noch atmen. Da hat sich die Kalorienzählerei der letzten Monate doch gelohnt.

Ganz oben auf dem Berg wollen wir eigentlich die Sonnenalm fahren, aber sonnig ist es da leider gar nicht, eher suppig. Wie schnell sich hier oben das Wetter immer ändert.

Naja, dann fahren wir halt gleich die Talabfahrt, die mag ich eh am liebsten.

Aber nicht, ohne zwischendrin auf der Hütte halt zu machen.

Irgendwann auf der Abfahrt fährt der Lieblingsmann fröhlich lachend an mir vorbei. Da ist er eine Weile nicht mehr der Lieblingsmann. Wir haben nämlich die Abmachung, dass als letzter immer ein Erwachsener fährt und nach meiner Rechnung müsste irgendwo hinter mir noch der Sohn fahren. Ich bin sauer. Da müssen wir uns nicht über den Sohn ärgern und wundern, wenn sein Vater es auch nicht länger als fünf Minuten schafft, sich an Anweisungen und Abmachungen zu halten oder zu erinnern.

Aber bis zum Ende der Abfahrt habe ich mich wieder beruhigt und da warten wie immer schon die Kinder auf die Schnecken-Mutti. Zum Glück ist genug Schnee da, dass der Sohn nicht verhungern muss.

Mit das Tollste am Hotel hier ist ja die Sauna. Und danach dann barfuß in den Schnee. Herrlich!

Auch wenn der Lieblingsmann und ich inzwischen nicht mehr den Altersdurchschnitt in der Sauna senken …

Als ich gerade wieder in das Zimmer zurückkehre, treffe ich den Sohn in Bademantel und Saunatuch gekleidet und er erklärt mir, dass wir zwei jetzt gemeinsam saunieren würden. Ich würde eigentlich lieber im Bett liegen und lesen, aber ich kann die Knalltüte unmöglich allein da hingehen lassen. Außerdem braucht es einen Zeugen für die abgesessene Zeit. Der Sohn und ich haben nämlich vorhin im Lift um eine Stunde Fortnite gewettet, ob er in die Sauna geht oder nicht. Ich verliere die Wette und die anderen Saunagänger bekommen innerhalb von zwei Minuten drei Aufgüsse, nachdem der Quatschkopf den Wassereimer entdeckt hat…

So sieht übrigens ein Hotelzimmer aus, das über eine Fußbodenheizung verfügt:

Vor dem Abendessen spielen wir Skat, das die Kinder nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen sehr gerne spielen, und „Halt mal kurz „. Razupaltuff!

Zum Abschluss des Urlaubs überreden mich die Jungs noch zum Nachtrodeln. Der Sohn hat übelst Fun, ich jetzt übelst schlechte Laune, für mich ist das nämlich gar nichts, wie ich feststellen muss.

Immerhin sind wir rechtzeitig zur Stelle, um einen Mann zu retten, der direkt vor uns über den Pistenrand einen Abhang runter in den Wald fährt. Meine Nerven! Aber nix passiert.

Morgen geht es wieder heim, allerdings schneit es gerade schon wieder. Drückt uns die Daumen, dass wir der „Schneehölle“ am Piz Buin entkommen. Wobei die Kinder schon frohlocken, dass sie am Montag nicht in die Schule müssten, wenn wir hier feststeckten.

Vielleicht ergänze ich ja den morgigen Tag noch. So lange schaue ich mal bei „Draußen nur Kännchen“ was andere heute so gemacht haben.

Sonntag:

Der Lieblingsmann steht um 8 Uhr auf, um schon mal das Auto murmeltiertagartig freizuschaufeln, anschließend zu duschen und dann mit uns zu frühstücken.

Dann wollen wir los.

Blöderweise hat irgendjemand unser Auto beim Versuch, sein Fahrzeug freizuschaufeln, wieder zugeschüttet. Und jetzt sind alle Schneeschaufeln besetzt. Na prima.Aber irgendwann hat Herr Sisyphus-Sandkuchen unseren Wagen endgültig ausgegraben und wir fahren, als die quietschenden Reifen endlich Grip kriegen, durch den Schnee nach Hause.

Schön ist anders, es schneit oder regnet die ganze Fahrt lang, aber immerhin kommen wir staufrei nach diversen TKKG- und ???-Folgen zuhause an. Die Kinder haben derweil ihre eigene Musik ins Ohr gestöpselt.

Nach der Anstrengung legen wir uns hin und ich beende mein erstes Buch des Jahres „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante und zusätzlich einen Spiegel von meinem SuS (Stapel ungelesener Spiegel). Da ich letztes Jahr ja die fixe Idee hatte, 52 Bücher zu lesen, hatte ich keine Zeit für Zeitschriften. Inzwischen bin ich bei meiner Aufholjagd im September angekommen. Der Vorteil ist, dass ich mir viele Artikel sparen kann, weil sich einiges erledigt oder als sowieso erfunden herausgestellt hat.

Der Sohn begrüßt derweil seine heiß geliebte x-Box und löst seine noch heißer erschwitzte Stunde Fortnite von gestern ein.

Inzwischen sind die Koffer ausgepackt, die Waschmaschine läuft und der Weihnachtsbaum wartet vor dem Tor auf die Müllabfuhr.

Morgen geht hier die Schule wieder los und ich fahre beruflich nach Hamburg.

Aber vorher möchte ich Euch noch die anderen Wochenenden in Bildern ans Herz legen, die gibt es nämlich inzwischen bei Alu und Konsti vom Blog „Große Köpfe“.

Habt es schön!

Wichtelwahnsinn und Pinterest-Eukalyptus – Ein Adventswochenende in Bildern

Ich habe einen Adventskalendermarathon hinter mir, der Lieblingsmann ist einmal durch die Shopping-Hölle und wieder zurück, der Badmintonverein hat Weihnachten gefeiert allerdings ohne die Tochter und trotzdem haben wir es uns an diesem Wochenende recht gemütlich gemacht.
Genau so müssen Adventswochenenden auch sein, oder? Weiterlesen

Die symmetrische Schönheit der 9er-Reihe – das letzte WiB im November 2018

Wenn ich nachts aufwache und nicht gleich wieder einschlafen kann, habe ich mir angewöhnt, das Einmaleins aufzusagen. Manchmal komme ich bis zur 3er-Reihe, manchmal schaffe ich es auch bis 20.
Aber nie schaffe ich es dabei ins Grübeln zu kommen. Außer über die Zahlen. Denn manchmal fallen mir beim einmaleinsen Dinge an den Zahlenreihen auf, die mich faszinieren.
Als ich also am frühen Samstagmorgen bei der 9er-Reihe ankomme, entdecke ich etwas, was mir noch nie aufgefallen ist, worüber ich mich einerseits wundere, was mich andererseits total begeistert.
Als um 6:45 Uhr der Wecker klingelt, versuche ich das gleich dem Lieblingsmann zu erklären. Erstaunlicher Weise begeistert ihn meine Entdeckung nicht annähernd so sehr wie mich.
Dann halt der Sohn. Der Arme muss nämlich heute in die Schule. Hospitationstag. Das heißt, dass Eltern von Viertklässlern vorbeikommen und sich „richtigen“ Unterricht anschauen. Spoiler: zu ihm in die Klasse kommt niemand, also spielen sie die ganze Zeit Spiele. Da hätte er auch ausschlafen können.
„Wenn Du zum Frühstück kommst, erzähle ich Dir, was ich Sensationelles über die 9er-Reihe entdeckt habe“, flüstere ich dem schlafenden Kind also ins Ohr.
„Häh?“, murmelt der und zieht sich das Kissen über den Kopf.
Fünf Minuten später sitzt er aber trotzdem am Frühstückstisch und kaut auf seinem Marmeladentoast herum.
„Und was ist jetzt mit der 9er-Reihe?“, fragt er mich und tut dabei so, als würde es ihn nur am Rande interessieren. Weiterlesen

WiB am 17./18. November 2018: Kino, Garten und Weihnachtsdeko

Da heute der Tatort endlich mal wieder ein überschaubares Tempo hat, schreibe ich nach den #12von12 auch noch ein Wochenende in Bildern. Ich habe ja sonst nichts zu tun …
Alles in allem war es ein entspanntes Wochenende. Auch wenn viel zu wenig gelesen wurde. Aber dafür ist die Wohnung sauber. Juhu! Weiterlesen

#12von12 im November 2018: Verregneter Laternenumzug

Der 12. ist zwar schon eine ganze Weile vorbei, aber da ich mit Müh und Not 12 Bilder zusammengeknipst habe, werden die jetzt auch noch veröffentlicht. So!

„Kannst Du mir ein Buch besorgen?“, fragte mich die Tochter am Frühstückstisch.
„Bis wann habe ich Zeit?“
„Bis vorgestern?“
Natürlich. Dieses Kind hat noch nicht einmal einen Zettel zuverlässig sofort abgegeben.
„Welches Buch denn?“
„Tschick.“
Da, bitte schön! In einem meiner wacheren Momente hatte ich dieses Buch nicht in die Rebuy-Kiste gepackt. Weiterlesen

WiB am 10./11. November 2018: Stolpersteine putzen

„Hier bitte, die Übersetzung von Lektion 12, Zeile 1 bis 7, die Kaninchen sind gefüttert, Vokabeln habe ich gelernt, darf ich jetzt Fortnite? Übrigens brauchen wir Kaninchenfutter.“
In all den Jahren sitzt der Gebrauch eines Prädikats in einem Satz immer noch nicht hundertprozentig, weshalb auch so manche Lateinübersetzung, sagen wir mal „fantasievoll“ ausfällt, aber samstagmorgens um 8 Uhr bin ich nicht unbedingt auf der Höhe meiner Reaktionsfähigkeit und so rücke ich die Controller raus und lese erst „Schloss Gripsholm“ zu Ende und starte anschließend mit „Meine geniale Freundin“.
„Er hätte mir noch einen Kaffee ans Bett bringen können“, schießt es mir durch den Kopf, aber da sitzt der Kerl schon längst an der X-Box und schießt andere 12jährige ab, die virtuell mitballern. Weiterlesen