#12von12 im März 21: Happy Birthday, Corona!


Ich habe mal nachgesehen: Corona und Lockdown sind jetzt 12 Monate alt. Das letzte Mal, dass ich an dieser Stelle 12 Bilder zusammengekratzt habe, ist ein halbes Jahr her. 6 Monate, also halb 12. Das ist doch ein Zeichen, dass ich jetzt am 3. Monat des Jahres (schon wieder die Hälfte) das Dutzend vollmache. Da wird dem geneigten Leser ganz schwindlig bei so viel Zahlenzauberei. Aber das ist das Geheimnis eines guten Illusionistenden: So lange ablenken, bis niemand merkt, dass es gar keine 12 Bilder sind und es sich eigentlich auch immer nur um dasselbe Motiv handelt.

Es ist Freitag schrecklich früh und die Rosen lassen auch schon ihren Kopf hängen, als ich einen ersten Blick in meine E-Mails werfe.
Ich habe wirklich sehr viel zu tun, aber die Chronisten-Pflicht muss ja aufrecht gehalten werden und die Eitelkeit, sich selbstdarstellerisch im Internet zu präsentieren, will schließlich auch gepflegt werden.

Nach der ersten Morgenrunde mit Double-XP-Booster-Duolingo-Runde, heute mal in der French-Edition, mache ich mich an die Arbeit.
Der Yogaraum hat ein neues Item bekommen: Da es in diesem Haushalt jetzt neben dem Gaming-Stuhl auch einen 1-a-Gamingschreibtisch mit so nützlichen Features wie einem über die komplette Schreib(Hahah)-Fläche reichendem Mousepad, einer Controller-Ladestation und einem Getränkehalter für große Gebinde Energy-Drink gibt, ist ein ausrangierter Schreibtisch für mein „Mobiles-Arbeiten-Office abgefallen“, so dass ich mein Work-Setting nicht mehr im Esszimmer aufbauen muss.

Home-Office-Plätzchen an I love Me Tasse


Das blödeste am Home-Office ist ja, dass man sich selbst um sein Mittagessen kümmern muss. Heute gibt es Pfannkuchen. Hier in der „Schon-aufgegessen-Edition“.

Eierpfannkuchen mit Schokocreme und Bananen. Lecker offensichtlich.

„Ich brauche neues Klopapier“, sagt der Sohn.
„Nimm Dir ein Paket aus dem Hauswirtschaftsraum.“
„Ich brauche auch neue Zahnpasta.“
„Kannst Du Dir im Bad aus dem Korb nehmen.“
„Eine neue Zahnbürste brauche ich auch.“
„Nimm Dir, liegt daneben.“
„Dann brauche ich noch dringend 100 Euro.“
„Netter Versuch.“

Pssst. Nicht weitersagen, wir haben drei Pakete Klopapier gehortet.

Im Online-Sportunterricht, der aus versicherungstechnischen Gründen nur rein theoretisch stattfinden darf, tobte heute der Krieg zwischen Pferdemenschen und E-Sportanhängenden, nachdem jemand Jehova rief und behauptete, dass sowohl das eine als auch das andere gar kein richtiger Sport wäre. Hach, da wäre ich gerne dabei gewesen mit einer großen Schüssel Popcorn!
Apropos Jehova: Das Kind, das eine 5 in Religion im letzten Zeugnis nach Hause gebracht hat, wünscht sich einen lebensgroßen Jesus-Pappaufsteller für sein Zimmer und ich weiß jetzt auch nicht.

Wer noch nach einem schönen Geschenk zur Konfirmation sucht: Personal Jesus


Zwischendrin helfe ich der Tochter bei Latein, dummerweise hat der Lehrer diesmal keine Musterlösung eingestellt und die Tochter will auch nicht über die Straße laufen und beim Lateinlehrer klingeln und ihn darauf hinweisen. Na gut, dann halt Ovids Metamorphosen. Immerhin habe ich ja einen schwarzen Gürtel in Latein.

Weil ich letztes Wochenende gearbeitet habe, denke ich mittags, dass es für diese Woche mal reicht mit der Lohnarbeit. Der Kopf lässt sich leider wie immer nicht abschalten sondern ruft mir immer wieder neue Ideen und Erinnerungen zu. So ein An- und Aus-Schalter für den Kopf: das wär’s. Und wo ich gerade dabei bin, mir unmögliche Dinge zu wünschen: einen Knopf für die Ohren bitte auch.
Dann ruft doch noch jemand an und weil ich ja immer noch keinen Schalter für die Ohren habe, gehe ich dran und schwuppdiwupp ist es spät Uhr.

Eigentlich hatte ich vor, nachmittags zufällig eine Freundin zu treffen und gemeinsam eine Zigarette aus Gründen der Corona-Vorsorge zu rauchen, das klappt leider nicht, also leisten mir die Kaninchen Gesellschaft.


Eigentlich könnte ich dann ja noch ein bisschen Sport machen, denke ich und lass es dann aber doch bleiben und gucke mir nur die neue Sporthose an, die heute geliefert wurde. Man muss es ja nicht gleich übertreiben. Die Hose hat mich schon genug Schweiß gekostet, ich habe nämlich am Sonntag bemerkt, dass die Tochter versehentlich eine ViP-Mitgliedschaft bei Fabletics abgeschlossen hat und ich seit November monatlich 50 Euro abgebucht bekomme. Ja, ja, ja, ich sagte schon, ich habe gerade echt viel zu tun. Glücklicherweise konnte ich mit Hinweis auf die Minderjährigkeit meiner Tochter das Konto löschen lassen und das Geld zurückbekommen, aus einer Mischung aus Schuldbewusstsein und „die Qualität ist schon ganz gut“, habe ich dann noch eine Sportleggings für mich bestellt.

Seit längerer Zeit habe ich tatsächlich mal was anderes als eine Bildergeschichte geschrieben. Ich habe mich über die Bildungspolitik geärgert und vor mich hingerantet. Ihr würdet mir eine große Freude machen, wenn Ihr den Artikel lest und – falls Ihr ihn für gut und wichtig empfindet – in Euren sozialen Netzwerken teilt.


Wir haben das Damengambit auf Netflix geschaut. Die Serie hat mir gut gefallen, ich fühlte mich so an meine Schulzeit erinnert, als ich das einzige Mädchen in der Schach-AG war. Der Unterschied zu Elizabeth Harmon war neben dem Aussehen nur, dass ich immer verloren habe …
Naja, aber jetzt brauche ich Nachschub. Also haut mal Serien-Tipps raus, damit ich den Lieblingsmann von seinem Duolingo-Kurs (er macht die Russian-Edition) loseisen kann.


Ich habe auf meinem Lieblings-Youtube-Kanal „Dr. Sommers Weltliteratur ToGo“ das Video zum Sturm und Drang angeschaut und musste an einer Stelle schallend lachen, weil ich sie so unfassbar komisch fand. Als ich das meiner Familie neulich beim Abendessen erzählte, mussten sie auch lachen, aber nicht weil sie das so lustig fanden (ganz im Gegenteil, sie konnten sich nichts unlustigeres vorstellen), sondern weil ich das kaum erzählen konnte, weil ich schon allein beim Gedanken daran, dass H&M eine Werther-Kollektion herausbringen könnte, wieder so lachen musste, dass mir mein Bauch weh tat.
Jetzt frage ich mich, hat meine Familie recht und ich bin wirklich das einzige Mensch, das das lustig findet? Die Stelle kommt bei ungefähr Minute 4:25

Heute Abend passiert dann noch etwas Unerhörtes und sehr lange nicht mehr Dagewesenes: Wir bekommen Besuch.
Dafür ist der Lieblingsmann extra auf den Markt gegangen und hat für ein mittleres Vermögen Cremes, Pasten und Schnickschnack gekauft.
Und da Ihr jetzt so viele nichtssagende Bilder von digitalen Endgeräten ertragen musstet, bekommen jetzt alle, die bis hierher durchgehalten haben, zur Belohnung ein Foto von dem Cheeseboard-pro zu Gesicht. Guten Appetit.


Falls Ihr nach der langen Zeit ohne 12von12 hier auf dem Blog vergessen habt, wo der Tummelplatz für die anderen Blogger:innen ist: bei Draußen nur Kännchen, könnt Ihr nachlesen, was andere heute so gemacht haben.

Mein Senf dazu

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