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WiB September/Oktober 17: Viele Rätsel, ein fieser Mord und der Duft von Apfelkuchen

Das letzte Wochenende im September und gleichzeitig das erste im Oktober – verrückt! Schon allein das wäre ein Grund, darüber zu schreiben, aber das Wochenende konnte tatsächlich noch mehr.

Wie so häufig am Wochenende bringe ich Kinder zum Sport. Diesmal den Sohn zum Tischtennis. Weil ich schon mal unterwegs bin, lege ich einen Stopp im Garten ein.

Ich möchte dort nämlich ein paar Tulpen für das Frühjahr setzen. Weiterlesen

Mit Frau Sandkuchen durchs erste Gartenjahr

„Kennt Ihr jemanden, der einen Garten in Biebrich sucht?“, hat uns vor einem Jahr ein anderer Vater auf Linas Klassenfest zwischen verkohlten Grillwürstchen und Mayonaisekartoffelsalat gefragt.

Das letzte was wir brauchen, ist ein Garten. Wir haben einen Hof, den die Oma sehr hübsch bepflanzt und pflegt, in den wir uns einfach setzen können, wenn uns der Sinn danach steht und das Wetter mitspielt.
Im Sommer grillen wir da gerne, wenn was fehlt, haben wir unseren eigenen Rewe in der Speisekammer und den Rewe zwei Häuser weiter, um schnell Nachschub zu holen.
Ansonsten haben wir echt genug zu tun, unsere Jobs und die Kinder fordern uns, Hobbys haben wir auch noch und der Haushalt ist sowieso chronisch unterversorgt.

„Wir nehmen ihn“, lautet also folgerichtig unsere Antwort.

Irgendwie stellten wir uns das nett vor: Hier können wir anpflanzen, was wir wollen, weil es nämlich echte Erde gibt und nicht nur Kübel. Vor allem gibt es da keine Oma, die das frisch gepflanzte und dekorierte wieder umpflanzt und umdekoriert und das wichtigste ist natürlich – der Lieblingsmann kann Rasen mähen, was auf unserem asphaltierten Hof nicht so richtig geht.

Außerdem ist der Garten mit dem Fahrrad erreichbar, hat fließend Wasser und eine Toilette und keinerlei Anbauvorschriften, es ist kein Schrebergarten sondern ein Freizeitgarten.

Natürlich haben wir die Kinder gefragt, ob sie auch einen Garten wollen.
„Jaaaaaaa“, haben sie laut und begeistert geschrieen.

Das war allerdings bevor sie herausgefunden haben, dass das Trampolin dort nur halb so groß ist wie das auf dem Bauernhof im Urlaub, und bevor sie gemerkt haben, dass sie eigentlich nicht so für Natur und alles, was so in ihr herumkrabbelt, zu haben sind.

Ziemlich schnell haben sie auch den gravierendsten Mangel des Gartens entdeckt: es gibt kein Strom, um das Handy aufzuladen und vor allem gibt es kein W-LAN!

Aber ob die Kinder jetzt meckern weil sie mit uns spazieren gehen müssen oder in den Garten ist eigentlich ja auch egal. Da müssen wir jetzt alle durch.

Ein Jahr haben wir nun diesen Garten. Zeit, mal ein Resumee zu ziehen. Weiterlesen

#WiB 25./26.3.2017: Frühling im Garten, 3-D-Obstmandala und griechische Metriken

„Heute tut es gar nicht mehr so weh wie sonst“, denke ich und äußere diesen Gedanken gegenüber der thailändischen Masseurin mit der Bemerkung, dass ich vermutlich nicht mehr so verspannt bin.
„Oh doch“, lacht diese, „haben Sie sich nur jetzt dran gewöhnt“, und kneift gleich ein wenig fester zu. Jetzt merke ich auch, dass die Verspannungen noch da sind.

Nachmittags geht es in den Garten. Weiterlesen

#12von12 im September

Gestern war Kinderparty bei uns. Ich starte den Tag also damit, die letzten Schleimreste zu entfernen.
Angeblich kann man darin ja baden. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich mal ausprobieren möchte. Aber der Schleimtransport gestern war wirklich der Kracher.

gruener-schleim

Danach geht es weiter mit den Partyresten. Ich esse eine kalte Waffel und der Typ im Gangsta-Hoodie mit Oreo-Cake ist mein Sohn, der ganzjährig ausschließlich T-Shirts trägt, außer es wird heißer als dreißig Grad, da muss es gefütterter Jersey mit Kapuze sein.

gangsta-fruehstueck
Dazu frage ich ihn auf seinen Wunsch in Englisch ab. Der grüne Kackhaufen bei jeder Szene soll übrigens ein Frosch sein.

englischheft
Als beide Kinder auf dem Weg in die Schule sind, breche ich auch auf. Ich habe einen Arzttermin und gehe anschließend Blut spenden, weil das am gleichen Ort ist. Meine Krankenkasse zahlt nämlich nicht nur Geld fürs Sportabzeichen, sondern auch fürs Blutspenden. Außerdem hat man mir schon einen Brief geschrieben, dass ich doch mal wieder auftauchen soll.

blutspendebrief

Eis, das ist die letzte Weisheit,
jeden Tag ist für mich Eiszeit,
Schokolade und Vanille,
Straciatella, Petersilie,
Erdbeer, Walnuss und Zitrone,
ob mit Sahne oder ohne,
ob es kalt ist oder heiß:
Ganz egal, ich will mein Eis!
(aus Ritter Rost macht Urlaub)

wassereis

Heute wollen wir in den frisch übernommenen Garten und schon mal einen Teil der Laube streichen.
Aber bevor wir loskönnen, muss ich noch einen Satz Tischtennis spielen.

„Aber Du spielst richtig, Mama!“

Gewinnen darf ich aber trotzdem nicht. Es ist etwas verzwickt. Beim Stand von 10:8 für mich müssen drei Bälle aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen wiederholt werden. Kurz bevor ich einen Schiedsrichter fordere, darf ich doch noch den Siegtreffer landen.

tischtennisplatte

Dann können wir tatsächlich doch noch in den Garten fahren.
So sieht die Laube vor unserer Streichaktion aus:

laube-vor-anstrich

Und jetzt ist ein Teil davon schwedenrot:

schwedenrote-laube

Der Sohn merkt an, dass seine Schwester ruhig hätte mitkommen können, immerhin hätte sie ja Kunstschwerpunkt an der Schule, da wäre sie eine große Hilfe gewesen. Ich bin mir da nicht so sicher.
Während der Sohn eine Abschlussrunde auf dem Trampolin hüpft, gieße ich noch meine frisch angepflanzten Stauden.

Ich glaube, ich habe ein grünes Däumchen. Erste gärtnerische Erfolge sind offensichtlich. Disteln gelingen mir schon mal spitzenmäßig.

distelbeet

Zu Hause gibt es noch mal Tränen:

zwiebeln

Die Tochter hat sich allerdings schon wieder beruhigt. Zwischenzeitlich gab es nämlich einen Stromausfall und das W-LAN war weg. Und die Steckdose konnte kein Guthaben auf der Powerbank aufbauen. Glücklicherweise ist jetzt alles wieder online und die drölfzig fantastilliarden Whatsapp-Nachrichten, die währenddessen aufgelaufen sind, können wieder abgerufen werden.

Jetzt will sie erst mal Haare waschen. Irgendwer im Youtube-Universum hat geraten, das alle zwei Tage zu tun. Wenn ich rauskriege, wer das war, werde ich ihn umgehend für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
Allerdings sind ihre Haare gerade fluffig und schön, ich sage also, dass das jetzt gar nicht nötig sei.
Was habe ich getan? Das war das erste Mal, dass sie freiwillig die Haare waschen wollte. Mir soll sofort meine Zunge abfaulen!

Weil sie so erleichtert und glücklich über das wiedererstandene W-Lan ist und ja jetzt Zeit hat, weil sie doch nicht ihre Haare wäscht, hilft mir meine Tochter , das Gemüsemandala für das Abendessen zu dekorieren.

gemuesemandala

„Wenn man Rote Bete und Gorgonzola mag, schmeckt es ganz lecker“, lobt mein Mann den Auflauf, den ich zum Abendessen gekocht habe, um sich im Anschluss eine Waffel in den Toaster zu stecken.

rote-bete-auflauf

Ich mag Rote Bete und Gorgonzola. Und ich mag 12 von 12. Und deshalb schaue ich jetzt noch mal, was andere heute so gemacht haben. Wie immer bei Draußen nur Kännchen.