WiB 15./16. September 2018: Wir machen Musik!


Die Kinder haben den ganzen Morgen mitgeholfen, die Wohnung auf Vordermann zu bringen und freiwillig Vokabeln gelernt haben sie auch, als Belohnung lockte aber auch eine gar zu wundervolle Vorstellung: Ein Nachmittag ohne Eltern und die Controller für die x-Box und das Passwort für das W-LAN würden die auch da lassen.

Auf der Fahrt zu unserem Pärchen-Event überkommt mich allerdings bei folgendem Dialog noch kurz der Gedanken, den Lieblingsmann aus dem fahrenden Auto zu werfen und ein Event nur für mich alleine daraus zu machen.

„Das Anti-Fett-Spray, das ich bei Aldi gekauft habe, ist echt ganz gut.“
„Wofür ist das denn, für die Küche oder für den Bauch?“

Kurz überlege ich, das mit einer Ukulele zu machen, das bei uns im Haushalt gängige Praxis ist, hier zu lesen in einem meiner erfolgreicheren Tweets:

Aber dafür sind wir heute ja nicht nach Taunusstein gefahren, sondern weil ich den Flyer für den Ukulele-Workshop im Musikladen entdeckt hatte, als ich die kaputte Trompetentasche vom Sohn („Ich hab damit nichts zu tun, die ist einfach so kaputt gegangen!“) umtauschen musste und dachte, das wäre vielleicht eine gute Idee.

„Ich bin wegen meiner Frau hier“, behauptet der Lieblingsmann dann dreist bei der Vorstellungsrunde, und erntet ein paar Lacher, dabei war er es, der mich noch mal an den Workshop erinnert hat, als ich den schon längst wieder vergessen hatte.

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So viele Gitarren um uns herum …

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… und ich krieg eine, die zu heiß gewaschen wurde.

Die Runde ist ansonsten sehr lustig: Von der Frau, die sonntags die Gitarre im Kindergottesdienst spielt, über den jungen Mann, der eine Ausbildung zum Theaterpädagogen macht und jetzt endlich mal ein Musikinstrument spielen will bis zum Mittfünfziger, den seine Frau geschickt hat, damit er auf der Ukulele endlich mal was Gescheites spielt und nicht immer nur rumdudelt, ist alles dabei.
Dabei sollte die Frau sich freuen, dass ihr Gatte inzwischen auf der Ukulele rumzupft und nicht mehr auf seinem Dudelsack rumpfeift, den hatte er nämlich vorher.
Besonders mag ich auch die zwei Mädchen, die von ihrem LK-Musiklehrer geschickt wurden und von der eines Vans zum Dirndl trägt, und natürlich die Omi, die jetzt als Rentnerin findet, dass Ukulele spielen vielleicht netter sein könnte als stricken.

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Saxophonarmee

Der Workshop ist wirklich super! Wir können hinterher U2, Bob Marley, Nena und natürlich den Klassiker der Ukulelen-Lektüre „Somewhere over the Rainbow“ auf der Babygitarre spielen UND dazu singen. Fancy!
Zwischendrin gibt es den leckersten Schmandkuchen, den ich jemals gegessen habe.

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Leckerster Mandarinen-Schmandkuchen ever, dilettantisch fotografiert. Der Schokokuchen war auch super.

Ganz günstig war der Kurs dann doch nicht. Insgesamt haben wir 200 Euro bezahlt.
Aber ey, alleine der Kuchen war das wert.
Und wenn man nicht noch eine Ukulele und passende Noten für 150 Euro kauft, geht es auch wieder.
Dann ist es doch nicht teurer als ein Nachmittag im Kino mit Nachos und Getränk.
Aber bei der Ukulele aus dem Tweet von oben fehlt eine Schraube und der Korpus hat das ein oder andere Loch.
Und da ich jetzt angefixt bin, war der Kauf alternativlos.
Allerdings bräuchte für meine linke Hand jetzt neue Fingerspitzen. Die tun nämlich etwas weh wie Sau!

Am Sonntag gibt es nur ein schnelles Frühstück, die Tochter ist da auch schon längst unterwegs zu einem Badmintonspiel und der Sohn spielt später in einer anderen Mannschaft und Halle. Glücklicherweise habe ich heute mit dem Transport nichts zu tun.

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Obstmandala, naturbelassen.

Ich arbeite erst noch ein wenig weil ich am Freitag nicht alles geschafft habe, dann klimpere ich ein bisschen auf meinem neuen Ukulelen-Schätzchen und lese anschließend noch „Muttergefühle 2“ zu Ende.
Ja, Ihr seht richtig, das mache ich auf dem Ergometer. Ich bin so ein Tier!
„Ein Elefant“, würde der Lieblingsmann jetzt sagen. Nein, das lege ich ihm nur in den Mund, er weiß durchaus schon, wann man einen Witz lieber nicht macht. Aber dann mach ich ihn halt. Ich bin da nicht so.

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Falls das der Betriebsarzt sehen sollte: Das Foto ist nur gestellt. Selbstverständlich sitze ich IMMER an einem ergonomisch und nach allen Feng-Shui-Gesetzen ausgerichteten Schreibtisch mit ausreichender Beleuchtung und auf einem ausgesprochen rückenfreundlichen Stuhl. Und natürlich arbeite ich NIE im Schlafanzug.

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Falls der Lieblingsmann das lesen sollte: Selbstverständlich sind das KEINE Kaffeeflecken da auf dem frisch bezogenen Bettlaken. Das war schon so. Und ich war das nicht. Und ich bin auch gar nicht die Frau Sandkuchen.

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Die Mannschaft der Tochter gewinnt ganz glatt, beim Sohn ist es spannender. Er gewinnt heute mit seinem Partner das Doppel, das sie vor wenigen Wochen bei der Bezirksmeisterschaft verloren haben. Leider gibt es dafür keine Goldmedaille wie damals.

„Die Gerechtigkeit hat gesiegt“,

hat der Sohn nach dem Matchpoint gerufen, danach hat der Gegner ihm den Handschlag verweigert.
Klingt jetzt arschig, ist aber nur ein Zitat. Genau das hatte der jetzt beleidigte Handschlagverweigerer bei der letzten Begegnung gerufen.

Hab ich schon erwähnt, dass ich im Oktober Marc-Uwe Kling live sehen werde? Mach ich nämlich, denn ich habe mir heute Tickets für seine Lesung bei der Frankfurter Buchmesse gekauft. Ick freu mir so! Wen treffe ich noch?

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Weil ich heute Nachmittag noch meinen frisch gebackenen Apfelkuchen (Jaha, das habe ich auch noch gemacht mit meinen fünf Armen und drei Hirnen) essen möchte, laufe ich mit dem Lieblingsmann gemütlich eine Runde durch die Fußgängerzone an einem Adventssamstag mit integriertem Weihnachtsmarkt und Auftritt von Ed Sheeran.
So voll ist es gefühlt nämlich im Schlossparkt. Wir müssen einmal sogar stehen bleiben, weil wir nicht weiterkommen.
Was sich von meinem Lauftempo allerdings nicht wesentlich unterscheidet.

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„Mutti, Mutti, ich habe einen Kill gemacht!“, begrüßt mich die Tochter freudig aufgeregt, als wir wieder nach Hause kommen.
Das ist jetzt nicht unbedingt das, was man als Mutter von seinen Kindern hören möchte. „Mutti“ – wie altbacken klingt das denn bitte?
Und natürlich bin ich froh, dass sich die Kinder beim gemeinsamen Fortnite-Spielen nicht gegenseitig umgebracht haben.

Kaffee und Kuchen gibt es bei meinen Eltern.

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Auf dem Heimweg begutachten wir die frisch aufgehängten Wahlplakate für die anstehende Hessenwahl.
Am gruseligsten finden wir einen von der FDP, der sich nicht an die Fotovorgaben der Zentrale gehalten hat und auf seinen Plakaten wahlweise aussieht wie man sich einen Halunken vorstellt oder wie ein epic Photoshop-Fail.
Da fragt man sich schon, wie wohl die Fotos aussahen, die er aussortiert hat.
Vielleicht wurde er aber auch „geprankt“ und jemand hat die Fotos, die an die Druckerei geschickt werden sollten, heimlich ausgetauscht.

Am meisten beeumeln sich der Lieblingsmann und ich allerdings über dieses Wahlplakat:

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„Phantomkommando Arnold Schäfer-Gümbel: Ihr Vollpfosten für Hessen“ – Oder was will uns dieses Plakat sagen?

Am besten ist eindeutig das Plakat von Alexander Winkelmann von der FDP, das Foto hat nämlich der Lieblingsmann gemacht.

Der macht neben tollen Fotos dann auch noch ein wunderbares Abendessen, während der Sohn und ich ein wenig für die Deutscharbeit in der kommenden Woche übe.
Diese Lernerei raubt mir wahnsinnig viel Energie. Meine Akkureserven sinken rapide. Ich freu mich echt auf die nächsten Ferien. Sind glücklicherweise ja schon wieder in zwei Wochen.

Jetzt verlinke ich diese Geschichte erst mal „Geborgen wachsen“, wo man wie jede Woche ganz viele Wochenend-Bilder aller Arten sehen kann.
Dann werde ich versuchen, der Tatort-Handlung doch noch zu folgen und freue mich auf die neue Woche, in der der Lieblingsmann übrigens Geburtstag hat. Juhu!


Facts&Figures:

Den Workshop hat gegeben: David Horn

Hier hat der Workshop stattgefunden und hier habe ich auch die Ukulele gekauft: Die Blasintrumentenschmiede

Aktuelles Buch: Muttergefühle 2 von Rike Drust

Wieder einmal hat mich niemand dazu gezwungen oder mir Geld dafür gezahlt, diese Empfehlungen auszusprechen, das mache ich alles freiwillig und unentgeldlich.

Und hier folgt gleich noch eine Empfehlung:

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