#12von12 im September 2020 + WiB: Von Wäschefarbverläufen, Kleiderkauffails und fragwürdigen Geburtstagsgeschenken


Uiuiui, hier gibt es anscheinend nur noch einmal pro Monat neue Beiträge. Naja, besser als nix und ist ja auch irgwendwie ein verlässlicher Rhythmus. So richtig viel los war hier in den letzten Wochen aber auch nicht. Gefühlt habe ich nur geräumt und sortiert und wieder geräumt und weiter sortiert. Ein bisschen, als würde mir mein innerer Mister Miyagi immer zurufen: „Aufräumen – Sortieren“
Inzwischen habe ich immerhin den ganzen Lego-Star-Wars-Krempel vom Sohn wieder halbwegs komplett zusammengepuzzelt und in Kisten auf dem Speicher verpackt.
Da das ehemalige Zimmer vom Sohn und jetzige Yogaraum nun recht leer ist, soll es dieses Wochenende auch mal ein wenig gemütlicher werden. Gerade ist es einfach nur kahl.

Aber erst mal muss der Hausarbeitskreislauf starten: Erst die Kaffeemaschine, dann die Spülmaschine und schließlich die erste von x Maschinen Wäsche.

Obwohl es draußen vor allem in unserer Gegend noch lustig vor sich hincoronat gibt es in der Schule wieder Präsenzunterricht. Das heißt, es werden wieder Arbeiten geschrieben. Juhu!

Beim Aufräumen habe ich ein tolles Blatt mit allen English-Tenses gefunden, das kopiert und jetzt werden die Blätter laminiert. Die Kinder werden ausflippen vor Freude, wenn ich ihnen das gleich schenke!

Anscheinend teilen die Kinder meine Freude über dieses fabelhafte Englischblatt nicht. „Ah, hmm. Ja, echt super …“ begleitet von einem gequälten Lächeln. Ich find’s super, dann kann ich gleich meine Englisch-Hausaufgaben machen. Den Kindern habe ich das Hausaufgaben-Blatt auch ausgedruckt und weil mein Englischlehrer so gerne englischlehrert und korrigiert, dürfen sie ihm ihre Ergebnisse zur Korrektur schicken. Waren sie auch ganz begeistert von.
Die Streber-Tochter hat es sogar schon fertig. Vor mir! Und ganz ohne das Zeiten-Übersichtsblatt.

Inzwischen muss die erste Ladung Wäsche aufgehängt werden. Ihr hängt Wäsche doch auch immer im Farbverlauf auf, oder?

Meine Nichte feiert morgen ihren fünften Geburtstag und hat sich Chucky, die Mörderpuppe gewünscht.

Könnte man zumindest meinen, wenn man das Cry-Baby zum ersten Mal sieht. Beim zweiten und dritten Mal ist es auch nicht besser und noch schlimmer wird es, wenn man den Schnuller reinstopft und wieder rauszieht. Dann fängt es nämlich an zu heulen.
Ich glaube mit dem Geschenk bin ich mit meiner Schwester, der Mutter des Cry-Baby-Fans, quitt. Diese furchtbare Puppe wiegt alle blinkenden und lärmenden Plastikschrottgeschenke, die sie meinen Kindern gemacht hat, wieder auf.
Habe ich schon erwähnt, dass ich dazu noch ein pädagogisch wertvolles Anarcho-Olchi-Buch schenke. Hihihi! Wer mich als Schwester hat, …

Die nächsten beiden Wochenenden sind wir auf Hochzeiten eingeladen. Gestern habe ich mir dafür ein neues Kleid gekauft. Weil das weder die Tochter noch der Lieblingsmann tragbar finden, fahre ich noch schnell in die Stadt, um nach einem neuen zu schauen.
„Ne, ich komm nicht mit. Aber Du kannst mir ja Fotos schicken, dann kommentier ich das“, bietet mir die selbsternannte Style-Sherrif-Tochter gönnerhaft an.
„Versteh ich, dann kannst Du Dich ja in der Zwischenzeit um einen Praktikumsplatz kümmern“, zicke ich zurück. Nach den Herbstferien ist nämlich Betriebspraktikum und Madame hat noch keinen Platz. Vielleicht hätte sie versuchen sollen einen Praktikumsplatz bei Outfittery und nicht bei P&C zu bekommen. Naja.
So kann ich immerhin mit dem Fahrrad fahren.
In der Stadt ist es so voll, als hätte man da noch nie was von Corona gehört. Das erklärt vielleicht die Fallzahlen in Wiesbaden

Eigentlich hätte ich nach zehn Minuten fertig sein können, ich nehme nämlich das erste Kleid, das ich anprobiere. Allerdings natürlich nicht, ohne vorher noch hundert andere Kleider in fünf anderen Läden anprobiert zu haben. Iss klar. Jetzt weiß ich dafür aber, dass das das beste Kleid für mich in der ganzen Stadt ist.


„Jedes Kleid, das Du anhattest war besser als das, was Du Dir gestern gekauft hast“, kommentiert der Lieblingsmann am Telefon meine Kleiderauswahl. Ich hatte nämlich Fotos zur Beratung in den Family-Chat in Whatsapp gestellt.
Anscheinend habe ich auch telefoniert, zumindest legt das der Chat-Verlauf mit der Tochter nahe.

Zuhause warten schon die Kaninchen auf mich, das weiße Kaninchen guckt schon mal, was es heute zum Abendessen gibt.

Spoiler: das gleiche wie immer. Inzwischen hat das weiße Kaninchen übrigens ein eigenes Namensschild bekommen. Wohnt ja auch erst zwei Jahre hier.

Nach einem dezenten Hinweis kümmert sich der Lieblingsmann ums Abendessen und ich räume weiter im Haus herum.

Eigentlich wollen der Lieblingsmann und ich einen Film schauen, aber Netflix ist schon von einem der Kinder belegt und alles, was wir auf Prime finden ist uns zu lang. Mit uns zusammen wollen die Kinder aber auch nichts machen.
So ist das nämlich, wenn Teenager im Haus sind.

Zack, das waren schon die geforderten 12 Bilder. Wem das langt, der kann ja mal bei Draußen nur Kännchen gucken, was andere so fotografiert haben.
Wer wissen möchte, ob das klappt mit dem gemütlicheren Yogaraum und ob meine Schwester mich für das schreckliche Geschenk tötet, der lese einfach weiter, denn hier geht es jetzt weiter mit dem

Sonntag

Die Corona-Entschleunigung ist weit weg, dieser Sonntag hat es in sich: zwei Kinder haben Badminton-Spiele in zwei verschiedenen Mannschaften zu unterschiedlichen Uhrzeiten und müssen da irgendwie hinkommen.
Der Sohn ist ungehalten, er würde nämlich lieber in die Kirche gehen. Ja, richtig gelesen. Seit ein paar Wochen hat hier der Konfi-Unterricht begonnen und bis zur Konfirmation hat er 20 Kirchenbesuche abzusitzen. Die möchte er gerne möglichst schnell hinter sich bringen. Ich bin beeindruckt. Als so zielstrebig ist er bislang nicht in Erscheinung getreten.
Der Lieblingsmann ist auch ungehalten, er hat nämlich heute Fahrdienst, denn ich muss noch eine Schulung, die ich morgen halten werde, vorbereiten.

Dafür bringt der Lieblingsmann auf dem Rückweg Brötchen mit und deckt auch noch den Frühstücks-Tisch. Möglicherweise hatte ich gestern noch einen kleinen Mental-Load-Anfall.

Da, wo letzte Woche noch der Pool stand, steht jetzt das Wartesofa aus dem Fotostudio. Das kommt nämlich jetzt in den Yogaraum. Ist zum Glück nicht so schwer und passt gerade so durchs Treppenhaus.

Dann ist es auch schon Zeit für den Geburtstag. Die Puppe kommt beim Geburtstagskind super an und meine Schwester ist kurz entsetzt als ihr klar wird, dass das Ding Geräusche macht. Das war ihr wohl irgendwie nicht bewusst als sie mich mit dem Geschenk beauftragt hat. Aber ich lebe noch.
Auch wenn Chucky auf dem Foto unten ganz schön nah am Messer sitzt.

Aber das eigentliche Top-Geschenk bekommt die kleine Schwester:

So niedlich, wie die Kleine mit ihren Schuhen durch den Garten stöckelt. Praktischerweise muss man sie jetzt auch gar nicht mehr im Auge behalten, man hört sie jetzt immer. Jetzt noch eine passende Handtasche und die GNTM-Staffel 2035 kann kommen!

Zum Abendessen gibt es einen Burger-Baukasten. Heute mal mit den Beyond-Meet-Burgern. Mir schmecken sie echt gut und sogar der Lieblingsmann und die Tochter probieren und stimmen mir zu. Keine Ahnung, was da alles so drin ist, aber immerhin ist es kein Tier.

Zum Abschluss hatte ich ja noch die Auflösung zum Yogaraum versprochen. Bitteschön, sieht doch schon ein bisschen gemütlicher aus:

Endlich bekommen unsere Souvenir-Magnete mal einen würdigen Platz!

So, das war dann jetzt der Sonntag. Wir sehen uns dann in einem Monat wieder, so wie es aussieht.
Wer so lange nicht weiß, was er machen soll, kann ja mal zu den Großen Köpfen rüber hüpfen, da treffen sich wie immer die Blogger zum Wochenende in Bildern.

Hier kam gerade noch eine Corona-Meldung aus der Schule rein, mal schauen wie sich das so entwickelt, die Einschläge kommen gefühlt näher. Wie dem auch sei: Bleibt gesund!

2 Gedanken zu „#12von12 im September 2020 + WiB: Von Wäschefarbverläufen, Kleiderkauffails und fragwürdigen Geburtstagsgeschenken

  1. lilawundersterne

    Als ich es gestern in die Stadt wagte, dachte ich erst, ich mach Fotos für WiB. Da ich aber ahnte, dass sich das auf Fotos von Samstag begrenzen würde, habe ich es sein lassen. Das gestern der 12. war, hatte ich leider nicht auf dem Schirm.

    Allerdings hatte ich, wie Du, auch den Eindruck, dass die Stadt megavoll war und man von Corona wenig merkte 😦

    LG Alex

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