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#WiB 24./25. Juni 2017: Bloggerfrühstück, Aufräumwahn und Gartenzeit

Samstagmorgen heißt Joggingschuhe an die Füße und ab in den Park. Das Wetter ist herrlich dafür, endlich geht mal wieder ein wenig Luft.
Ich bin gut drauf und überhole vier Walker und drei Reiter. Die schwirren hier nämlich heute auch rum, da ein kleines Turnier veranstaltet wird.

pferde-im-schlosspark

„Das sind Bibi und Tina, auf Amadeus und Sabrina …“ Ihr Ohrwurm für’s Wochenende – Bitte, gerne!

Auf dem Heimweg erledige ich schnell noch den Wochenendeinkauf

apfelringe
Obst – so wichtig!

Die sind der letzte Dekoschliff für das Pubertäterinnenzimmer. Die Tochter weilt nämlich aktuell auf Konfifreizeit und weil ich mich vor ihrer Abreise aus verschiedenen Gründen über sie geärgert habe, habe ich meine letzten zwei arbeitsfreien Tage damit verbracht, ihr Zimmer aufzuräumen, damit sie sich ärgert.
Wenn ich das so lese, finde ich auch, dass das sehr, sehr merkwürdig klingt.
Aber nun gut.
Auf jeden Fall war das eine Herkulesaufgabe!
Immer wenn ich dachte „Jetzt ist aber alles aufgeräumt“, habe ich eine Schublade aufgezogen oder unter ein Regal geschaut und noch eine Pfandflasche, eine Socke und ein Haargummi gefunden.
Ich gebe ihr und dem Zimmer fünfzehn Minuten, vielleicht auch zwanzig.

 

instagram-jugendzimmer

Da wir nachmittags mit meiner Familie im Garten verabredet sind, backe ich schnell noch ein paar Muffins. Dr. Oetker hilft mir netterweise dabei.
Und damit das keiner merkt, schnippel ich noch eine olle Banane in den Teig und verwende andere Muffinförmchen als die, die bei der Backmischung dabei sind.
Ich Fuchs!
Und weil wir gerade bei Tricks sind, hier noch einer aus Frau Sandkuchens Haushaltstrickkiste: zum Teigportionieren verwende ich immer einen Eislöffel. Das gibt keine Sauerei und es bleibt hinterher mehr Teig zum Ausschlecken übrig als wenn man das mit einem Teigschaber macht.

schokomuffins

Dummerweise brauchen die Muffins in der Bananenvariante länger zum Backen. Ich muss mich also sputen, da ich zum Rhein-Main-Bloggerfrühstück verabredet bin.
Ich fahre mit dem Fahrrad, da ich mein neues Auto erst am Montag abholen kann.

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Wiesbadens Fußgängerzone. Mit Wasserspiel, aber ansonsten allen Geschäften, die es auch in anderen Fußgängerzonen gibt.

Es ist wieder total nett mit Frau Masulzke, auf die ich mich sehr, sehr gefreut hatte, und ich lerne Melanie von Einfach Rheingau kennen und unterhalte mich mit Sabine von Ordnungsliebe über die Zimmer unserer Töchter und die Frage, warum Teenager-Mädchen Nasenspray horten und Bibis-Beauty-Produkte bevorzugen.
Ob es da einen Zusammenhang gibt?

birchermuesli-bloggerbreakfast

Schöner konnte ich mein Birchermüesli nicht fürs Foto arrangieren. Da ist Luft nach oben.

Dann muss ich auch schon wieder los, die Tochter abholen, die vom Konfikamp zurückkommt. Ich bin fast pünktlich und erwische sie kurz vor der Ankunft zu Hause.
Anscheinend war das Kamp in Sibirien, sie trägt Hoodie und Winterjacke.

konfikampsurviver

Konfikamp-Survivor

Erstaunlicherweise freut sie sich darüber, dass ihr Zimmer aufgeräumt ist.

 

Dann singt sie mir noch das Konfikamplied vor. Mich irritiert die Zeile
„Wir sind happy und voll“,
danach geht das Lied glücklicherweise weiter mit „Energie und freuen uns blablablaba“.

Als Souvenir hat die Tochter noch einen Ohrenkneifer im Gepäck und ist nicht sonderlich erfreut, dass es nachmittags in den Garten gehen soll.

„Ich hatte jetzt drei Tage Natur. Das reicht ja wohl erst mal, oder?“

Wir müssen aber erst noch mal ins Möbelhaus fahren. Ich hatte nämlich nicht nur das Zimmer aufgeräumt, sondern auch noch einen Sitzsack für die Tochter besorgt, in der Hoffnung, dass ihr Leben künftig nicht mehr ausschließlich im Hochbett stattfindet.
Es war doch sehr lästig, dort den ganzen Müll zu entsorgen.
Was ich damit sagen möchte ist, dass es natürlich total fies und unfair ist, dass die Tochter einen Sitzsack bekommt und das Geschwisterkind nicht.
Also auf ins Möbelhaus, das gar nicht Müllmax heißt, wie ich immer in der Radiowerbung verstehe, sondern Mömax.
Der Verkäufer von gestern Abend hat wieder Dienst und besorgt uns ruckizucki ein zweites Exemplar „Noch ein Cortona und wieder schwarz?“ und alle sind glücklich.

sitzsack

Im Garten gibt es dann endlich die Muffins.

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Die Stachelbeeren sind jetzt richtig reif und lecker.

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Und weil es nie kitschig genug sein kann, mache ich mir auch noch einen Regenbogen.

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Regenbogen. Ohne Topf mit Gold am Ende, dafür mit vertrocknetem Lavendel

Der Lieblingsmann ist nicht dabei, weil er sich mit seiner alten Band Mannschaft zum Grillen trifft.
„Das Treffen ist ohne Anhang“, hatte er mir vorher bedauernd verkündet.
Allerdings wurde das Treffen als öffentlicher Post auf Facebook geplant und ich habe diesen auch gesehen, weil mein Mann kommentiert hatte.
Da stand „Partner und Kinder sind selbstverständlich auch Willkommen.“

Aha. Nicht, dass ich da hätte mitkommen wollen, aber dieses Wissen wird mir sicherlich noch wertvolle Dienste erweisen …

Zum Abendessen koche ich mit der Tochter zusammen Tortilla. Wir tanzen dabei und haben viel Spaß. Ich wusste gar nicht, dass das geht.

tortilla

Der Sohn feiert derweil Wiedersehen mit dem i-pad nach einwöchiger Abstinenz wegen irgendwelcher Vergehen, an die ich mich schon gar nicht mehr erinnere, und fragt Siri Löcher in den virtuellen Bauch.
Dann lässt er seine Freundin Siri noch ein Liedchen singen (sie wählt „Alle meine Entchen“) und eine Geschichte erzählen („Vor langer, langer Zeit in einer weit entfernten virtuellen Galaxie, da lebte eine Siri, die von den Leuten immer komische Sachen gefragt wurde …“).
Schließlich übt er noch ein wenig Mathe mit Siri. Sie kann alle Fragen beantworten und sogar seine komischen Zahlen wie Dreißigtausendmillionen richtig umrechnen.
Da behaupte noch mal einer, Mädchen könnten kein Mathe!

Sonntag

Ich hatte mir ein schönes Frühstück mit allem Pipapo gewünscht, das ich nicht selbst machen muss. Vermutlich wäre es hilfreich gewesen, wenn ich das auch irgendjemandem außer mir selbst mitgeteilt hätte.
Also mache ich ein schönes Frühstück mit allem Pipapo. Immerhin besorgt mein Mann die Brötchen.

wochenendfruehstueck-mit-pipapo

Während ich langweilige Sachen am Computer mache, räumen die Jungs endlich mal die aussortierten Sachen auf den Speicher

geruempel-fuer-den-speicher

Und immer wieder mal kommt jemand zum Klavier üben ins Wohnzimmer. Freiwillig. Aber schließlich ist morgen ja auch Vorspiel.

Der Lieblingsmann spielt derweil ein wenig Gitarre. „Kann man das erkennen?“
„Öh, mhm, Du weißt doch, wie schlecht ich darin bin, mir Songtitel zu merken. Aber das ist doch von dem, der wo, weißt Du, hat der nicht auch, und zusammen mit. Ich koch mal Reis.“
Wer sagt’s ihm?

gitarrenboy

Ich schaffe es tatsächlich, ein Brotkörbchen für den Garten zu nähen. Da die Kinder da eh nie mit hin wollen, reicht es ja auch von der Größe.

utensilo

Was ich nicht schaffe, ist die Erdbeermarmelade zu etikettieren. Aber das war ja eh klar. Eine Woche Stehzeit ist ja noch gar nichts.

erdbeermarmeladenglaeser

Call me Schwerkraftbezwinger. Magic Marmelade (ja, ich weiß, das heißt Jam, aber dann wäre die Alliteration futsch)

Bei Opa und Oma gibt es Kaffee und überbackene Nudeln. Was man halt so macht und isst, sonntags um halb fünf.

kaffee-und-lasagne

Und jetzt wird hier noch gegrillt und Tatort oder Netflix geschaut. Das Zimmer meiner Tochter ist übrigens immer noch aufgeräumt.
Morgen hole ich mein neues Auto ab. Ich freu mich schon total!

Weitere Wochenenden in Bildern gibt es wie jede Woche auf Geborgen wachsen. Schaut doch mal dort vorbei.

Habt einen guten Start in die Woche.