#12von12 im März 2019: Arbeit, Bullshitbingo, keine Currywurst und Ukulele


Heute führt mich mein Weg zur Arbeit nicht wie üblich nach Frankfurt, sondern nach „Dribb de Bach“ oder die „Ebsch Seit“. Manch einer sagt auch Mainz dazu.
Ich hatte kurz überlegt mit dem Fahrrad zu fahren, wäre rückblickend wahrscheinlich sogar schneller gewesen, die Parkplatzsituation erweist sich nämlich als etwas chaotisch.

Heute ist nämlich Salesforce Basecamp und da ich ja hauptberuflich Kollegen zeigen, wie man dieses Programm bedient, bin ich vor Ort um mir Anregungen zu holen und zu netzwerken.

salesforce-basecamp-mainz-19

Es ist ein wenig surreal, groß und laut, wie so oft, wenn ein amerikanisches Unternehmen seine Finger im Spiel hat.

Mit Kaffee in der Hand setze ich mich erst mal in den Keynote-Room. Zum Ankommen spielen die Sängerin von Jennifer Rostock und ein Gitarrist zwei Lieder. „Guten Abend„, begrüßt sie uns drei Nasen, die jetzt schon da sitzen und sich nicht gerade über das Frühstücksbuffet hermachen. Ja, das Leben als Musiker ist nicht immer so glamourös, wie man sich das gerne vorstellen möchte.

jennifer-rostock

Dann fotobombt auch noch Einstein das zweite Lied. Großen Respekt für Jennifer, dass sie da nicht vor Lachen vom Hocker gefallen ist.

einstein-photobomb

Anschließend sinniert noch der von mir geschätzte Poetry-Slammer Jey Jey Glünderling über Schach und kommt zu dem Schluss, dass es sich dabei um ein wahnsinnig gefährliches Kriegsspiel handelt, und ich träume mich ein wenig in meine Schulzeit zurück. Das lässt die Nerdy-Jungs, die mit mir in der Schach-AG waren, in einem ganz anderen Licht erscheinen.

jay-jay-gluenderling

Spätestens als die Rhein-Main-Salesforce-Chefin anfängt, auf der Bühne Waffeln zu backen, denke ich, ich könnte Probleme bekommen, meinem Chef (der hier manchmal mitliest) das hier als ernst zu nehmende Dienstreise zu verkaufen, aber der ist ja selbst da.

Ein paar Fachbeiträge höre ich mir tatsächlich auch noch an und zum Netzwerken komme ich ebenfalls. Die Sessions werden wie immer von gewaltig vielen Bullshit-Bingo-Floskeln flankiert und ich denke mir: „Gönn Dir, Frau Sandkuchen, jetzt machste auch mal ne Challenge und hast bis zum Ende des Tages mindestens fünf Mal „absolut“ gesagt.

Aber Fotos mache ich von den wirklich wichtigen Dingen: Dem Essen. Hier in der Variante Mittagessen.

mittagessen-salescamp

Sehr vorbildlich ohne Plastik in Bambusschälchen mit ohne Plastikbesteck. Absolut.

mittagessen-bambusschale

Nachmittags wird noch ein wenig am Lagerfeuer philosophiert mit irgendeinem Philosophen, dessen Namen mir nichts sagt.
Ich überlege kurz, ihm hinterher die Hand zu schütteln und zu sagen: „Sehr inspirierend, Herr Precht.
Aber im Gegensatz zu meinem Sohn denke ich mir so was immer nur und tu es nicht.

lagerfeuergespraech

Prof. Dr. Markus Gabriel: Entwirft das Gesellschaftsmodell der Zukunft.

fake-feuer

Das hier sollte eine Currywurst sein, aber ich habe keine Lust, mich in die langen Schlangen zu stellen und so gibt es nur noch Kartoffel mit Quark. Dabei verpasse ich gleich noch mit meinem Kollegen zusammen, den neuen Audi etron Probe zu fahren. Selber fahren kann ich auch nicht, weil mein Führerschein zuhause liegt. Läuft nicht bei mir. Absolut. Und absolut hab ich auch noch nicht ausreichend sagen können.

keine-currywurst

Dann muss ich mich entscheiden. Eine meiner leichtesten Übungen. Nicht.
Schaue ich mir das Konzert von Jan Delay an, der hier zum Abschluss auch noch auftritt oder gehe ich zum Ukulelenkurs?

jan-delay-ankuendigung

Es gewinnt (hier bitte Trommelwirbel denken):

Der Ukulelenkurs.
Jan Delay habe ich schon mal live gesehen. Leicht fällt mir die Entscheidung trotzdem nicht. Sorry, Jan. Absolut.

Heute lernen wir ein Geburtstagsmedley. Jetzt habe ich noch bis September Zeit, dass das richtig sitzt.

ukulelenkurs

Alles in allem ein sehr schöner Tag, auch wenn die Currywurst gefehlt hat, gekrönt wird er noch von einem Gläschen Wein mit Lieblingsmann, Oliven und einer Folge Mrs. Maisel.

Was andere an diesem 12. März 2019 so gemacht haben, kann man wie immer nachlesen bei Draußen nur Kännchen.
Habt es fein! Absolut.

Mein Senf dazu

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