#12von12: Office-Office im Mai 2020


Man munkelt, es hätte hier auf diesem Blog auch irgendwann mal 12von12 gegeben. Das wo Blogger am 12. eines Monats 12 Bilder posten und das dann bei Draußen nur Kännchen verlinken.
Seien wir gespannt, ob es mir tatsächlich gelingt, 12 Bilder zu finden, die den Tag beschreiben.

Nachdem mir im Home-Office der Rücken immer mehr zu schaffen gemacht und ich keine Lust mehr hatte, mich mit den Kindern nachmittags um Breitband-Internet-Anteile zu streiten und Schnick-Schnack-Schnuck zu spielen, ob meine Videokonferenz jetzt ihre Mandalorian-Folge oder Fortnite-Turnier (da kann ich 10.000 Euro gewinnen! Verdienst Du so viel an einem Nachmittag?) schlägt, habe ich mir seit letzter Woche angewöhnt, einige Tage der Woche eine völlig verrückte Sache auszuprobieren: Office-Office.
Ich lasse also meine Home-Office-Ausrüstung in der Ecke stehen und fahre nach Frankfurt ins Büro.

monitor-im-eck

Vorher füttere ich aber noch die Kaninchen.

zwei-kaninchen

Wir sind sogar zu dritt heute im Büro, den anderen wird auch langsam langweilig in ihrer Einsiedelei oder der Partner hat schon den besten Home-Office-Platz in Beschlag genommen.

office-office

„Modellierung des Kostenmodells als Antagonist des Erlösmodells“ Ach, nen Kostenvoranschlag wollen Sie?

Masken-Outfit of the day im Spiegel-Selfie:

maskenspiegelselfie

Gerade noch ein abgelegter Schlafanzug, jetzt schon auf unserer Showbühne: The masked Office-Officer

In der Kantine darf man inzwischen nicht mehr essen, man kann sich dort nur noch Essen abholen und muss es dann am Platz essen. Natürlich klappt das nur, wenn man es schafft, das Essen und Besteck von dem ganzen fiesen Folienzeug zu befreien.

foliertes-essen

Immerhin funktioniert die Kaffeemaschine.

maschienenkaffee

Und wenn man gar keine Ideen hat, dann postet man halt ein Kaffeefoto bei den 12von12.

Homeschooling in Coronazeiten bedeutet bei uns in fast allen Fächern, man bekommt eine Aufgabe ins Moodle gestellt und einen Termin genannt, zu dem man die bearbeitete Aufgabe wieder zurück ins Moodle lädt. Inzwischen läuft das fast einheitlich, nur wenige Lehrer sind noch auf der Suche nach dem Knopf, mit dem man die Abgabe freischaltet. Denen kann man die Aufgaben dann per E-Mail, Post, Brieftaube oder reitendem Boten schicken. Oder gar nicht. Ist ja eh alles egal.
Videokonferenzen gibt es keine, persönliche Ansprache wenig, Feedback zu eingereichten Aufgaben so gut wie gar keins. Immerhin hat letzte Woche mal der Klassenlehrer der Tochter angerufen. Als ich mit dem Telefon in der Hand das Zimmer der Tochter betreten habe, hat die zwar komische Gesten mit ihren Händen am Hals gemacht und so merkwürdig mit den Augen gerollt, dann hat sie aber doch ganz freundlich mit ihm telefoniert und sich gefreut. Es könnte doch so einfach sein.
Meine Motivation, die Kinder anzutreiben, ihre Aufgaben zu erledigen, sinkt auch proportional zum Anteil der eingereichten Aufgaben, auf die man nie ein Feedback zurückbekommt.

Heute ist es dann aber endlich so weit: Die Tochter hat die Chemie-Hausaufgabe gewonnen!
„Deine Hausaufgabe zu dem Salzmodell hat mir am allerbesten von allen Hausaufgaben gefallen, sehr kreativ und toll dargestellt! Vielen Dank!“

Was bisher geschah: Die Tochter hatte letzte Woche ein Salzmodell aus Knete und Zahnstochern gebastelt und die Entstehung in einem Stop-Motion-Film festgehalten.
Da wir keine Knete hatten, hat sie erst mal welche aus Mehl, Salz und Öl zusammengerührt und eingefärbt. Allein für die ideale Farbmischung hat sie fast eine Stunde gebraucht. Der erste Versuch krachte nach Fertigstellung der zweiten Etage ein und der zweite Versuch endete trotz massivem Einsatz der Heißklebepistole so:

„Ich mach das nicht noch mal! Das geht doch gar nicht! Jetzt habe ich vier Stunden an dem Schwachsinn gesessen und am Ende schaut die sich das gar nicht an, weil nur Stichproben der eingereichten Aufgaben angeschaut werden.“
Dann hat sich die Tochter aber die Aufgabenstellung noch mal genau durchgelesen und festgestellt, dass man nur zwei Etagen Gitter basteln soll, den Film gekürzt und eingereicht. Et voilá!

Heute ist insgesamt ein guter Tag für die Tochter.
Die Hose, die wir vor zwei Wochen bestellt haben, ist geliefert worden.
Schön luftig für den Sommer.

hollister-lumpen-hose

Und noch was ist gekommen: Die Sommersprossen, die sie sich gestern mit Hilfe von Zahnstocher und Selbstbräuner ins Gesicht getupft hatte, sind über Nacht erschienen. Sieht gar nicht so schlimm aus. Gestern Abend waren nur die auf der Stirn zu sehen, das sah dann eher aus wie Ausschlag.
Aber lieber Selbstbräuner-Versuche als Selbst-Tattoo-Versuche, das hat nämlich schon eine Freundin der Tochter gemacht.

Langsam wird es eng mit den Fotos des Tages. Ich hätte hier noch meine selbstgezogenen Tomatenpflänzchen, die anscheinend „Oskar-Mazerath-Tomaten“ sind, sie haben nämlich seit einiger Zeit das Wachstum eingestellt.

tomatenanzucht

Ich hätte Euch ja gerne ein Foto vom Corona-Test vom Lieblingsmann gezeigt, der musste nämlich heute antreten. Er möchte sich nämlich gerne vom Arzt durchchecken lassen, dafür braucht er als Einlasskarte allerdings eine Unbedenklichkeitsbestätigung in Form eines negativen Coronatests. Verrückt. Aber vermutlich auch richtig so.

Während ich das hier schreibe, sitze ich übrigens in meinem Bett und nasche von meiner Angeber-Muttertags-Merci-Packung.

merci-packung

10 ist ja auch das neue 12, habe ich gehört. Und wem diese zehn Bilder nicht reichen, der kann ja mal bei Draußen nur Kännchen vorbeischauenoder mein letztes Wochenende in Bildern anschauen, das hat bestimmt auch noch keiner gelesen, habe ich nämlich gerade eben erst veröffentlicht.

So, jetzt noch schnell Abendbrot und dann einen Film gucken, den der Sohn auf keinen Fall mitgucken würde. So wie gestern „Dirty Dancing“.
Vielleicht „Vom Winde verweht“ oder doch lieber „West Side Story“?

2 Gedanken zu „#12von12: Office-Office im Mai 2020

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