Kennst Du das Land


playmobil-funparkSicherlich hätte Goethe sein Gedicht anders aufgezogen, wenn er da gewesen wäre wo wir waren. Wir waren nämlich im gelobten Land – im Playmobil-Land. Oder wie der Fürther sagen würde: im Blemobil-Fannbarrg.
Das war ein wirklich schöner Ausflug. Das Wetter war so richtig schön mies. Ende September, schwülwarm, dafür hat es nur zweimal geregnet. Einmal als wir zuhause losgefahren sind bis zum Mittagessen um 15 Uhr und dann wieder als wir gegen 17 Uhr nach Hause zurück gefahren sind. Naja. Sind ja nur 250 Kilometer die notorisch baustellenverseuchte  und mit Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg gespickte A3 lang.
Die Kinder haben die Fahrt erstaunlich gut verkraftet. Normalerweise kommt ungefähr an der ersten Ausfahrt an der Autobahn die Frage „Sind wir endlich da?“ Doch diesmal: Ruhe. Und das, obwohl sie ihre Handys zuhause gelassen hatten.
Aber ich bereite längere Autofahrten auch immer gewissenhaft vor. Thematisch passend zum Thema Playmobil – weil auch Relikte aus unserer Jugend – haben wir TKKG gehört. Ich hatte diese Geschichten zwar gar nicht so betulich in Erinnerung und damals hieß das T auch noch Tarzan und nicht Tim, aber naja. Weil der blöde CD-Player die Scheibe nicht mehr hergeben wollte, haben wir die Story gleich drei oder viermal gehört – eben auch wie früher. Warum stören sich Kinder eigentlich nicht daran?
Die können die gleiche CD hundertmal hintereinander hören und es ist ihnen immer noch nicht langweilig. Aber andererseits auch nur konsequent. Ich kann ihnen ja auch hundertmal erzählen, dass sie das Licht ausmachen sollen, wenn sie einen Raum verlassen und sie schauen einen jedes Mal an, als wär‘ es das erste was sie hören.
Aber zurück zum Playmobil-Land. Das miese Wetter erwies sich tatsächlich als Vorteil, denn es war total leer in diesem Freizeitpark. Wir waren letztes Jahr im Legoland. Da war das Wetter super. Die Warteschlangen vor den Attraktionen allerdings auch. Super lang. Und wenn man es endlich in irgendetwas hineingeschafft hat, ohne vorher aufgegeben zu haben, weil einem das Schild am Rand gesagt hat, dass man ab hier nur noch 90 Minuten warten müsse, war es superschnell auch schon wieder vorbei. Mal was mit Lego spielen? Super Fehlanzeige. Kein Wunder, dass in „Lego – The Movie“ ständig gesungen wird „Hier ist alles super“.
Aber nochmal zurück zum Playmobilland. Fritz war total begeistert davon, dass hier alles aus seinem Lieblings-Werkstoff gefertigt war, nämlich aus Playmobil. Nicht etwa aus Plastich (er weigert sich, Plastik zu sagen), nein alles aus 1-A-Playmobil. Sogar die Teller waren aus Playmobil. Das Essen glücklicherweise nicht.
Der kleine Kerl ist immer ganz aufgeregt,  wenn ihm irgendetwas besonders gut gefällt. Dann rennt er in der Gegend herum wie ein Eichhörnchen auf Speed und schreit „Komm‘ schnell. Wir müssen dahin.“ Und kaum angekommen, entdeckt er schon die nächste Attraktion und schreit eine Oktave höher „Komm‘ schnell, wir müssen dahin.“ Irgendwann wird er dann wieder leiser, weil er vor lauter Aufregung und um nicht zu hyperventilieren, an seinen Nägeln kaut und dadurch seinen Mund am Schreien hindert.
Lina hat es aber auch sehr gut gefallen. Ihr Ausdruck der Begeisterung gipfelte in dem Ausspruch: „Ich hätte nicht gedacht, dass das auch was für Kinder ist.“
Die trockene Phase des Tages mit leichten Anflügen von Sonnenschein, haben wir dann gut geschützt in der großen Halle verbracht, in der das aktuelle Playmobil-Sortiment zum freien Spielen aufgebaut ist. Durch die Glasdach-Konstruktion herrschten hier Temperaturen wie im Tropenhaus eines Zoos, so dass uns schnell in unseren nassen Klamotten wieder warm wurde. Die trockenen Wechselklamotten hatten wir ja geschickter Weise im Auto gelassen.
Erstaunlicherweise haben die Kinder im Shop am Ausgang noch etwas gefunden, was sie noch nicht haben. Zurück in unserem own private Playmobilland überlege ich jetzt, ob ich nicht auch ein paar Studenten beschäftigen sollte, die abends immer wieder alles zusammenräumen und dekorieren. Dürfen auch echt sein und nicht aus Playmobil.

Ein Gedanke zu „Kennst Du das Land

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