#12von12 im Januar 2017: Scherben bringen vielleicht Glück, machen aber erst mal Arbeit.


Christo ist auf unserem Hof vorbeigekommen und hat den Kaninchenstall eingewickelt in Pappe und eine furchtbar hässliche Pepita-Kunstfaserdecke.
Ach nein, es war die Oma, die nicht von ihrer Meinung abzubringen ist, dass die armen Tierchen frieren. Weshalb sie ihnen auch immer die dreifache Portion Futter gibt, aber das ist ein anderes Thema.

verpackter-kaninchenstall

Als ich mich durch die Verpackung gewühlt habe, bekomme ich einen Schreck.
Beim Durchzählen fehlt auf, dass eines der beiden Kaninchen fehlt. Ich suche den ganzen Stall ab, aber es ist immer nur Manuel Neuer, der genüsslich die Möhrenschalen knabbert. Während ich fieberhaft überlege, wie ich das bloß meiner Tochter beibringen soll, taucht die schwarze Feder doch noch in der Dunkelheit auf dem Stalldach auf. Offensichtlich ist das Tier in einer ganz im Freien verbrachten Nacht nicht erfroren.
Soviel dazu, liebste Schwiegermutter!

feder-auf-dem-dach

Neues Jahr, neue Figur lautet mein Entschluss: Es müssen ein paar Kilos weichen, da mich mein Rücken zwickt und ich dringend mehr Sport machen muss. Das geht aber besser, wenn ein paar Kilos weg sind. Ein Teufelskreis!
Deswegen mache ich nach zehnjähriger Abstinenz mal wieder eine Kohlsuppendiät.
Heute ist Bananentag. Deswegen gibt es zum Frühstück ein wenig Quark mit Bananen.

bananenquark

sieht zwar aus wie schon mal gegessen, oder als sollte man sich das besser ins Gesicht schmieren, schmeckt aber lecker

Und natürlich ein neues falsch zugeordnetes Zitat aus dem falschen Kalender

falscher-kalender

Das schönste an diesem Kalender ist neben den Zitaten die Tatsache, dass es hier nur Samstage und Sonntage gibt.

Heute gebe ich den ganzen Tag eine Schulung. Die Kollegen haben Glück, der Bananenquark hat tatsächlich ausreichend gesättigt, so dass ich keine schlechte Laune habe, die ich an ihnen auslassen müsste.

Zum Mittagessen gibt es dann meine erste Portion Kohlsuppe des Tages. Erstaunlicherweise ist sie mir dieses Mal so gut gelungen, dass ich sie auch am vierten Tag noch essen mag. Die letzten zwei Diätversuch-Male hing sie mir schon am ersten Tag zum Hals heraus und ich fand mich dann plötzlich doch so schlank und gut aussehend, dass ich fand, dass es Zeit ist, die Diät wieder zu beenden.

kohlsuppe

Den Rest meiner Pause nutze ich, um die Magnetwörter auszuprobieren, die ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.

magnetwoerter

Wir kommen schneller als gedacht mit dem Schulungskram durch und ich schaffe es wider Erwarten tatsächlich, das Büro zu verlassen, solange es noch hell ist

Also so hell, wie es diesem Tag heute möglich war, meine ich natürlich.

Zuhause hat mir mein Mann im Eingang zum Schlafzimmer eine Falle gestellt. Vermutlich hat er gehofft, dass ich die im Weg stehende Wäschekiste leer räume, um zum Bett zu gelangen. Aber da ich ja nach vier Tagen Kohlsuppe schon superschlank bin, zwänge ich mich einfach durch die verbliebene Ritze. Hihihi!

waeschekorb

Im Bett angekommen, schmökere ich ein wenig im Judith-Buch meines lieben Blogger-Kollegen Christian Hanne, besser bekannt als Mister Familienbetrieb, dem grandiosen und allseits beliebten Erfinder der Familientweets.
Ich bin zwar ein wenig beleidigt, dass ich nicht automatisch ein anbiederndes Rezensionsexemplar mit persönlicher Widmung des Autors geschickt bekommen habe, wie fast alle anderen Familienblogger.
Aber eigentlich gibt es dafür auch keinen Grund, so fair sollte man sein.

wenns-ein-junge-wird-nennen-wir-es-judith

Obwohl, wenn ich es recht bedenke, maße ich mir an, am Titel mitgewirkt zu haben, da ich in einem Kommentar mal erwähnt habe, dass ein Familienbetrieb gegründet wird und nicht entsteht. Aber naja. Immerhin werde ich in den Danksagungen erwähnt.
Zumindest bilde ich mir das ein, da dort eigentlich fast jedem gedankt wird.

So, genug der eitlen, ichbezogenen Mimimi-Schmähungen: Die ersten Seiten erfüllen schon mal meine Erwartungen und obwohl ich noch gar nicht weit bin, bedaure ich schon, dass das Büchlein nur so dünn ist.
Christian Hannes Schreibstil hat etwas fast britisch subtil Humorvolles und es gelingt ihm fulminant beinahe, sein überdurchschnittliches Bildungsniveau nicht angeberisch in jedem seiner Worte durchschimmern zu lassen.
Ich empfehle an dieser Stelle schon mal den Kauf, muss allerdings erwähnen, dass ICH diejenige bin, der das Christkind das letzte Exemplar der ersten Auflage gebracht hat. Zumindest wurde mir das so kolportiert.

Zum Abendessen gibt es zur Belohnung für den Diättag Bratkartoffeln.

bratkartoffeln-mit-wuerstchen

Natürlich nur für die Kinder.
Für mich gibt es Kohlsuppe, die heute Abend noch ein wenig farbloser wirkt als heute Mittag.

Weil heute so ein langweiliger Tag war, bringe ich noch ein wenig Action in die Bude und schaffe es, eine Porzellan-Butterdose beim Öffnen des Kühlschranks mit Hilfe eines Zirkus-von-Monaco-würdigen Jonglage-Aktes so fallen zu lassen, dass der komplette Küchenboden bedeckt ist. Hübsch, dieser weiß-braun Kontrast.
Naja, vielleicht kann mein Mann das ja noch mit seinem super-duper-Höhle-der-Löwen-blaues-Licht-was-macht-es-?-es-leuchtet- blau Kleber wieder reparieren.

scherben

Währenddessen versucht mein Sohn, die neu angebrachte Verriegelung im Badezimmer mit einer Münze zu knacken.
Was Quatsch ist, da die Verriegelung überhaupt nicht funktioniert.
Vielleicht muss unser Tim Taylor da auch noch mal mit seinem Kleber ran.

einbruchsversuche
Immerhin trägt der Knackikönig dazu stilvoll seinen blauen Bademantel, den er zu Weihnachten geschenkt bekommen hat.
Das beste Geschenk von allen.
Seit Weihnachten trägt er dieses Teil nur noch und fühlt sich dabei in seinen Worten „wie so ein Reicher“.
Für die Schule haben wir Eltern allerdings den Bademantel verboten. Das klappt fast gut.

Vielleicht hat sich ja schon der ein oder andere gefragt, warum hier in letzter Zeit so wenig veröffentlicht wurde. Hier ist des Rätsels Lösung:

2000-teile-puzzle.jpg

Aber für das Wochenende habe ich mir fest vorgenommen, mal ein paar meiner Geschichten vorzuplanen.

Allerdings nervt es mich ganz furchtbar, immer so viel Werbung machen zu müssen, dass irgendjemand diese Geschichten liest. Wer mir also einen Gefallen tun möchte, der teilt einfach auf Facebook, Twitter, per Plakatwand, Rauchzeichen, Tattoo oder was auch immer meine Geschichten. Und empfiehlt meine Seite weiter, zum Beispiel auf Facebook, dann kommt vielleicht auch meine Motivation zurück, Geschichten zu veröffentlichen.

Andere erzählen wie immer auf „Draußen nur Kännchen“ von ihrem Tag.

Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit und bin dann mal puzzeln.
Kann auch nicht mehr lange dauern, sind ja fast nur noch blaue Teilchen übrig.

 

Ein Gedanke zu „#12von12 im Januar 2017: Scherben bringen vielleicht Glück, machen aber erst mal Arbeit.

  1. schnipseltippse

    Hihihi, so eine Oma hatte ich auch. Sie hat einfach alles von ihr als überflüssig erachtete zweckentfremdet, um ihrem zugelaufenen Streunerkater warme Nächte zu ermöglichen.
    Unter einer Schicht aus vermissten Matratzenschonern, Badteppichen und Handtüchern kam schließlich das alte Babyreisebett zum Vorschein. Dass die Katze sich darin nicht verlaufen hat, zeugt von ihrem guten Orientierungssinn. Daumen hoch für unsere Ommas! 😁

    Gefällt 1 Person

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