#wib und #12von12 im Januar 2019: Die Schneekatastrophe


In allen Medien wird über „Die Schneekatastrophe“ aufgeregt berichtet. In Echt hat es einfach nur geschneit. Ganz leise und ausdauernd ein paar Tage lang und das Ergebnis ist wunderschön.

Hier in dem Teil Österreichs, in dem wir Urlaub machen, regt sich niemand über den Schnee auf.

Heute ist unser letzter Skitag im österreichischen Montafon und ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass es wieder ordentlich geschneit hat in der vergangenen Nacht.

Gestern haben wir mal das Auto freigeschaufelt, glücklicherweise war es auch unseres, erkannt hat man unter einem Meter Schnee nämlich nichts mehr – das hätten wir uns echt sparen können. Es sieht wieder fast so aus wie vor einem Tag.

Vor dem Wintersport gibt es erst mal ein leckeres Hotelfrühstück. Heute in der Pancake-Edition:

Danach geht es auf die Piste. Es ist ein wenig grau, aber es schneit und stürmt nicht und die Sicht ist auch ganz ok.

Rechts im Bild: Skistock vom ungeduldigen Zappelsohn

Seht Ihr das? Die Skihose passt und ich kann sogar noch atmen. Da hat sich die Kalorienzählerei der letzten Monate doch gelohnt.

Ganz oben auf dem Berg wollen wir eigentlich die Sonnenalm fahren, aber sonnig ist es da leider gar nicht, eher suppig. Wie schnell sich hier oben das Wetter immer ändert.

Naja, dann fahren wir halt gleich die Talabfahrt, die mag ich eh am liebsten.

Aber nicht, ohne zwischendrin auf der Hütte halt zu machen.

Irgendwann auf der Abfahrt fährt der Lieblingsmann fröhlich lachend an mir vorbei. Da ist er eine Weile nicht mehr der Lieblingsmann. Wir haben nämlich die Abmachung, dass als letzter immer ein Erwachsener fährt und nach meiner Rechnung müsste irgendwo hinter mir noch der Sohn fahren. Ich bin sauer. Da müssen wir uns nicht über den Sohn ärgern und wundern, wenn sein Vater es auch nicht länger als fünf Minuten schafft, sich an Anweisungen und Abmachungen zu halten oder zu erinnern.

Aber bis zum Ende der Abfahrt habe ich mich wieder beruhigt und da warten wie immer schon die Kinder auf die Schnecken-Mutti. Zum Glück ist genug Schnee da, dass der Sohn nicht verhungern muss.

Mit das Tollste am Hotel hier ist ja die Sauna. Und danach dann barfuß in den Schnee. Herrlich!

Auch wenn der Lieblingsmann und ich inzwischen nicht mehr den Altersdurchschnitt in der Sauna senken …

Als ich gerade wieder in das Zimmer zurückkehre, treffe ich den Sohn in Bademantel und Saunatuch gekleidet und er erklärt mir, dass wir zwei jetzt gemeinsam saunieren würden. Ich würde eigentlich lieber im Bett liegen und lesen, aber ich kann die Knalltüte unmöglich allein da hingehen lassen. Außerdem braucht es einen Zeugen für die abgesessene Zeit. Der Sohn und ich haben nämlich vorhin im Lift um eine Stunde Fortnite gewettet, ob er in die Sauna geht oder nicht. Ich verliere die Wette und die anderen Saunagänger bekommen innerhalb von zwei Minuten drei Aufgüsse, nachdem der Quatschkopf den Wassereimer entdeckt hat…

So sieht übrigens ein Hotelzimmer aus, das über eine Fußbodenheizung verfügt:

Vor dem Abendessen spielen wir Skat, das die Kinder nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen sehr gerne spielen, und „Halt mal kurz „. Razupaltuff!

Zum Abschluss des Urlaubs überreden mich die Jungs noch zum Nachtrodeln. Der Sohn hat übelst Fun, ich jetzt übelst schlechte Laune, für mich ist das nämlich gar nichts, wie ich feststellen muss.

Immerhin sind wir rechtzeitig zur Stelle, um einen Mann zu retten, der direkt vor uns über den Pistenrand einen Abhang runter in den Wald fährt. Meine Nerven! Aber nix passiert.

Morgen geht es wieder heim, allerdings schneit es gerade schon wieder. Drückt uns die Daumen, dass wir der „Schneehölle“ am Piz Buin entkommen. Wobei die Kinder schon frohlocken, dass sie am Montag nicht in die Schule müssten, wenn wir hier feststeckten.

Vielleicht ergänze ich ja den morgigen Tag noch. So lange schaue ich mal bei „Draußen nur Kännchen“ was andere heute so gemacht haben.

Sonntag:

Der Lieblingsmann steht um 8 Uhr auf, um schon mal das Auto murmeltiertagartig freizuschaufeln, anschließend zu duschen und dann mit uns zu frühstücken.

Dann wollen wir los.

Blöderweise hat irgendjemand unser Auto beim Versuch, sein Fahrzeug freizuschaufeln, wieder zugeschüttet. Und jetzt sind alle Schneeschaufeln besetzt. Na prima.Aber irgendwann hat Herr Sisyphus-Sandkuchen unseren Wagen endgültig ausgegraben und wir fahren, als die quietschenden Reifen endlich Grip kriegen, durch den Schnee nach Hause.

Schön ist anders, es schneit oder regnet die ganze Fahrt lang, aber immerhin kommen wir staufrei nach diversen TKKG- und ???-Folgen zuhause an. Die Kinder haben derweil ihre eigene Musik ins Ohr gestöpselt.

Nach der Anstrengung legen wir uns hin und ich beende mein erstes Buch des Jahres „Die Geschichte eines neuen Namens“ von Elena Ferrante und zusätzlich einen Spiegel von meinem SuS (Stapel ungelesener Spiegel). Da ich letztes Jahr ja die fixe Idee hatte, 52 Bücher zu lesen, hatte ich keine Zeit für Zeitschriften. Inzwischen bin ich bei meiner Aufholjagd im September angekommen. Der Vorteil ist, dass ich mir viele Artikel sparen kann, weil sich einiges erledigt oder als sowieso erfunden herausgestellt hat.

Der Sohn begrüßt derweil seine heiß geliebte x-Box und löst seine noch heißer erschwitzte Stunde Fortnite von gestern ein.

Inzwischen sind die Koffer ausgepackt, die Waschmaschine läuft und der Weihnachtsbaum wartet vor dem Tor auf die Müllabfuhr.

Morgen geht hier die Schule wieder los und ich fahre beruflich nach Hamburg.

Aber vorher möchte ich Euch noch die anderen Wochenenden in Bildern ans Herz legen, die gibt es nämlich inzwischen bei Alu und Konsti vom Blog „Große Köpfe“.

Habt es schön!

2 Gedanken zu „#wib und #12von12 im Januar 2019: Die Schneekatastrophe

  1. denise

    Diese Aussagen die ihr beide tätigt ist eine Ohrfeige, für alle die gegen die Schneemassen kämpfen. Nicht mit still und leise, hier tobte 2 Tage ein Sturm und in 24h kam so viel Schnee, wie sonst in einigen Tagen. Und wir sind Schnee erprobt und von Panik kann schon mal gar keine Rede sein. Nur, wenn nix mehr geht, wenn man nicht mehr weiß wohin mit dem Schnee, wenn der Schnee meterhoch auf dem dach liegt, das ist nicht schön.

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  2. Franziska

    Ich habe grad so übelst lachen müssen wegen Sauna und Fortnite! Herrlich! Wegen Pistenrand und Abhang: Ich war das letzte mal in Österreich zum Skifahren mit der Skifreizeit (lange her, 1996) in Auffach. Direkt unter der Hütte gab es eine ziemlich große Eisplatte. Und an ihrem Ende erst mal viel Luft nach unten. Es war wohl zu viel, eine Absicherung hinzustellen, jedenfalls hatte ich da das erste Mal richtig Respekt vor Schnee und Eis.
    Wegen der angeblichen Schneekatastrophe, wie haben wir das dann bitte in den 80ern hinbekommen, nicht jedesmal wegen drei Flocken in Panik zu geraten. Ich kann mich noch an Straßenschilder erinnern, die inexistent waren, weil der Schnee mal eben bis 2,50 Meter hoch lag, teils dank Wind und Wetter, teils wegen der Schneeräumung.

    Ihr kommt hoffentlich gut nach Hause! Schnee ist schön, Affen am Steuer leider nicht. Take care!

    Liebe Grüße
    Franziska

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