# 12 von 12 im Februar


Morgens im Bad wird erst einmal die A- und O-Deklination wiederholt. Netterweise hat die Tochter die auf einem Zettel direkt über dem Waschbecken aufgehängt. Der Gebrauch eines wasserunlöslichen Stifts wäre eventuell von Vorteil gewesen. Aber dann hätte man vielleicht auch die Formen richtig aufschreiben müssen. Macht also nichts.

lateinzettel

Im Flur liegt ein lustiger Teller, den der beste Ehemann von allen noch vom gestrigen Mittagstisch übrig hat. Heute Nachmittag werde ich mich dann darüber beschweren können, dass er ihn nicht zurückgebracht haben wird. Ein bisschen freue ich mich schon drauf.

elefanten-teller

Zum Frühstück gibt es heute ein wenig Gemütlichkeit.

gemuehtlichkeit

Freitags muss ich immer etwas früher zur Arbeit, da ich Englischunterricht habe. That’s why I’m continuing now in English.
We did a little bit of grammar and played the Wikipedia boardgame. I promised my teacher not to do some advertising for her language-school in this article. I think she is afraid of the quality of my English-Geschreibsel, parce-que I like to mix up toutes les languages io parlo. And if there manques uno word, I invent a new one, funny joke-cookie me!

wikipedia-board-game

Auf dem Rückweg von der Arbeit höre ich “Rico, Oskar und die Tieferschatten” zu Ende. Tolles Buch, kann ich jedem nur empfehlen. Kein Witz.

rico-oskar-und-die-tiefersc

Nachdem ich das tolle Buch gehört habe, fühle ich mich schriftstellerisch auch ein wenig tiefbegabt …

Ich kehre noch mal kurz beim Discounter ein.

gefuellter-einkaufswagen

Nein, ich habe nicht in einen fremden Einkaufswagen reinfotografiert, es landen heute wirklich nur einigermaßen gesunde Sachen darinnen. Ich bin einfach eine vorbildliche Mutter

Zu Hause kann ich gar nicht mit meinem Mann schimpfen, der lustige Elefantenteller ist nämlich verschwunden.

Dafür hat mein Sohn lässig drei Kumpels zum „Zocken“ eingeladen. Es kommen dann vier und ich zwinge sie, erst noch einmal eine Runde auf dem Hof zu spielen. Ich muss nachdenken, wie ich aus der Zock-Nummer wieder rauskomme. Eigentlich gibt es freitags kein Computer oder ähnliches, wir gucken ja abends zusammen einen Film. Und wenn ich es Fritz und seinen Kumpels erlaube, dann muss Lina auch dürfen. Ist so ein Kindergesetz.
Um Zeit zu schinden, reiche ich erst einmal Schnittchen und Alibi-Obst.

waffel-picknick

Lina will erst einmal wissen, wie das mit dem Häkeln weitergeht. Gestern habe ich ihr gezeigt, wie man Luftmaschen häkelt. Fand sie saudoof. In der Nacht hat sie aber fünfzehn Meter Luftmaschen fabriziert und jetzt würde sie gerne eine Mütze häkeln.

haekeln-fuer-fortgeschritte

Während alle Kinder zocken, fühle ich mich zwar ein wenig wie eine Mutter aus dem RTL-II-Frauentausch (ich meine jetzt nicht die, die man dafür bedauert, in was für einen Lotterhaushalt sie da hinein geraten ist …), andererseits freue ich mich über die Ruhe und nutze die Zeit, um etwas zu stricken. Ich musste mir einen neuen Zeitvertreib für vor den Fernseher suchen, da mein Internet-Gesurfe den Internet-Fernsehempfang störte. In drei Jahren habe ich dann vielleicht ein neues Paar Socken. Jippieh!

strickliesel

Als alle Kumpels weg sind, will Fritz auch häkeln lernen. Nach zwei Minuten ernsthaften Versuchens sieht das Ergebnis so aus:

haekel-versuche

Zeit für unser freitägliches Ritual. Weil heute ja das Internet zu Besuch ist, habe ich versucht, es ein wenig hübscher zu arrangieren als üblich. Und ja, das Alibi-Obst vom Nachmittag ist nicht ganz leer geworden. Aber ich bin hartnäckig und versuche es weiter. Zur Not auch morgen früh bei den Kaninchen.

freitagabend-buffet

Lina ist dran mit Film-Aussuchen und es gibt „Bibi und Tina“. Da soll angeblich ein Youtuber  mitspielen.
Auf jeden Fall spielt Charlie Hübner mit und hat gelbe Haare. Strange. Und er ist der Fiesling und heißt Kackmann. Hallo? Wer denkt sich denn so was aus?

charly-huebner-mit-gelben-h

Der Film ist insgesamt sehr merkwürdig. Das normalste an dem Film ist, dass es da ein Mädchen gibt, das hexen kann. Ansonsten haben alle komische Klamotten an, bewegen sich, als würden sie sich zum zehnten Mal vergeblich bei der Laienspielgruppe von Klein-Dingenskirchen bewerben und fangen unmotiviert und bollywoodesk an, zu singen und zu tanzen. Dieter Bohlen hätte bestimmt seine Freude daran.
Und ich irgendwie auch.
Der Youtuber tauchte übrigens nicht auf. Wir werden wohl weitere Bibi-und-Tina-Filme sehen müssen …

Ich wünsche Euch allen ein schönes Valentinstagswochenende, schaut doch mal, was andere heute so gemacht haben. Sie sammeln sich am Ende des 12. nämlich immer bei „Draußen nur Kännchen“.

8 Gedanken zu „# 12 von 12 im Februar

  1. schnipseltippse

    Ach, der Fritz und ich, wir sind uns in Abrahams Wurschtkessel bestimmt über den Weg geschwommen und, was das Häkeln angeht, so ’ne Art Seelenverwandte.
    Als ich in der Grundschule einen Topflappen häkeln musste, wollten bei mir die Ränder einfach nicht gerade werden. Das Ding war so schief, dass ich es an den schiefen Seiten zusammen nähte und meiner Lehrerin als „Rock für meinen Kuschelhasen“ verkaufte. Hat geklappt. 😂

    Gefällt 1 Person

    Antwort
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  3. Pingback: #12von12 im Februar: stinknormaler Sonntag | Sandkuchen-Geschichten

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