Stadt, Land, Fluss


„Stadt mit V?“
„Volpe.“
„Wasn das fürn Quatsch? Die hast Du Dir doch gerade ausgedacht.“
„Nein gar nicht. Da bin ich schon mal durchgefahren.“
„Hmm. Es klingt schon nach etwas, das es im Sauerland geben könnte. Aber wir fragen mal das große Internet-Orakel.“
Natürlich gibt es Volpe nicht. Genauso wenig übrigens wie das Land Volta. Und Obervolta heißt inzwischen Burkina Faso, Guadeloupe schreibt man ganz bestimmt nicht mit Q und nein, auch Ceylon lasse ich nicht gelten. Höchstens bei Teesorten, aber die haben wir diesmal nicht im Programm. Dafür gibt es die Kategorie „Beruf“.
Es ist schon erstaunlich, womit man alles sein Geld verdienen kann. Vor allem das Züchten von Tieren und Anbauen von Obst ist sehr vielfältig. Den Erdbeerbauern haben wir gelten gelassen, aber der Quallenzüchter war doch etwas weit hergeholt. Auch nicht ins Team geschafft hat es leider der Untierzüchter. Dabei gefällt mir die Vorstellung sehr gut. Manchmal fühle ich mich auch, als würde ich Untiere großziehen. Und wenn Taschendieb als Beruf durchgeht …
Dafür haben wir den Colo-Klauenfisch gelten lassen, da Fritz anhand profunder Quellen* belegen konnte, dass es dieses krokodilartige Wesen im Star-Wars-Universum tatsächlich gibt. Danach haben wir allerdings Star-Wars-Namen und –Tiere ausgeschlossen, dafür in der nächsten Runde als neue Kategorie „Star-Wars-Figur“ aufgenommen. Da sind alle über elf Jahre am Tisch dann ganz schön untergegangen. Immerhin konnten wir die Kategorie „Youtuber“ abwehren.
Aber ganz so einfach hatten die Kinder es mit der Star-Wars-Kategorie auch nicht. Der Buchstabe E scheint knifflig. Aber beide Kinder kamen doch noch auf Eata. Was erstaunlich ist, da es diese Figur gar nicht gibt. Aber Fritz konnte Lina ja schlecht vorwerfen, dass sie sich die Figur, die sie bei ihm abgeschrieben hat, nur ausgedacht hätte.
Manfred Ensinger ist übrigens auch keine Star-Wars-Legende. Aber immerhin haben die Ensingers damals das Ulmer Münster erbaut. Behauptet zumindest mein Sohn. Aber auch dieser Ablenkungsversuch rettete ihn nicht vor 0 Punkten in diesem Fall.

Einigermaßen mithalten konnten wir Erwachsenen bei der Rubrik „Schimpfworte“. Allerdings ist mein Mann der Meinung, dass man jeden beliebigen Vornamen auch als Schimpfwort durchgehen lassen könnte, da es irgendeinen namenstragenden Idioten ja immer gebe.

Ich weiß gar nicht, wer am Ende überhaupt gewonnen hat. Es war auch egal, weil es einfach so lustig war und wir so viel gelacht haben. Und mein Bruder und meine Mutter diskutieren glaube ich immer noch, wer an welcher Stelle geschummelt hat, um auf die astronomisch hohe Punktzahl zu kommen.

Und mein Mann? Wenn er nicht gestorben ist, dann sucht er immer noch nach Volpe. Vielleicht in Obervolta. Irgendwas wird er schon vinden, er ist ja kein Vollidiot. Und auch kein Vollhorst. Und kein Vollpfosten. Aber V ist voll der gute Buchstabe für Schimpfworte.

 

*Star-Wars: Lexikon der Schurken, Helden und Droiden

2 Gedanken zu „Stadt, Land, Fluss

  1. verbalkanone

    Wow, ist dein Mann in allem so phantasievoll? (*Args.* Das war jetzt wirklich nicht eindeutig zweideutig gemeint.) Dann solltet ihr mal Scabble zusammen spielen. Das wäre für mich die logische Spieleerweiterung nach Stadt-Land-Fluß … 😀

    Gefällt 1 Person

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