Archiv für den Monat Oktober 2016

Süßes, sonst gibt’s Saures: 5 Gründe, warum ich Halloween mag

„Muhahahahaa! Was wollt Ihr an der Tür des Bösen, Ihr Unwürdigen?“
Das verzerrte Scheppern der Sprechanlage verleiht meiner Stimme genau den richtigen Gruselklang, der dem Tag und dem Anlass angemessen ist.
„Hallo Mama“, tönt es fröhlich zurück.

Immer untergraben diese Kinder meine Autorität. Immer.

Aber immerhin wirkt der Spruch bei der nächsten marodierenden Kindergruppe. Haben sie an der Sprechanlage noch „Süßes oder Saures“ gebibbert, so sind sie doch, bis ich endlich mit meiner Schraube im Kopf und der Süßkram-Schüssel unterm Arm unten am Tor bin, über alle Berge verschwunden.
Mir war das vorher gar nicht so klar. Aber ich liebe tatsächlich Halloween.
Und das hat fünf Gründe: Weiterlesen

Die Pubertäterin

So langsam und allmählich verwandelt sich unsere Tochter in ein Pubertier, wie Jan Weiler es beschreibt. Sie ist inzwischen unheimlich leicht auf die Palme zu bringen, ernährt sich überwiegend von Süßigkeiten (was sich aber irgendwie auf meinen Hüften niederschlägt, wie mir scheint) und chillt am liebsten in ihrem Zimmer.
Aber wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, dass sie in der Pubertät ist, seit sie zwei ist. Seitdem ist sie nämlich nicht wirklich unordentlicher geworden und solange schon habe ich nichts mehr in Klamottenfragen mitzubestimmen. Weiterlesen

Märchenhafte #12von12 im Oktober

Es war einmal ein wunderschönes, fleißiges Mädchen, das stand des Morgens auf, um ihrer fröhlichen Kinderschar ein wohlbekömmliches Mahl für den Tag zu bereiten, derweil ihr Prinz, der Vater der Kleinen, krank und elend im Bette lag.
Als die Spülmaschine rief „Ich bin fertig, räum mich aus!“, da zögerte das Mädchen nicht lang und sortierte brav alle Töpfe und Tiegel in die Schränke.
Kaum dass es damit fertig war, erschien ihm ein Kobold in Unterhose, der mit einem gar bunten, leuchtenden Schwerte vor ihm herumwedelte. Weiterlesen

Brotboxenterror vs Gesundes Pausenbrot – sponsored by LaVita

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Bildquelle: LaVita

Viele Menschen sammeln ja was. Irgendwann waren mal Briefmarken oder Autogramme von mäßig prominenten Menschen angesagt, heute sind es Fußballbildchen, Facebookfreunde oder Pokemón.
Meine Kinder sammeln Brotdosen. Vorzugsweise in Ranzen, Rucksäcken oder Sporttaschen.
Und ich sammel Fotos. Von den Schimmelgebilden, die sich schon nach wenigen Tagen kunstvoll um die übrig gebliebenen Brot- und Obstreste winden.
Ich habe schon fiesen punktförmigen schwarzen Schimmel, schleimigen grünen Schimmel und mein absoluter Liebling ist der weiße Wuschel-Schimmel. Den hätte ich beinahe zu den Kaninchen in den Stall gesetzt, weil er so kuschlig und allerliebst aussah.
Und diese Schimmel sind so umtriebig: Linas Biobuch mussten wir leider ersetzen, da der Brotdosenschimmel auch hiervon Besitz ergriffen hatte. Er findet nämlich jede Ritze und fließt zusammen mit dem Saft sich zersetzender Erdbeeren in jeden Winkel.

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Stapelweise Brotdosen zum Ferienende: The real Kitchen-Horror!

Was also tun? Einfach nix mehr mitgeben?
Aber Frühstück ist doch wichtig. Vor allem wenn eher nichts zu Hause vor der Schule gegessen wird. So wie bei uns.

Aber ich gebe nicht auf!

Ich gebe ab. Nämlich an meinen Mann. Der kloppt inzwischen das Pausenbrot zusammen und ärgert sich über die Reste, die teilweise komplett unangetastet, aber biologisch verändert , wieder zurückgebracht werden.

Dabei werden sowohl wir als auch die Kinder seit Eintritt in den Kindergarten permanent mit dem Thema gesundes Frühstück und zuckerfreier Vormittag bombardiert. Ich habe das durchaus verstanden und stehe auch dahinter und wir geben uns allergrößte Mühe es nach den aktuell geltenden Erkenntnissen zusammenzustellen. Und nicht nur, um nicht von der Lehrerin vorwurfsvoll auf Nutellabrote angesprochen und auf Elternabenden angeklagt zu werden.
Und prinzipiell essen die Kinder es ja. Auch wenn es ein langer Weg war von „Ich esse die Möhren nicht, die sind dreckig“, weil Petersilie darüber gestreut war hin zu „Ach schade, ist kein Kräuterquark mehr da?“

Gesundes Pausenbrot

Auf der Aktionsseite von LaVita  „Gesundes Pausenbrot“  ist schön zusammengestellt, worauf es bei einem gesunden Pausenbrot ankommt und es gibt auch ein paar Rezepte, die ich schon ausprobiert habe.

Ganz toll und lecker finde ich auch dieses hier:

Aber was bringt das schönste Pausenbrot, wenn es nicht angerührt wird weil man lieber die komplette Pause im Fußballkäfig verbringt oder der Schulkiosk mit Schnitzelbrötchen und Schokoriegeln dann doch das überzeugendere Angebot hat?

Auf der Aktionsseite war dann tatsächlich noch ein super Tipp, auf den ich von alleine nie gekommen wäre, weil man ja manchmal so blind wie ein Maulwurf durch seinen eigenen Familienbetrieb läuft:

Die Kleinen freuen sich auch, wenn sie in die Besorgung und Zubereitung mit einbezogen werden.

Ich gehe zwar davon aus, dass meinen „Kleinen“ das erst mal nicht so schmecken wird. Aber wir werden das versuchen. Vielleicht wird das ja was bis zum Abitur.

Und wenn nicht, dann setze ich vielleicht doch mal Plan B um

und dann sammel ich auch Pokemón wie alle anderen.

So lange lasse ich meinen Mann oder meine Kinder Avokadobrote schmieren und Radieschenmäuse schnitzen. Die schmecken dann wenigstens mir zum Abendbrot.

Ich brauche Hilfe!

Waaaaaaa!
Aus irgendeinem Grund habe ich auf eine Anfrage, ob ich bei einem Story-Slam mitmachen möchte,

„Ja, klar. Wollte ich schon länger mal machen“

gesagt.
Nehmen wir mal an, ich schaffe es tatsächlich vom Klo runter auf die Bühne, falle dort nicht vor lauter Angst in Ohnmacht und bekomme dann auch noch die Zähne auseinander und verständliche Worte hervorgestammelt:

Was soll ich da bloß fünf Minuten lang erzählen?

Ich brauche Euren Rat:

Welche ist Eure Lieblings-Sandkuchen-Geschichte, die Ihr schon immer mal live von mir vorgetragen hören wolltet? Oder wo kann ich eine Geschichte klauen, die ich da erzählen könnte?