#12von12 im November 2016


Es ist 6:30 Uhr und ich bin wach.
Das wäre begrüßenswert, wenn es ein Arbeitstag wäre, aber heute ist Samstag und ich könnte ausschlafen. Kann ich aber wohl nicht.
Na gut, dann ziehe ich einfach auf die Couch um und wende meine Interpretation von Gemütlichkeit an: Kaffee an Wohnzeitschrift auf Sofa. Nur noch zu toppen mit der Kombination Schaumbad plus an die Scheibe prasselnden Regen.

Das Schöne an der frühen Uhrzeit ist, dass das Haus mir dann ganz alleine gehört.
Also normalerweise. Nur nicht heute. Heute sind alle anderen Mitbewohner auch schon wach und haben was zu tun. Mich zu nerven, beispielsweise. Oder Kämpfen. Glücklicherweise nur virtuell.

clash-royal-spiel

Leider ist mein Sohn der Meinung, dass man Clash Royal nur spielen kann, wenn man alles wie Bela Rethy kommentiert. Das hat er sich bei den Letsplayer-Videos abgeschaut, die er gerne auf Youtube guckt. Als ich ihn bitte, damit aufzuhören, singt er.
Es ist kompliziert.

Ich widme mich also einem der vielen Projekte, die ich für heute auf meiner Todo-Liste stehen habe.

weihnachten-im-schuhkarton.jpg

Ich packe jedes Jahr zwei Päckchen für Weihnachten im Schuhkarton und hoffe, damit Kindern eine Freude zu machen, denen es nicht so gut geht, wie uns. Am 15.11. ist Abgabeschluss.

Inzwischen hat der Sohn alle seine clashroyalen Juwelen, in die er aktuell sein Taschengeld investiert, ausgegeben und wir frühstücken gemeinsam.

kalte-pizza.jpg

So sieht ausgewogenes Frühstück aus: Brot, Käse, Gemüse

Die Schale habe ich neulich auf einem Handwerkermarkt erstanden und liebe sie heiß und innig.
Die Quitten, die ich von einer lieben Kollegin bekommen habe, machen sich ganz hervorragend darinnen und verströmen einen wundervollen Duft.
Finde ich. Andere hier sehen riechen das anders. Mal schaun, ob ich heute noch dazu komme, sie zu verarbeiten. Aber spätestens morgen sind sie dran.

quitten

Dieses Jahr soll mein Mann auch mal einen Adventskalender bekommen, habe ich beschlossen, weil ich so viel Süßkram gekauft habe.
Da ich demnächst auf der Arbeit mit Führungsaufgaben betraut werden soll, übe ich schon mal mikroökonomisch, indem ich den Sohn stempeln lasse.

stempeln.jpg

Bei der Post verschicke ich ein Geburtstagsgeschenk. Denn ich muss mich gerade nicht nur um Weihnachten kümmern, hier haben auch noch alle in der Familie und gute Freunde vorher Geburtstag.
Da ich eine Weile warten muss, nehme ich noch einen Taschenkalender mit.

kalender-staender

Übrigens verlose ich gerade auf Facebook einen Familienkalender für 2017. Wer mir dort noch nicht folgt, sollte das schnellstens tun und mitmachen.
https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fsandkuchengeschichten%2Fposts%2F1842098009403630%3A0&width=500
Und ich bin nicht die einzige: Einige ganz tolle Autorenkolleginnen machen bei dieser Aktion auch mit. Schaut vorbei und gewinnt einen Kalender für Euch oder die Omma zu Weihnachten.

Mittags ist ein Badmintonspiel der Kinder. Der Sohn muss gegen einen antreten, der vier Jahre älter und dafür zwei Köpfe größer ist als er. Es ist ein wenig wie wenn ein Ewok einem Wookie gegenübersteht. Oder wie wenn Luis de Funès gegen Bud Spencer kämpfen sollte. Oder ein Umpa Lumpa gegen John Cena. Oder … ich denke, ich konnte mich verständlich machen.
Mein Sohn spielt so gut wie noch nie und verliert trotzdem knapp. Der Trainer fragt, warum wir nicht dieses Kind mal zum Training vorbeischicken statt dem unmotivierten Quatschkopf, der sonst immer kommt.

badminton-coaching

Lobpreisung des Sohns durch den Vater. Oder einfach nur Eiskunstlaufvatis Coaching zwischen zwei Sätzen.

Im Anschluss ist der Sohn noch auf einer Party eingeladen:

wrestlingparty-einladung

Eine Chippendales-Party zum 10. Geburtstag? Warum nicht …

Und die ist echt der Knaller. Es sind gefühlt dreißig Kinder plus Eltern da, es gibt eine professionelle Kinderschminkstation, einen Luftballonkünstler, der Schwerter aus Ballons bastelt, und eine Hüpfburg. Nein, es gibt zwei. Aber die große musste zwischenzeitlich abgeschaltet werden, da sich die Nachbarn bei der Polizei über den Lärm beschwert hatten. Später wird sie dann aber indoor wieder aufgebaut.
Und ich muss neidlos anerkennen: die Griechen feiern die besten Partys!

fussball-huepfburg

Ich dachte, die Zeit, wenn meine Kinder auf Partys mit Polizeieinsatz gehen, kommt erst noch. Aber die Jugend von heute ist ja soviel früher in allem als wir damals.

Wir anderen fahren in der Zwischenzeit noch zu Aldi, weil ich bei meiner morgendlichen Tour durch die örtlichen Geschäfte den Joghurt vergessen habe.
Entweder ist Aldi ganz schön teuer geworden oder wir haben doch etwas mehr gekauft als ein paar Joghurts.
Zu Hause bin ich jedenfalls froh, dass ich früher bei Tetris so gut aufgepasst habe. Ich spiele unter Quasi-Realbedingungen, wenn ich zu lange brauche, fängt der Kühlschrank an zu piepen.

voller-kuehlschrank

Zur Belohnung gibt es einen Berliner zum Kaffee. Mit Pflaumenmus und Zuckerguss.
I like. Aber so was von.

berliner-mit-pflaumenmus

Im Anschluss versucht mein Mann, ein Spiel zu installieren, das die Tochter von einem Klassenkameraden geerbt hat. Das ist nicht so einfach, da das Spiel schon etwas älter ist.

Ich verziehe mich derweil in meinen Raum, baue das Flugzeug wieder zusammen und arbeite an meinem Projekt Dekogläser.
Dafür habe ich meinen Kindern kleine Plastiktierchen geklaut, die ich jetzt auf Einmachglasdeckel klebe und mit Acryllack besprühe.

dekoglas

So, ich guck jetzt Supertalent mit meinen Kindern und lese dabei, was andere heute so gemacht haben, wie immer bei Draußen nur Kännchen.

Die Bilder vom letzten Jahr kann man sich hier noch mal anschauen.

7 Gedanken zu „#12von12 im November 2016

  1. Frau Pappelheim

    Liebe Frau Sandkuchen,

    Ich bin ja soooo froh, dass ich dein Blog gefunden habe. Du schreibst so herrlich frech über deinen Alltag und bringst mich dazu, laut loszulachen. Gut, dass ich beim Kühlschrank-Tetris keinen Tee getrunken habe. Der wäre vermutlich nicht in meinem Mund geblieben.

    Einen schönen Sonntag wünscht
    Frau Pappelheim

    Gefällt 1 Person

    Antwort
  2. Pingback: #WiB: Sonntag, 13. November 2016 | Sandkuchen-Geschichten

Mein Senf dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s