#12von12 im April 2018: Gärtnern mit Kaninchen und Latte Art ohne Latte


Die Tochter ist in Schwarz mit weißen Akzenten gekleidet und ich spreche sie auf ihr Farbkonzept an. „Ich finde ja, es sollte mehr Mottopartys mit dem Thema „Schwarz“ geben“, antwortet sie.
„Davon gibt es doch jede Menge. Finden meist in Friedhofsnähe statt und nennen sich Trauerfeier.“
Findet die Tochter nicht ganz so lustig, meinen makaberen Scherz, und verschwindet in Richtung Schule.

Ich habe dem Lieblingsmann, der hier für das Kinder-Pausenbrot zuständig ist, ganz leise den Tipp gegeben, dass wenn er mal Lust hat, ein Brot nicht für den Biomüll zu schmieren, er ja einfach mal ein Brot für seine Angetraute hinstellen könnte.
Und genau das ist heute morgen passiert. Juhu! Und ich habe das Ensemble gleich mit einer famosen Latte-Art senza Latte und dem lätschigen Rest vom Salat von gestern Abend perfektioniert.
Und während ich das schreibe, höre ich schon den miesen anzüglichen Witz über seine Latte-Art, den der Lieblingsmann machen wird, sobald er das hier liest.
Aber das ist auch echt eine Steilvorlage.

fruehstueck-latte-art

Dazu gibt es ein paar Seiten „Anna Karenina“, ich habe mich inzwischen bis zu 43 Prozent vorgelesen und bin begeistert von diesem Satz:

… durch Turnen und durch gute Körperpflege hatte er sich derart gekräftigt, dass er trotz des Übermaßes, mit dem er sich den Vergnügungen hingab, so frisch war wie eine große, grüne, glänzende holländische Gurke.

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein neues Handy gekauft. Das ist übrigens tatsächlich mein erstes, selbst gekauftes Handy. Sonst habe ich immer abgelegte aufgetragen.
Es ist rosa und passt perfekt zu meiner Hose. So Instagram-stylisch!

fahrstuhlselfie.jpg

My first Fahrstuhlselfie

Aber ich geb es zu: das Smartphone ist nur rosa, weil rosa einfach am günstigsten war. 15 Euro Unterschied zu einer neutraleren Farbe haben mir die Entscheidung leicht gemacht. Bei so was bin ich knauserig.
Das Beste an dem Handy ist allerdings der Speicherplatz von 128 GB. Erst mal nicht mehr am Limit rumkraxeln. So gut.

Als ich das Handy eingerichtet habe, wurde ich von eben diesem gefragt, ob ich es als neues Handy einrichten oder ein Backup von einem anderen verwenden möchte. Selbstverständlich habe ich mich für die Wiederherstellung aus einem Backup entschieden. Als das durch war, habe ich bemerkt, dass das Backup von November 2016 war …
Während meine beiden Hirnhälften noch miteinander gestritten haben, ob sie vom alten Handy ein neues Backup machen sollten und das dann auf das neue wieder aufspielen, haben meine Finger angefangen, Kontakte hinzuzufügen oder zu löschen, Apps zu installieren und zu deinstallieren und jetzt nach vier Tagen bin ich auch schon fast durch mit allem.
Meine Güte, lasst so jemanden nie in einer IT-Abteilung arbeiten und anderen Menschen erklären, wie man Computerprogramme, Apps und so technischen Krempel bedient!
Upps!

Diese Woche war ich auf der Arbeit sehr gefordert, da ein Projekt live gegangen ist, an dem ich lange mitgearbeitet habe. Wir haben da nämlich jetzt ein neues hippes Intranet.
Zum Start gab es Magnete.
Meiner hält jetzt mein Kolja-Kleeberg-Autogramm fest, das ich von ihm aufgenötigt bekommen habe, als er mal bei uns in der Kantine zum Show-Cooking vorbeikam.
Ich hatte damals gesagt: „OK, ich wollte nachher eh noch mal bei ebay vorbeischauen.“
Da hat er mir geantwortet, dass ich schon zwei Euro dafür kriegen könne.
Eigentlich wirklich ganz witzig, der Typ. Und das Essen damals war wirklich großartig.

kolja-kleeberg-autogramm

Das Essen heute ist nicht fotowürdig, Fritten und Salat hat man schon gesehen.
Blöderweise steht da noch diese Dose mit Süßigkeiten auf meinem Schreibtisch rum. Eine Kollegin hat behauptet, Schokobons gäb es jetzt auch in weiß. Schlimm, schlimm.

schokobons

Zuhause wird mir die Tür von unserem neuen Türöffner-App-Ding geöffnet, das der Lieblingsmann seit dem letzten Wochenende in Bildern tatsächlich schon besorgt und installiert hat.
Ich liebe es und will es nicht mehr missen.

nuki

Der Sohn kommt nach Hause und geht erst einmal unter die Dusche, weil neben ihm im Bus ein eklig stinkiger Mann gesessen hat. Das wäre sein widerlichstes Erlebnis ever gewesen.
Ihr anderen Kurz-vor-Teenager-Eltern: Nehmt das als Lifehack um die Kinder zum Duschen zu bringen. Ihr wisst, wovon ich schreibe …

Weil sowieso keines der Kinder Lust hat, mir beim Pflanzen zu helfen, mache ich das alleine im Kaninchenbereich, dann haben die ein wenig Abwechslung und ich Gesellschaft.

gaertnerndes-kaninchen

Ich säe Tomaten, funky roten Rosenkohl, abgelaufene Sellerie-Samen, essbare Blüten und Kohlrabi. Mal sehen, was draus wird.
Die Kaninchen sind nächstes Mal allerdings auch nicht meine erste Wahl beim Ein- und Umtopfen, immer wenn ich mich umdrehe oder kurz was hole, boykottieren sie meine Arbeit und werfen die Töpfe um

kaninchen-boykott

Wenn man dann mit ihnen schimpft, tun sie immer total harmlos und gucken einen ganz unschuldig und unfassbar niedlich aus ihrer neuen Sandkiste mit großen Ohren an.

haeschen-in-der-grube

Dann muss ich aber ganz schnell zur Krankengymnastik. Die mache ich inzwischen am Gerät. Ich muss sagen, das Knie verhält sich recht anständig.
Ich fahre mit dem Fahrrad da hin und liebe das so sehr. Wie gerne würde ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, aber 35 Kilometer sind dann doch zu weit.
Der Physiotherapeut ist so freundlich und macht ein recht vorteilhaftes Bild von mir, wie ich finde.

folterkammer

da lacht sie noch …

Auf dem Rückweg habe ich etwas mehr Zeit und kann die schönen Frühlingsboten genießen. Alu von Große Köpfe hatte die Tage nach Magnolienbildern in ihren Feeds verlangt. Hier bitteschön, Alu, das ist für Dich:

magnolienbaum

Magnolienbaum. Nicht im Bild: der kackende Hund darunter.

Dann fahre ich noch beim Lieblingsmann vorbei, der gerade mit seinen Kollegen vom Gewerbeverein den Weinstand für das Antrinken nächste Woche fit macht.
Save the date: 19.4.2018 ab 17 Uhr in Biebrich am Rheinufer.
Ich unterstütze ihn mit einem Kuss. Muss ja auch jemand machen.

weinstand-biebrich

In der Post finde ich noch nicht meine Karte zur Blogfamilia, auf die ich mich schon so freue, aber dafür eine Einladung zum Kaffeeklatsch von meiner liebsten Frau Masulzke. Ist die nicht toll? Und eine Snoopy-Briefmarke klebt auch noch drauf.

einladungskarte

Nach zehnmaliger Aufforderung, übt der Sohn gerade Trompete während die Tochter die Kaninchen füttert.
Und so lausche ich jetzt „God save the Queen“ und warte, dass der Lieblingsmann mich zum Essen abholt, zu dem wir bei Freunden noch eingeladen sind.
Morgen habe ich frei und bis auf einen Arzttermin habe ich eher so schöne, entspannende Dinge geplant wie eine Massage, einen Friseurtermin und abends gehen wir alle zusammen aufs Glasperlenspiel-Konzert. Wobei der Lieblingsmann eigentlich nur da hin will, um die neuen Rhein-Main-Hallen (ist eine Art Wiesbadener Elphi) zu sehen und die Kinder eigentlich gar nicht hinwollen. Aber irgendwas ist ja immer, oder?

Weitere #12von12 gibt es wie immer bei Caro von „Draußen nur Kännchen“.




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2 Gedanken zu „#12von12 im April 2018: Gärtnern mit Kaninchen und Latte Art ohne Latte

  1. Pingback: #WiB 21./22. April 2018: Das durchschnittliche Wochenende einer Durchschnittsfamilie | Sandkuchen-Geschichten

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