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#WiB 11. März 2017: Farbenfrohes Shoppen

Heute höre ich zum Joggen nach der üblichen Quarks & Co Folge noch eine Folge „Wissen macht Ah!“. Die Sonne scheint und die Schwäne weigern sich, schicker zu posieren für mein Foto.

schwaene

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#12von12 im September

Gestern war Kinderparty bei uns. Ich starte den Tag also damit, die letzten Schleimreste zu entfernen.
Angeblich kann man darin ja baden. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich mal ausprobieren möchte. Aber der Schleimtransport gestern war wirklich der Kracher.

gruener-schleim

Danach geht es weiter mit den Partyresten. Ich esse eine kalte Waffel und der Typ im Gangsta-Hoodie mit Oreo-Cake ist mein Sohn, der ganzjährig ausschließlich T-Shirts trägt, außer es wird heißer als dreißig Grad, da muss es gefütterter Jersey mit Kapuze sein.

gangsta-fruehstueck
Dazu frage ich ihn auf seinen Wunsch in Englisch ab. Der grüne Kackhaufen bei jeder Szene soll übrigens ein Frosch sein.

englischheft
Als beide Kinder auf dem Weg in die Schule sind, breche ich auch auf. Ich habe einen Arzttermin und gehe anschließend Blut spenden, weil das am gleichen Ort ist. Meine Krankenkasse zahlt nämlich nicht nur Geld fürs Sportabzeichen, sondern auch fürs Blutspenden. Außerdem hat man mir schon einen Brief geschrieben, dass ich doch mal wieder auftauchen soll.

blutspendebrief

Eis, das ist die letzte Weisheit,
jeden Tag ist für mich Eiszeit,
Schokolade und Vanille,
Straciatella, Petersilie,
Erdbeer, Walnuss und Zitrone,
ob mit Sahne oder ohne,
ob es kalt ist oder heiß:
Ganz egal, ich will mein Eis!
(aus Ritter Rost macht Urlaub)

wassereis

Heute wollen wir in den frisch übernommenen Garten und schon mal einen Teil der Laube streichen.
Aber bevor wir loskönnen, muss ich noch einen Satz Tischtennis spielen.

„Aber Du spielst richtig, Mama!“

Gewinnen darf ich aber trotzdem nicht. Es ist etwas verzwickt. Beim Stand von 10:8 für mich müssen drei Bälle aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen wiederholt werden. Kurz bevor ich einen Schiedsrichter fordere, darf ich doch noch den Siegtreffer landen.

tischtennisplatte

Dann können wir tatsächlich doch noch in den Garten fahren.
So sieht die Laube vor unserer Streichaktion aus:

laube-vor-anstrich

Und jetzt ist ein Teil davon schwedenrot:

schwedenrote-laube

Der Sohn merkt an, dass seine Schwester ruhig hätte mitkommen können, immerhin hätte sie ja Kunstschwerpunkt an der Schule, da wäre sie eine große Hilfe gewesen. Ich bin mir da nicht so sicher.
Während der Sohn eine Abschlussrunde auf dem Trampolin hüpft, gieße ich noch meine frisch angepflanzten Stauden.

Ich glaube, ich habe ein grünes Däumchen. Erste gärtnerische Erfolge sind offensichtlich. Disteln gelingen mir schon mal spitzenmäßig.

distelbeet

Zu Hause gibt es noch mal Tränen:

zwiebeln

Die Tochter hat sich allerdings schon wieder beruhigt. Zwischenzeitlich gab es nämlich einen Stromausfall und das W-LAN war weg. Und die Steckdose konnte kein Guthaben auf der Powerbank aufbauen. Glücklicherweise ist jetzt alles wieder online und die drölfzig fantastilliarden Whatsapp-Nachrichten, die währenddessen aufgelaufen sind, können wieder abgerufen werden.

Jetzt will sie erst mal Haare waschen. Irgendwer im Youtube-Universum hat geraten, das alle zwei Tage zu tun. Wenn ich rauskriege, wer das war, werde ich ihn umgehend für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
Allerdings sind ihre Haare gerade fluffig und schön, ich sage also, dass das jetzt gar nicht nötig sei.
Was habe ich getan? Das war das erste Mal, dass sie freiwillig die Haare waschen wollte. Mir soll sofort meine Zunge abfaulen!

Weil sie so erleichtert und glücklich über das wiedererstandene W-Lan ist und ja jetzt Zeit hat, weil sie doch nicht ihre Haare wäscht, hilft mir meine Tochter , das Gemüsemandala für das Abendessen zu dekorieren.

gemuesemandala

„Wenn man Rote Bete und Gorgonzola mag, schmeckt es ganz lecker“, lobt mein Mann den Auflauf, den ich zum Abendessen gekocht habe, um sich im Anschluss eine Waffel in den Toaster zu stecken.

rote-bete-auflauf

Ich mag Rote Bete und Gorgonzola. Und ich mag 12 von 12. Und deshalb schaue ich jetzt noch mal, was andere heute so gemacht haben. Wie immer bei Draußen nur Kännchen.

Deutschland gegen Japan

Man könnte eine Stecknadel fallen hören in dem Moment, in dem der Aufschlagende seinen Schläger hebt und den Ball in die Luft wirft. Gespannte Stille liegt in der Luft der Halle in Rio de Janeiro und man hört nichts außer der Stimme des Berichterstatters, der mit sonorer Kommentatorenstimme spricht, permanent Banalitäten von sich gibt und erst in dem Moment, in dem es spannend wird, die Lautstärke anhebt und die Stimmbänder Purzelbäume schlagen lässt, so dass sich das Gefühl der absoluten Spannung auf die Zuschauer vor den Fernsehgeräten überträgt.

Der Aufschlag landet im Netz.

„Zweiter Aufschlag für Japan.“

„Wir spielen Tischtennis und nicht Tennis.“

„Zweiter Aufschlag für Japan. Jung-Wang Jin wirft den Ball in die Luft uuund …“

Unbeirrt von dem Einwand des deutschen Spielers verwandelt diesmal der Japaner seinen Aufschlag in einen Punkt, indem er den Return des Deutschen souverän mit einem Schmetterschlag kontert.

„Wind! Wiederholung.“

Die Verhältnisse in der Halle in Rio sind wirklich widrig.

„Bei mir gab es bei Wind keine Wiederholung.“

Schon wieder wird der Einwurf der deutschen Mannschaft ignoriert.

„Es sieht nicht gut aus für Deutschland. Ein weiterer Punkt für Japan!“

Die Becker-Faust zeigt dem Deutschen klar, wo der Frosch die Locken hat und wer hier auf der Siegerstraße ist.

„Ein überragender Topspin des japanischen Spielers, der den Deutschen ganz schön alt aussehen läßt.“

Sowohl der Japaner, als auch der Kommentator scheinen sich gegen den deutschen Spieler verschworen zu haben. Was allerdings nicht weiter verwunderlich ist, da es sich um ein und dieselbe Person handelt.

„Matchball für Jing-Wang Chang. Wenn er den verwandelt, dann zieht er ins olympische Finale ein. Was für eine Sen-sa-tion!“

„Hießt Du vorhin nicht noch anders? Und überhaupt klingt der Name eher chinesisch als japanisch.“

„Chinesischer Einwanderer. Wiederholung! Ich war noch nicht bereit.“

„Aber Du hast den Aufschlag gemacht!?!“

Einen kurzen Moment scheint der japanische Kommentator verwirrt.

„Ich meine ja auch, dass Du noch nicht bereit warst. Du hast Dich da gerade am Ohr gekratzt.“

Zwei Matchbälle später endlich der erlösende Moment: Usain-Bolt-gleich reckt der japanische Sieger seine Hand in die Höhe, um danach seine Arme zu küssen und mit angewinkelten Ellenbogen die Fäuste zu ballen.

„So, Mama, und jetzt spielen wir noch die Bälle aus, die ich geschummelt habe“, grinst mich mein Sohn schelmisch an.

Ich glaube, ich werde sehr viel Spaß haben, wenn Fritz gegen seine Schwester spielt. Aber vielleicht habe ich danach auch nur noch ein Kind.