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#12von12 im September

Gestern war Kinderparty bei uns. Ich starte den Tag also damit, die letzten Schleimreste zu entfernen.
Angeblich kann man darin ja baden. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich mal ausprobieren möchte. Aber der Schleimtransport gestern war wirklich der Kracher.

gruener-schleim

Danach geht es weiter mit den Partyresten. Ich esse eine kalte Waffel und der Typ im Gangsta-Hoodie mit Oreo-Cake ist mein Sohn, der ganzjährig ausschließlich T-Shirts trägt, außer es wird heißer als dreißig Grad, da muss es gefütterter Jersey mit Kapuze sein.

gangsta-fruehstueck
Dazu frage ich ihn auf seinen Wunsch in Englisch ab. Der grüne Kackhaufen bei jeder Szene soll übrigens ein Frosch sein.

englischheft
Als beide Kinder auf dem Weg in die Schule sind, breche ich auch auf. Ich habe einen Arzttermin und gehe anschließend Blut spenden, weil das am gleichen Ort ist. Meine Krankenkasse zahlt nämlich nicht nur Geld fürs Sportabzeichen, sondern auch fürs Blutspenden. Außerdem hat man mir schon einen Brief geschrieben, dass ich doch mal wieder auftauchen soll.

blutspendebrief

Eis, das ist die letzte Weisheit,
jeden Tag ist für mich Eiszeit,
Schokolade und Vanille,
Straciatella, Petersilie,
Erdbeer, Walnuss und Zitrone,
ob mit Sahne oder ohne,
ob es kalt ist oder heiß:
Ganz egal, ich will mein Eis!
(aus Ritter Rost macht Urlaub)

wassereis

Heute wollen wir in den frisch übernommenen Garten und schon mal einen Teil der Laube streichen.
Aber bevor wir loskönnen, muss ich noch einen Satz Tischtennis spielen.

„Aber Du spielst richtig, Mama!“

Gewinnen darf ich aber trotzdem nicht. Es ist etwas verzwickt. Beim Stand von 10:8 für mich müssen drei Bälle aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen wiederholt werden. Kurz bevor ich einen Schiedsrichter fordere, darf ich doch noch den Siegtreffer landen.

tischtennisplatte

Dann können wir tatsächlich doch noch in den Garten fahren.
So sieht die Laube vor unserer Streichaktion aus:

laube-vor-anstrich

Und jetzt ist ein Teil davon schwedenrot:

schwedenrote-laube

Der Sohn merkt an, dass seine Schwester ruhig hätte mitkommen können, immerhin hätte sie ja Kunstschwerpunkt an der Schule, da wäre sie eine große Hilfe gewesen. Ich bin mir da nicht so sicher.
Während der Sohn eine Abschlussrunde auf dem Trampolin hüpft, gieße ich noch meine frisch angepflanzten Stauden.

Ich glaube, ich habe ein grünes Däumchen. Erste gärtnerische Erfolge sind offensichtlich. Disteln gelingen mir schon mal spitzenmäßig.

distelbeet

Zu Hause gibt es noch mal Tränen:

zwiebeln

Die Tochter hat sich allerdings schon wieder beruhigt. Zwischenzeitlich gab es nämlich einen Stromausfall und das W-LAN war weg. Und die Steckdose konnte kein Guthaben auf der Powerbank aufbauen. Glücklicherweise ist jetzt alles wieder online und die drölfzig fantastilliarden Whatsapp-Nachrichten, die währenddessen aufgelaufen sind, können wieder abgerufen werden.

Jetzt will sie erst mal Haare waschen. Irgendwer im Youtube-Universum hat geraten, das alle zwei Tage zu tun. Wenn ich rauskriege, wer das war, werde ich ihn umgehend für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
Allerdings sind ihre Haare gerade fluffig und schön, ich sage also, dass das jetzt gar nicht nötig sei.
Was habe ich getan? Das war das erste Mal, dass sie freiwillig die Haare waschen wollte. Mir soll sofort meine Zunge abfaulen!

Weil sie so erleichtert und glücklich über das wiedererstandene W-Lan ist und ja jetzt Zeit hat, weil sie doch nicht ihre Haare wäscht, hilft mir meine Tochter , das Gemüsemandala für das Abendessen zu dekorieren.

gemuesemandala

„Wenn man Rote Bete und Gorgonzola mag, schmeckt es ganz lecker“, lobt mein Mann den Auflauf, den ich zum Abendessen gekocht habe, um sich im Anschluss eine Waffel in den Toaster zu stecken.

rote-bete-auflauf

Ich mag Rote Bete und Gorgonzola. Und ich mag 12 von 12. Und deshalb schaue ich jetzt noch mal, was andere heute so gemacht haben. Wie immer bei Draußen nur Kännchen.

#12von12 im August – am Gardasee

Der letzte Urlaubstag am Gardasee bricht an. Aber vor dem Frühstück  muss ich eine Partie Autoquartett spielen, bestimmt der Sohn, der auch schon wach ist. Ich weiß gar nicht, wo wir das her haben, aber es ist recht amüsant. 

Anscheinend ist die Schadenshäufigkeit bei Schaufensterbummel mit Auto höher als abgefahrene Aussenspiegel. Interessant.

Allerdings auch nur eine gewisse Zeit lang. Nach gefühlten drei Stunden Quartett gelingt es mir endlich zu verlieren, und es gibt Frühstück.

   

Anschließend fahren die Jungs das Auto umparken und ich beginne mit Packen. Dabei fallen mir die Postkarten in die Hände, die noch geschrieben werden wollen.

Bei der Arbeit haben wir einen Wettbewerb: Postkartenhorror. Wer die schlimmste schickt, gewinnt.

Norditalien macht es mir in dieser Hinsicht schwer – die Auswahl an unfassbar hässlichen Ansichtskarten ist einach gigantisch!

  
Dann kommen auch schon die Jungs zurück. Beim Umparken sind sie zufällig am Markt vorbeigekommen und einer von beiden hat sein Urlaubsgeld von Opa und Oma in ein qualitativ hochwertiges Original-Buffon-Trikot investiert.

Und was trägt Buffon drunter? Natürlich ein Griezmann-Trikot!

Am letzten Tag kann man ruhig noch mal in der prallen Mittagshitze an den Strand, finde ich. Die Tochter findet aber, dass heute zu viele eklige Algen im Wasser schwimmen und außerdem ist ihr Stamm-Steg von Anglern okkupiert. Frechheit. Sie bräunt sich daher lieber im Glühlampenlicht der abgedunkelten Ferienwohnung.

Ich räkel mich derweil auf dem Wackersteinstrand und brutzel meine Pizza- und Pasta gestählte Bella Figura. Allerdings meinen irgendwann unsere holländischen Nachbarn, den Strand mit billigem Neunziger-Techno beglücken zu müssen. 

Bei „O la Paloma Blanca“ (noch nicht mal in der Version der unvergesslichen „Ö la Palöma Boys“) erstirbt plötzlich die Musik. Ich vermute, dass irgendwer die Lautsprecherbox in den See geworfen hat. Ich war es nicht! Ich war zu langsam …

Egal, wo man hinkommt, die Holländer sind schon da. auch wenn mein Mann behauptet, dass es sich in diesem Fall um Belgier handelt …

Den Nachmittag verbringen wir also lieber am Pool. Zunächst markiere ich vorbildlich die einzige freie Liege.

Plastikliege mit Badetuch. Geringfügig bequemer als Steinstrand.

Die Kinder sind derweil schon mal im Wasser und ich frage mich, ob ich nicht besser die Fußsohlen statt der Schultern hätte eincremen sollen.

  

Obwohl beide Kinder permanent den Kopf unter Wasser haben, schaffen sie es, sich in kürzester Zeit zu verzanken. 

Gerade als ein Kaninchen an mir vorbeihoppelt

  steht ein Kind mit blutigem Bein neben mir und das andere beschwert sich über Würgemale.

Da beginnt glücklicherweise das Wasser-Volley-Match, das Dank meiner Teilnahme wahnsinnig an Niveau gewinnt.

Grazie, Anmut und Hingabe vereint in einer Person (leider nicht im Bild)

Mein Lieblingsmann traut mir nicht zu, dass ich zwölf gescheite Fotos zusammen kriege und knipst derweil ein wenig in der Anlage rum.

 

Olivenzweig vor blauem Himmel. Hübsch.

 
Die Tochter möchte sich gerne eine bunte Strähne ins Haar flechten lassen. Auf dem Weg zur Flechtfachfrau versuchen wir noch, Briefmarken aufzutreiben. Aber so wie es aussieht, werden wohl ein paar Karten ihre Reise von Deutschland aus antreten müssen.

Flechtkunst am See. Im Hintergrund Holländer.

Zum Abschluss gehen wir noch mal alle zusammen Pizza essen. Ob der Sohn wohl von seinem Muster abweicht und etwas anderes isst als Pizza Margherita?

   

Was andere an diesem Tag so gemacht haben, kann man bei Draußen nur Kännchen nachlesen, für mich gehts morgen wieder zurück nach Deutschland. Wir lesen uns!

#12von12 im Juli

Manchmal gibt es ja so Tage, da weiß man, dass man von denen nicht viel zu erwarten hat. Nichts Positives, aber auch nichts Negatives. Einfach ein Tag ohne Höhepunkte.
Und so einer ist heute.
Kein Schul-, Klassen-, Hort- oder Sportfest verlangt nach Kuchen, Salat und Anwesenheit. Eigentlich ja ganz nett, sind doch alle anderen Tage momentan damit zugepflastert.
Aber heute ist ja der 12.
Wie soll ich bloß 12 Bilder für diesen Tag zusammenbekommen? Weiterlesen

#12von12 im Juni

Heute ist Sonntag. Und wir müssen mal nicht früh raus. Deshalb stehe ich heute auch erst um 7 Uhr 20 auf. Ist das schon diese senile Bettflucht?
Mein Sohn ist auch wach, hat bereits drei Comics gelesen und begleitet mich in die Küche, da es meiner Meinung nach zu früh ist, um im Hof Bälle gegen die Wand und das Metalltor zu schießen. Weiterlesen

#12 von 12 im Mai

Heute ist ein guter Tag. Denn er beginnt mit Kuchen. Eigentlich sollte jeder Tag mit Kuchen beginnen. Und ich habe Sandkuchen. Weiterlesen

# 12 von 12 im April

Ich komme aus dem Tagebuchbloggen gar nicht mehr raus. Heute ist ja schon wieder der 12. April. An dieser Stelle gibt es also keine Hamburg-Fortsetzung, sondern erst mal einen ganz stinknormalen Tag:

Dienstage sind ja meine Montage, da hier normalerweise erst meine Arbeitswoche beginnt.
Der Tag startet dementsprechend nicht gut. Die Hose, die ich eigentlich anziehen möchte, kneift.
Also ziehe ich erst mal meine Joggingschuhe an.

joggingschuhe.png

Pinke Prinzessinnen Joggingschuhe. 

Ganz ehrlich: Wer ist drauf reingefallen? Ich gehe doch nicht vor der Arbeit joggen. Dann käme ich da ja nie an. Weiterlesen

#12 von 12 im März

Das Wetter ist herrlich, als ich um acht Uhr nach draußen schaue. Aber ich folge dem Herdentrieb vieler Eltern heranwachsender Kinder und verbringe den Samstag in einer stickigen Sporthalle. Immerhin machen beide Kinder inzwischen den gleichen Sport und sind auf dem gleichen Turnier, so dass ich nicht wie mein bedauernswerter Kollege Turnhallen-Hopping am Wochenende betreiben muss. Weiterlesen

# 12 von 12 im Februar

Morgens im Bad wird erst einmal die A- und O-Deklination wiederholt. Netterweise hat die Tochter die auf einem Zettel direkt über dem Waschbecken aufgehängt. Der Gebrauch eines wasserunlöslichen Stifts wäre eventuell von Vorteil gewesen. Aber dann hätte man vielleicht auch die Formen richtig aufschreiben müssen. Macht also nichts.

lateinzettel

Im Flur liegt ein lustiger Teller, den der beste Ehemann von allen noch vom gestrigen Mittagstisch übrig hat. Heute Nachmittag werde ich mich dann darüber beschweren können, dass er ihn nicht zurückgebracht haben wird. Ein bisschen freue ich mich schon drauf. Weiterlesen

#12 von 12 im Januar

Heute ist mein erster Arbeitstag im Neuen Jahr.
Ich habe mir gestern Abend zur Feier des Tages die Nägel lackiert. Hat so semi gut geklappt.
Deswegen entferne ich als erste Amtshandlung des Tages den Lack gleich wieder, weil er über Nacht erstaunlicherweise nicht besser geworden ist. Das Entfernen klappt aber auch nur so mittel gut.
So langsam wird klar, warum das hier kein Beauty-Blog ist. Aber die acetonfreien Dämpfe machen ein wenig high. Und da ich kein Fenster in unserem winzigen Bad aufmache, weil sonst alle „KALT!“ schreien, hat auch die ganze Familie etwas davon.

nagellackentferner

Ich will ja nicht wissen, wie Nagellackentferner stinkt, der Aceton enthält und nicht sehr gut getestet wurde …

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