Archiv der Kategorie: Andere Geschichten

#Herzenstage 2016

Kalt war es draußen. Und nass. Nasskalt also. Und grau. Die Bäume, die im Sommer mit ihrem saftigen Grün Schatten spendeten, standen da wie traurige Gerippe, die sich nur mit Mühe vom Grau der restlichen Welt abhoben.
Ein Wetter, das niemand leiden kann. Außer vielleicht Frischverliebte, die sich gemeinsam auf einem Bärenfell vor einem romantisch knisternden Kaminfeuer zusammenkuscheln. In so einem Fall wären Sonne und dreißig Grad wirklich unangebracht. Aber ansonsten? Für einsame Herzen wie mich?
Und dann fiel mir ein, dass ich gar nichts zum Essen da hatte. Das auch noch! Keine Schokolade, keine Chips, nur gähnende Leere in den Schränken. Also doch noch mal raus, ein paar Dinge einkaufen.
Draußen und im Supermarkt schienen alle anderen mein Gesicht und mein Inneres zu spiegeln: herunter gezogene Mundwinkel, achtlose Hetze, stumpfe Herzen.

Und dann auf dem Heimweg, voll bepackt mit Lebensmitteln, riss die Papiertüte, durch die Nässe aufgeweicht. Warum konnte ich nicht einmal eine Plastiktüte nehmen?
Apfelsinen kullerten mit Äpfeln um die Wette als wäre es ein Spiel, wer zuerst in der Matschpfütze landet. Die Brötchen kullerten gar nicht mehr, sie lagen schon aufgequollen neben dem Stück Käsekuchen, das ich mir zum Seelenschmeicheln gegönnt hatte. Als ich mich bückte, um die brauchbaren Sachen wieder einzusammeln, fuhr auch noch ein Wagen an mir vorbei, der mich achtlos nassspritzte.
Der Regen schmeckte salzig, als er sich mit den Tränen vermischte, die über meine Wangen liefen.
„Das wird wohl schwierig mit dem Abendessen“, hörte ich eine mir unbekannte Stimme hinter mir.
Als ich mich umdrehte, stand dort ein Mann und hielt mir zwei der verlorenen Orangen entgegen.
„Ist heute nicht ein toller Tag, um im Regen zu tanzen?“, fragte er mich und als ich ihn nur verwundert anschaute, lachte er und sagte: „Aber zuerst wärmen wir uns vielleicht in der Pizzeria dort drüben auf. Die machen wahnsinnig gute Spaghetti Bolognese.“
Die machten sie tatsächlich. Und machen sie immer noch. Und als wir als frischverliebtes Paar die Pizzeria verließen, da hatte sich der Regen in Schnee verwandelt. Und es knirschte herrlich, als unsere Füße wilde Muster in das glitzernde Weiß tanzten.

Spaghetti Bolognese. Seit Susi & Strolch das Essen mit dem höchsten Romantikpotenzial. OK, das war jetzt ein wenig übertrieben bei der romantischen Geschichte, wie mein Mann und ich uns kennengelernt haben. Es gab Pizza und billigen Pizzabuden-Rotwein. Aber der Rest ist tatsächlich so überhaupt nicht passiert sondern erstunken und erlogen.

Aber Hallo? Es ist Valentinstag und manchmal wäre ich auch gerne romantisch. Aber dann bin ich doch lieber wieder lustig. Aber mein Mann, der ist im tiefsten Herzen Romantiker wie aus einer Jane-Austen-Schnulze entsprungen, auch wenn er vor langer Zeit zu mir gesagt hat: „Um mit Dir etwas anzufangen, bin ich entweder zu betrunken oder noch nicht betrunken genug.“
Wer will, findet darin eine unglaubliche Unverschämtheit (ich). Wer anders will, der findet etwas lustiges (ich). Und wer noch anders will, der findet sogar darin einen romantischen Kern (Überraschung, schon wieder ich).

Und was das wichtigste ist: ich kann es ihm sein ganzes Leben lang vorhalten. Zum Beispiel, wenn ich im Regen tanzen will und er eigentlich gar nicht gerne tanzt.

Und wer sich nach mehr Romantik in seinem Leben sehnt, der kann ja vielleicht ein Buch lesen, oder einen Liebesfilm schauen oder die Augen aufhalten und die Romantik im eigenen Leben sehen, auch wenn sie sich manchmal gut versteckt.

In dem Sinne: Euch allen wünsche ich schöne #Herzenstage 2016!

# 12 von 12 im Februar

Morgens im Bad wird erst einmal die A- und O-Deklination wiederholt. Netterweise hat die Tochter die auf einem Zettel direkt über dem Waschbecken aufgehängt. Der Gebrauch eines wasserunlöslichen Stifts wäre eventuell von Vorteil gewesen. Aber dann hätte man vielleicht auch die Formen richtig aufschreiben müssen. Macht also nichts.

lateinzettel

Im Flur liegt ein lustiger Teller, den der beste Ehemann von allen noch vom gestrigen Mittagstisch übrig hat. Heute Nachmittag werde ich mich dann darüber beschweren können, dass er ihn nicht zurückgebracht haben wird. Ein bisschen freue ich mich schon drauf. Weiterlesen

#Liebster Award

Es gibt da so ein Ding unter Bloggern. Das nennt sich „Liebster Award“. Den bekommt man, weil ein anderer Blogger deinen Blog toll findet. Gedacht ist er dafür, dass kleine Blogs bekannter werden.
Wenn man gehässig ist, dann kann man das auch abfällig Blogger-Kettenbrief nennen und sich freuen, wenn der Kelch an einem vorübergezogen ist. Das machen aber nur die Blogger, die als Kinder im Sportunterricht immer als letzte in eine Mannschaft gewählt wurden und beim Fußball nie den Ball abbekommen, obwohl sie doch immer direkt vorm Tor stehen und wirklich nur drei, vier, vielleicht fünfzehn Mal am Tor vorbeigeschossen haben. Und solche, die schon seit anderthalb Jahren bloggen und noch nie nominiert wurden. Also solche wie ich. Weiterlesen

Mein Leben als Mensch – Gewinnspiel

Kennt Ihr Jan Weiler? Bestimmt. „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ ist sein wohl bekanntestes Buch und wurde mit Christian Ulmen in der Hauptrolle verfilmt.
Noch viel, viel besser gefallen mir ja seine Kolumnen, die er inzwischen für die „Welt am Sonntag“ schreibt, und deren Artikel in Büchern zusammengefasst werden.

Im vergangenen Oktober war ich auf einer Jan-Weiler-Lesung (ein vollkommen uneigennütziges Geschenk von mir an meinen Mann zum Geburtstag). Es war wahnsinnig lustig. Ein wirklich toller Abend.
In der Pause war Signierzeit und kurz vorher hat er erklärt, dass er da alles reinschriebe, was von ihm verlangt werde. Er würde sogar fremde Bücher signieren oder einen anderen Namen da reinschreiben.
Habt Ihr schon eine Ahnung?
Richtig, ich habe ihn natürlich Werbung für mein Buch machen lassen. Da das mit dem Signieren von meinem Buch ja ein wenig schwierig ist, habe ich ihn das in eins von seinen Büchern machen lassen.

widmung-weiler

Und wenn Ihr diesen 1-A-Werbeträger gewinnen möchtet, müsst Ihr nur bei dem Gewinnspiel mitmachen, und schon gehört einem von Euch das Buch „Mein Leben als Mensch“ von Jan Weiler mit Autorenwidmung.
Ich verlose es unter allen Teilnehmern, die diesen Artikel oder auf Facebook den entsprechenden Post dahingehend kommentieren, welche Sandkuchen-Geschichte ihnen am besten gefällt.
Das Gewinnspiel läuft so lange, bis die Sandkuchen-Geschichten auf Facebook 180 Likes haben.
Den Gewinner werde ich dann auslosen und hier und auf Facebook bekannt geben.

Jetzt kommen noch ein paar Dinge, die zwar niemanden weiter interessieren, die ich wohl aber angeben muss:

Teilnahmeberechtigt sind alle, die über 18 Jahre alt sind.
Das Gewinnspiel wird von mir veranstaltet und weder WordPress noch Facebook oder die NSA haben irgendetwas mit diesem Gewinnspiel zu tun. Schon gar nicht Jan Weiler.
Der Gewinn kann nicht in bar ausgezahlt werden und ich hafte für gar nichts. Schon gar nicht für Bauchmuskelkater, den man zwangsläufig bekommt, wenn man die lustigen Geschichten von Jan Weiler liest.

Und jetzt wünsche ich allen viel Erfolg und freue mich auf eine rege Teilnahme!

 

#12 von 12 im Januar

Heute ist mein erster Arbeitstag im Neuen Jahr.
Ich habe mir gestern Abend zur Feier des Tages die Nägel lackiert. Hat so semi gut geklappt.
Deswegen entferne ich als erste Amtshandlung des Tages den Lack gleich wieder, weil er über Nacht erstaunlicherweise nicht besser geworden ist. Das Entfernen klappt aber auch nur so mittel gut.
So langsam wird klar, warum das hier kein Beauty-Blog ist. Aber die acetonfreien Dämpfe machen ein wenig high. Und da ich kein Fenster in unserem winzigen Bad aufmache, weil sonst alle „KALT!“ schreien, hat auch die ganze Familie etwas davon.

nagellackentferner

Ich will ja nicht wissen, wie Nagellackentferner stinkt, der Aceton enthält und nicht sehr gut getestet wurde …

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Macht hoch die Tür – bei Nieselpriem

Die allerliebste Rike hat auf ihrem fantastischen Blog Nieselpriem, der aufmerksamen Lesern bekannt sein dürfte, einen Adventskalender. In diesem Adventskalender hat sie die Creme de la Creme der deutschsprachigen Familien-Blogger-Szene versammelt.
Und jetzt ratet mal?!?!
Ja, genau, ich habe es auch geschafft, mich dort hineinzuwanzen. Ein wenig habe ich mir da ein Beispiel an meinen Kindern genommen und ein bisschen rumgeheult (wähähä, mich haste nicht gefragt. Wie soll ich denn jemals wieder glücklich werden? Alle anderen hast Du viel lieber als mich! – Eltern kennen das).

Und stellt Euch vor, Rike hat tatsächlich ihr Herz und ein Türchen für mich und meine Geschichten aufgemacht.
Also habe ich mir mal einen Reim auf Weihnachten gemacht.
Zum ganzen Gedicht bitte einmal hier entlang, nach Nieselpriem!

Gehet hin und schauet! Und kommt wieder zurück.
Obwohl, ich kann verstehen, wenn nicht, denn Rikes Blog ist wirklich sensationell.

# 12 von 12 im Dezember

Letzten Monat habe ich zum ersten Mal bei der 12 von 12-Aktion mitgemacht. Weil mir das so einen Spaß gemacht hat, habe ich heute auch wieder meinen Tag fotografiert: Weiterlesen

Wie noch mehr Jedis in unser Wohnzimmer kommen (sehr kritisch betrachtet Werbung)

„Wir lieeeben Deinen Blog, Mama. Du musst unbedingt weiterschreiben.“
Das sagen meine Kinder. Sie lieben die Sandkuchen-Geschichten, auch wenn sie meinen, dass das meiste davon erstunken und erlogen wäre und ich eine total verschobene Wahrnehmung der Wirklichkeit hätte.
Vor allem lieben sie die Geschichten seit vorletzter Woche. Weiterlesen

# 12 von 12 im November 2015

Mein Morgen startet gemütlich mit einem leckeren Quitten-Gelee-Brot und einer Tasse Kaffee.
Und natürlich mit meinem Sohn, der gerne den Weihnachtswunschzettel mit mir durchsprechen möchte. Wird auch höchste Zeit.
Ich denke, ich sollte mir Gedanken über einen Kredit machen, da der Supersternenzerstörer von Lego Star Wars mit Preisen zwischen 800 und 1000 Euro bei Ebay nicht gerade ein Schnäppchen darstellt. Auch die Alternative Slave 1 für 190 Euro im Angebot macht mir ein wenig Angst.

star-wars-gespraeche

Fachliteratur zur besseren Wunschzettel-Planung

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Es duftet so gut nach Quitten-Konfitüre und … Gewinnspiel!

Mein persönlicher Rewe-Marktleiter hat mit mir geschimpft.
Was mir denn immer einfiele, so viel Marmelade zu kochen und ob ich denn schon mal darüber nachgedacht hätte, wo er den ganzen Krempel unterbringen solle und überhaupt wäre das Zeug ganz und gar unverkäuflich, da einfach in zu großer Menge vorhanden. Und schmecken würde eh nur die Erdbeermarmelade und Nutella.

So ganz widersprechen kann ich ihm da nicht. Bis auf die Sache mit dem Geschmack. Selbstverständlich schmecken ALLE meine Marmeladen ganz ausgezeichnet. Aber wenn man nur Erdbeermarmelade und Nutella probiert, kann man zu den anderen Sorten natürlich keine qualifizierte Meinung abgeben.
Das mit dem fehlenden Platz stimmt allerdings.
Aber ich habe eine Idee: Ich verschenke einfach drei besonders schöne Gläser meiner letzten Konfitüren-Kollektion. Und da ich ein klein wenig die Hoffnung habe, dass sich mehr als drei Menschen dafür interessieren, verlose ich die.
Zur Auswahl stehen je ein Glas

La dolce Quitta (Quitte mit Weinbeeren und einem Schuss Limoncello (Alkohol!))

Weihnachts-Quitte (Quitten-Gelee mit Zimt)

Bourbonen-Quitte (Quitten-Gelee mit Vanille)

Wer so ein Glas gewinnen möchte, der hat dazu mehrere Möglichkeiten:

  1. Liked meine Seite bei Facebook
  2. Folgt mir hier auf Sandkuchen-Geschichten
  3. Kommentiert das Gewinnspiel hier oder bei Facebook und sagt, welche Sorte Ihr gerne hättet. Man kann sich natürlich auch alle drei wünschen

Und wer meinen Facebook-Post zum Gewinnspiel teilt, der bekommt auch noch eine Extra-Chance.

Das Gewinnspiel endet am 15.11.2015 um 12:00 Uhr. Danach lose ich aus und gebe die Gewinner bekannt.

Jetzt kommen noch ein paar Dinge, die zwar niemanden weiter interessieren, die ich wohl aber angeben muss:

Teilnahmeberechtigt sind alle, die über 18 Jahre alt sind und in Deutschland wohnen.
Das Gewinnspiel wird von mir veranstaltet und weder WordPress noch Facebook oder die NSA haben irgendetwas mit diesem Gewinnspiel zu tun. Nicht mal der herrische Supermarktmanager hier.
Die Gewinne können nicht in bar ausgezahlt werden und ich hafte für gar nichts. Schon gar nicht für zusätzliche Pfunde, weil man nicht aufhören kann, Marmeladen-Brote zu essen.

Und jetzt wünsche ich allen viel Erfolg und freue mich auf eine rege Teilnahme!