Süßes, sonst gibt’s Saures: 5 Gründe, warum ich Halloween mag

„Muhahahahaa! Was wollt Ihr an der Tür des Bösen, Ihr Unwürdigen?“
Das verzerrte Scheppern der Sprechanlage verleiht meiner Stimme genau den richtigen Gruselklang, der dem Tag und dem Anlass angemessen ist.
„Hallo Mama“, tönt es fröhlich zurück.

Immer untergraben diese Kinder meine Autorität. Immer.

Aber immerhin wirkt der Spruch bei der nächsten marodierenden Kindergruppe. Haben sie an der Sprechanlage noch „Süßes oder Saures“ gebibbert, so sind sie doch, bis ich endlich mit meiner Schraube im Kopf und der Süßkram-Schüssel unterm Arm unten am Tor bin, über alle Berge verschwunden.
Mir war das vorher gar nicht so klar. Aber ich liebe tatsächlich Halloween.
Und das hat fünf Gründe: Weiterlesen

Die Pubertäterin

So langsam und allmählich verwandelt sich unsere Tochter in ein Pubertier, wie Jan Weiler es beschreibt. Sie ist inzwischen unheimlich leicht auf die Palme zu bringen, ernährt sich überwiegend von Süßigkeiten (was sich aber irgendwie auf meinen Hüften niederschlägt, wie mir scheint) und chillt am liebsten in ihrem Zimmer.
Aber wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich das Gefühl, dass sie in der Pubertät ist, seit sie zwei ist. Seitdem ist sie nämlich nicht wirklich unordentlicher geworden und solange schon habe ich nichts mehr in Klamottenfragen mitzubestimmen. Weiterlesen

Märchenhafte #12von12 im Oktober

Es war einmal ein wunderschönes, fleißiges Mädchen, das stand des Morgens auf, um ihrer fröhlichen Kinderschar ein wohlbekömmliches Mahl für den Tag zu bereiten, derweil ihr Prinz, der Vater der Kleinen, krank und elend im Bette lag.
Als die Spülmaschine rief „Ich bin fertig, räum mich aus!“, da zögerte das Mädchen nicht lang und sortierte brav alle Töpfe und Tiegel in die Schränke.
Kaum dass es damit fertig war, erschien ihm ein Kobold in Unterhose, der mit einem gar bunten, leuchtenden Schwerte vor ihm herumwedelte. Weiterlesen

Brotboxenterror vs Gesundes Pausenbrot – sponsored by LaVita

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Bildquelle: LaVita

Viele Menschen sammeln ja was. Irgendwann waren mal Briefmarken oder Autogramme von mäßig prominenten Menschen angesagt, heute sind es Fußballbildchen, Facebookfreunde oder Pokemón.
Meine Kinder sammeln Brotdosen. Vorzugsweise in Ranzen, Rucksäcken oder Sporttaschen.
Und ich sammel Fotos. Von den Schimmelgebilden, die sich schon nach wenigen Tagen kunstvoll um die übrig gebliebenen Brot- und Obstreste winden.
Ich habe schon fiesen punktförmigen schwarzen Schimmel, schleimigen grünen Schimmel und mein absoluter Liebling ist der weiße Wuschel-Schimmel. Den hätte ich beinahe zu den Kaninchen in den Stall gesetzt, weil er so kuschlig und allerliebst aussah.
Und diese Schimmel sind so umtriebig: Linas Biobuch mussten wir leider ersetzen, da der Brotdosenschimmel auch hiervon Besitz ergriffen hatte. Er findet nämlich jede Ritze und fließt zusammen mit dem Saft sich zersetzender Erdbeeren in jeden Winkel.

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Stapelweise Brotdosen zum Ferienende: The real Kitchen-Horror!

Was also tun? Einfach nix mehr mitgeben?
Aber Frühstück ist doch wichtig. Vor allem wenn eher nichts zu Hause vor der Schule gegessen wird. So wie bei uns.

Aber ich gebe nicht auf!

Ich gebe ab. Nämlich an meinen Mann. Der kloppt inzwischen das Pausenbrot zusammen und ärgert sich über die Reste, die teilweise komplett unangetastet, aber biologisch verändert , wieder zurückgebracht werden.

Dabei werden sowohl wir als auch die Kinder seit Eintritt in den Kindergarten permanent mit dem Thema gesundes Frühstück und zuckerfreier Vormittag bombardiert. Ich habe das durchaus verstanden und stehe auch dahinter und wir geben uns allergrößte Mühe es nach den aktuell geltenden Erkenntnissen zusammenzustellen. Und nicht nur, um nicht von der Lehrerin vorwurfsvoll auf Nutellabrote angesprochen und auf Elternabenden angeklagt zu werden.
Und prinzipiell essen die Kinder es ja. Auch wenn es ein langer Weg war von „Ich esse die Möhren nicht, die sind dreckig“, weil Petersilie darüber gestreut war hin zu „Ach schade, ist kein Kräuterquark mehr da?“

Gesundes Pausenbrot

Auf der Aktionsseite von LaVita  „Gesundes Pausenbrot“  ist schön zusammengestellt, worauf es bei einem gesunden Pausenbrot ankommt und es gibt auch ein paar Rezepte, die ich schon ausprobiert habe.

Ganz toll und lecker finde ich auch dieses hier:

Aber was bringt das schönste Pausenbrot, wenn es nicht angerührt wird weil man lieber die komplette Pause im Fußballkäfig verbringt oder der Schulkiosk mit Schnitzelbrötchen und Schokoriegeln dann doch das überzeugendere Angebot hat?

Auf der Aktionsseite war dann tatsächlich noch ein super Tipp, auf den ich von alleine nie gekommen wäre, weil man ja manchmal so blind wie ein Maulwurf durch seinen eigenen Familienbetrieb läuft:

Die Kleinen freuen sich auch, wenn sie in die Besorgung und Zubereitung mit einbezogen werden.

Ich gehe zwar davon aus, dass meinen „Kleinen“ das erst mal nicht so schmecken wird. Aber wir werden das versuchen. Vielleicht wird das ja was bis zum Abitur.

Und wenn nicht, dann setze ich vielleicht doch mal Plan B um

und dann sammel ich auch Pokemón wie alle anderen.

So lange lasse ich meinen Mann oder meine Kinder Avokadobrote schmieren und Radieschenmäuse schnitzen. Die schmecken dann wenigstens mir zum Abendbrot.

Ich brauche Hilfe!

Waaaaaaa!
Aus irgendeinem Grund habe ich auf eine Anfrage, ob ich bei einem Story-Slam mitmachen möchte,

„Ja, klar. Wollte ich schon länger mal machen“

gesagt.
Nehmen wir mal an, ich schaffe es tatsächlich vom Klo runter auf die Bühne, falle dort nicht vor lauter Angst in Ohnmacht und bekomme dann auch noch die Zähne auseinander und verständliche Worte hervorgestammelt:

Was soll ich da bloß fünf Minuten lang erzählen?

Ich brauche Euren Rat:

Welche ist Eure Lieblings-Sandkuchen-Geschichte, die Ihr schon immer mal live von mir vorgetragen hören wolltet? Oder wo kann ich eine Geschichte klauen, die ich da erzählen könnte?

Seemann, lass das Träumen

„Tschulien Bähm ist zum weltbesten Youtuber gewählt worden!“, behauptet Fritz.
„Echt?“, fragt Lina und schiebt misstrauisch hinterher: „Woher weißt Du das?“
„Wahrscheinlich aus der Tageschau. Da bezieht er doch alle seine Informationen her. Und vermutlich ist Tschulien Bähm weltbester Youtuber beim Wettbewerb der Youtuber in Kleinschlagmichtot in der Kategorie Tschulien Bähm geworden“,  mische ich mich ein.
„Tschulien Wer?“ Mein Mann sieht ein wenig ratlos in unsere gemütliche Sonntagsfrühstücksrunde. Weiterlesen

Kindergeburtstag – oder ein Tag voller „Egal, ich lass das jetzt so“

„Das Leben ist kein Kindergeburtstag“, sagen ja manche und meinen damit, dass nicht immer alles glatt läuft, man zehn Tonnen Geschenke bekommt und es Spaß und Kuchen ohne Ende gibt.
Ich frage mich dann immer, ob jemand, der das behauptet, jemals in seinem Leben eine Kindergeburtstagsparty ausgerichtet hat.
Man kann nicht drum rum reden, es ist, wie es ist, nämlich purer Stress. Die eine Hälfte der Kinder will Partyspiele, die andere Hälfte findet Partyspiele extrem uncool und langweilig, alle wollen neben dem Geburtstagskind sitzen und das Geburtstagskind selbst benimmt sich aufgrund irgendwelcher komischer Kindergesetze grundsätzlich so daneben, dass man überlegt, ob es wohl auffällt, wenn man es beim Abholen einfach jemandem mitgibt. Weiterlesen

#12von12 im September

Gestern war Kinderparty bei uns. Ich starte den Tag also damit, die letzten Schleimreste zu entfernen.
Angeblich kann man darin ja baden. Ich weiß nicht, ob ich das wirklich mal ausprobieren möchte. Aber der Schleimtransport gestern war wirklich der Kracher.

gruener-schleim

Danach geht es weiter mit den Partyresten. Ich esse eine kalte Waffel und der Typ im Gangsta-Hoodie mit Oreo-Cake ist mein Sohn, der ganzjährig ausschließlich T-Shirts trägt, außer es wird heißer als dreißig Grad, da muss es gefütterter Jersey mit Kapuze sein.

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Dazu frage ich ihn auf seinen Wunsch in Englisch ab. Der grüne Kackhaufen bei jeder Szene soll übrigens ein Frosch sein.

englischheft
Als beide Kinder auf dem Weg in die Schule sind, breche ich auch auf. Ich habe einen Arzttermin und gehe anschließend Blut spenden, weil das am gleichen Ort ist. Meine Krankenkasse zahlt nämlich nicht nur Geld fürs Sportabzeichen, sondern auch fürs Blutspenden. Außerdem hat man mir schon einen Brief geschrieben, dass ich doch mal wieder auftauchen soll.

blutspendebrief

Eis, das ist die letzte Weisheit,
jeden Tag ist für mich Eiszeit,
Schokolade und Vanille,
Straciatella, Petersilie,
Erdbeer, Walnuss und Zitrone,
ob mit Sahne oder ohne,
ob es kalt ist oder heiß:
Ganz egal, ich will mein Eis!
(aus Ritter Rost macht Urlaub)

wassereis

Heute wollen wir in den frisch übernommenen Garten und schon mal einen Teil der Laube streichen.
Aber bevor wir loskönnen, muss ich noch einen Satz Tischtennis spielen.

„Aber Du spielst richtig, Mama!“

Gewinnen darf ich aber trotzdem nicht. Es ist etwas verzwickt. Beim Stand von 10:8 für mich müssen drei Bälle aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen wiederholt werden. Kurz bevor ich einen Schiedsrichter fordere, darf ich doch noch den Siegtreffer landen.

tischtennisplatte

Dann können wir tatsächlich doch noch in den Garten fahren.
So sieht die Laube vor unserer Streichaktion aus:

laube-vor-anstrich

Und jetzt ist ein Teil davon schwedenrot:

schwedenrote-laube

Der Sohn merkt an, dass seine Schwester ruhig hätte mitkommen können, immerhin hätte sie ja Kunstschwerpunkt an der Schule, da wäre sie eine große Hilfe gewesen. Ich bin mir da nicht so sicher.
Während der Sohn eine Abschlussrunde auf dem Trampolin hüpft, gieße ich noch meine frisch angepflanzten Stauden.

Ich glaube, ich habe ein grünes Däumchen. Erste gärtnerische Erfolge sind offensichtlich. Disteln gelingen mir schon mal spitzenmäßig.

distelbeet

Zu Hause gibt es noch mal Tränen:

zwiebeln

Die Tochter hat sich allerdings schon wieder beruhigt. Zwischenzeitlich gab es nämlich einen Stromausfall und das W-LAN war weg. Und die Steckdose konnte kein Guthaben auf der Powerbank aufbauen. Glücklicherweise ist jetzt alles wieder online und die drölfzig fantastilliarden Whatsapp-Nachrichten, die währenddessen aufgelaufen sind, können wieder abgerufen werden.

Jetzt will sie erst mal Haare waschen. Irgendwer im Youtube-Universum hat geraten, das alle zwei Tage zu tun. Wenn ich rauskriege, wer das war, werde ich ihn umgehend für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
Allerdings sind ihre Haare gerade fluffig und schön, ich sage also, dass das jetzt gar nicht nötig sei.
Was habe ich getan? Das war das erste Mal, dass sie freiwillig die Haare waschen wollte. Mir soll sofort meine Zunge abfaulen!

Weil sie so erleichtert und glücklich über das wiedererstandene W-Lan ist und ja jetzt Zeit hat, weil sie doch nicht ihre Haare wäscht, hilft mir meine Tochter , das Gemüsemandala für das Abendessen zu dekorieren.

gemuesemandala

„Wenn man Rote Bete und Gorgonzola mag, schmeckt es ganz lecker“, lobt mein Mann den Auflauf, den ich zum Abendessen gekocht habe, um sich im Anschluss eine Waffel in den Toaster zu stecken.

rote-bete-auflauf

Ich mag Rote Bete und Gorgonzola. Und ich mag 12 von 12. Und deshalb schaue ich jetzt noch mal, was andere heute so gemacht haben. Wie immer bei Draußen nur Kännchen.

Es lebe der Sport!

Halb Deutschland diskutiert darüber, ob man die Bundesjugendspiele abschaffen sollte und was macht die Familie Wagenpfeil? Die geht zu den Bundesjugendspielen für die ganze Familie, besser bekannt als Deutsches Sportabzeichen.

In Leichtathletik war ich zu Schulzeiten immer ganz gut, da kriege ich so ein bisschen rennen und springen ja wohl hin. Sogar mein Mann hat sich zwei Stündchen aus dem Laden verabschiedet, um mitzumachen. Weiterlesen

Der letzte Tag – bei den Grossen Köpfen

Kennt Ihr das Blog „GROSSE KÖPFE – ihre und seine Sicht einer Familie“ ?
Hier schreiben Alu und Konsti über ihr Leben als Familie. Mit viel Gefühl, Humor und Blick auf die Details und die Momente, die aus Puzzleteilen ein ganzes Leben zusammensetzen.

Seit ein paar Wochen gibt es noch mehr Grosse Köpfe, K3 hat nämlich Einzug in das Leben der nun fünfköpfigen Familie gehalten. Hurra!

Wie könnte ich anders, als für diese zauberhaften Menschen ein Geschichtlein zu schreiben:
http://www.grossekoepfe.de/2016/09/der-letzte-tag-ein-neuer-anfang.html