Archiv der Kategorie: Allgemein

Neues aus dem Einkaufsparadies

Glück und Leid liegen ja manchmal so eng beieinander.
Die Tage habe ich dieses Schild an der Zimmertür meines Sohnes entdeckt.

Der Rewe in unserer Speisekammer hatte also vorerst geschlossen. Schade. Dafür hatte die Repzeption wieder offen und die Rechtschreibung des Marktleiters sich dramatisch verbessert.
Das Schriftbild hat hingegen noch etwas Optimierungspotential, finde ich. Aber vielleicht hat Fritz einfach nur mal wieder neue Pläne und arbeitet an einer Karriere als Mediziner. Zumindest lässt mich die krakelige Unterschrift das vermuten. Weiterlesen

Taunus Wunderland, das ist unsre Welt

taunus-wunderlandIch war schon etwas verwirrt und wusste gar nicht so recht, wie ich mich auf einem fröhlichen Familienausflug verhalten soll, aber nach zwanzig Minuten kam dann doch das erlösende Gemaule meiner Tochter. Ein Ausflug ohne Meckern macht einfach nur halb so viel Spaß. Was diesmal Stein des Anstoßes war, habe ich leider schon wieder vergessen, aber es wird schon so etwas Fatales und Unerwartbares gewesen sein wie ein Rempler beim Autoscooter, ein Spritzer in der Wildwasserbahn oder die Weigerung der Eltern, für das Steuern elektrischer Boote noch extra zu bezahlen, wo uns der Eintritt doch nur zwanzig Euro pro Person gekostet hat. Vielleicht war es auch nur ein anderer Besucher des Freizeitparks, der irgendwie das Missfallen meines Kindes erregt hat. Andere Menschen sind aber auch wirklich lästig. Stehen in der Schlange vor einem, schnappen  einem das letzte Lieblingseis vor der Nase weg oder sind einfach da und stören. Glücklicherweise war das Wetter nicht so gut, da waren wir ziemlich alleine unterwegs und mussten nirgendwo lange anstehen. Weiterlesen

Money, Money, Money

monetenEigentlich spricht man ja nicht über Geld. Entweder man hat es, oder man hat es nicht.
Ich habe Geld.
Glaubt zumindest meine Tochter.
Als ich einmal nach bester Stasi-Manier mein Kind aushorchen wollte, was denn eigentlich die anderen Eltern im Kindergarten beruflich so machen, kam nur ein Schulterzucken von meiner vierjährigen Tochter. Daraufhin habe ich überlegt, ob Lina überhaupt weiß, womit ihre eigenen Eltern so ihr Geld verdienen und habe sie gefragt.
„Der Papa ist Fotograf und die Mama verdient Geld.“ Weiterlesen

Erziehungstipps vom Profi

erziehungsratgeberIch habe Linas Hausaufgaben gefunden: „Ach herrjeh. Wie sieht das denn aus? Alles krumm und schief, weder Punkt noch Komma und einen Rand hat sie auch keinen gelassen. Kaum ein Wort ohne Fehler! Da krieg‘ ich Pusteln wenn ich so was sehen muss. Das ist ja ganz grauenhaft. Wie kann sie so etwas machen? Das macht mich wahnsinnig!“
Vielleicht habe ich mich auch noch ein wenig drastischer ausgedrückt beim Anblick dieser sogenannten Hausaufgaben. Lina war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Aber Fritz.
„Mama. Aber sag‘ ihr das nicht so. Sonst heult sie wieder und ich krieg‘ Mitleid.“ Weiterlesen

Wir ham die Haare schön

friseurbesuchNeulich waren wir beim Friseur. Auf die Frage, was mit Fritz‘ Haaren passieren soll, antwortete ich dem Friseur: „Kann man da so was machen, was die jungen Kerle so tragen im Moment? An den Seiten kurz und oben so ne kleine Tolle?“
„Ah, Undercut. Ja das geht.“
Zumindest habe ich das verstanden. Der Friseur ist nicht so leicht zu verstehen, er nuschelt. Zu meinem Sohn gewandt, sagte er: „Fritz– Marco Reus?“
Als Antwort gab es ein zustimmendes Nicken. Ebenso bei der Frage am Ende, ob er noch Gel in die Haare haben wolle. Männer brauchen halt einfach nicht so viele Worte. Weiterlesen

Leserunde zu „Bleib so, wie du werden willst“

cover-wagenpfeilSeit fast zwei Monaten gibt es jetzt schon „Bleib so, wie du werden willst“.
Einige haben es gleich gekauft, aber hat es auch irgendjemand gelesen?
Außer meiner Mutter natürlich.
Etwas dazu schreiben wollte bisher niemand.
Außer meiner Mutter natürlich.
Ich bin kurz davor, mein Buch selbst auf Amazon zu bewerten und eine Rezension zu veröffentlichen.

Aber bevor ich so verzweifelt bin, hatte ich erst noch eine andere Idee. Ich habe auf Lovelybooks eine Leserunde eröffnet. Da kann man zehn Exemplare des Buchs gewinnen und sich dann mit anderen Lesen und mir über das Buch austauschen. Ich habe so etwas noch nie gemacht (was natürlich nicht verwunderlich ist, da „Bleib so wie du werden willst“ mein erstes Buch ist) und bin total gespannt, wie das wird.

Schaut also einfach mal auf Lovelybooks vorbei und empfehlt es auch all Euren Freunden. Ich würde mich echt freuen, wenn da etwas los wäre.
Und wenn irgendeiner von Euch Bloggern da draußen Lust hat, etwas zu machen, dann meldet Euch. Eine Blogtour fände ich nämlich auch wunderbar!
Und wer noch nie etwas von „Bleib so, wie du werden willst“ gehört hat, der kann sich hier informieren.

Ansonsten: Bleibt so, wie ihr werden wollt!

Blogger für Flüchtlinge. Auch hier? Ja.

Blogger für Flüchtlinge

Blogger für Flüchtlinge

Flüchtlinge auf meinem Blog? Ach ne. Der gehört mir. Da sind lustige Geschichten zu lesen. Ich will unterhalten und nicht mahnen. Das sollen mal schön andere machen.
Wenn ich da mitmache, dann kann ich auch gleich aufhören, Fleisch zu essen oder in den Urlaub zu fliegen. Und mich gegen Tierquälerei engagieren. Und gegen den Pflegenotstand in Kliniken. Und gegen die ungerechte Bezahlung in sozialen Berufen. Aber ich kann doch nicht überall mitmachen.
Na gut, in den Urlaub fliegen wir sowieso nicht, weil das so teuer ist, und ich auch ein ganz klein wenig Flugangst habe. Aber das Fleischessen lasse ich mir nicht verbieten.
Und außerdem ist mein Blog ja so klein und so unbedeutend im großen Bloggermeer.

Aber was, wenn nicht? Was, wenn ganz viele, ganz kleine Blogs auch zusammen eine Menge Leute erreichen und nachdenklich machen? Was,  wenn auch nur einer nachdenklich wird, der diesen Blogpost liest und Zeit hat, um aktiv zu helfen? Und wie war das noch mal mit dem steten Tropfen?
Also gut, dann schreibe ich halt auch was zu diesen Flüchtlingen. Nämlich, dass „diese Flüchtlinge“ Menschen sind, die hoffentlich jetzt endlich nach so viel Leid ein schönes, glückliches Leben beginnen können. Und dass wir alle versuchen sollten, ihnen den Start hier zu erleichtern. Und dass diese Menschen auf diesem Blog gar nicht stören oder in unserem Leben, weil sie uns gar nichts wegnehmen, sondern unser Leben sogar bereichern – wenn wir es zulassen.
Wer wissen möchte, was er persönlich tun kann, der findet für den Raum Wiesbaden zum Beispiel hier ein paar Anregungen: http://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesellschaft/auslaendische-buerger/content/fluechtlinge-start.php

Und wer noch mehr Infos zu #Bloggerfuerfluechtlinge haben möchte, der kann mal hier schauen: http://www.blogger-fuer-fluechtlinge.de/

Und ich gehe jetzt mal den abgelegten Ranzen meiner Tochter sauber machen, denn auch gut erhaltene Sachspenden helfen. Und wenn wir morgen die Schulsachen für das nächste Schuljahr kaufen, dann kaufe ich einfach noch ein paar mehr und stecke sie in den Ranzen.

Der Clown im Schülerrat

clownDemokratie ist ja eine feine Sache. Sofern die richtigen Leute wählen gehen. Nämlich die, die wissen, was sie da tun. Schön ist auch, wenn diese Menschen dann noch die richtigen Vertreter wählen. Das ist aber leider nicht immer so.
Meine Kinder gehen auf eine Kinderrechte-Schule. Das heißt, dass da ziemlich viel über Kinderrechte und was damit zusammenhängt, gequatscht wird. Das kann für Eltern ziemlich anstrengend werden, wenn die Kleinen etwas einfordern und sich dann auf irgendwelche dubiosen Rechte berufen.
Es gibt in dieser Schule auch einen Haufen Gremien, wie Schülerrat und Klassenrat, in die demokratisch gewählte Schüler entsendet werden. Allerdings keimt in mir der Verdacht, dass die Schüler in der Klasse meines Sohnes diesem Demokratie-Unterricht nicht besonders aufmerksam gefolgt sind. Anders kann ich mir nämlich nicht erklären, warum ausgerechnet Fritz zum Klassensprecher gewählt wurde.  Die einzig mögliche Erklärung ist, dass sie dachten, es ginge um die Wahl des Klassenclowns. Dass dabei die Wahl auf Fritz fällt, war ja klar. Weiterlesen

Babyalarm!

tante-verenaIch werde Tante! Ich freue mich schon total darauf. Endlich kann ich meiner Schwester zurückgeben, was sie all die Jahre meinen Kindern gegeben hat.
All die blinkenden, lauten, hässlichen Plastikdinge, die kleine Kinder so lieben und Eltern so hassen. Vor allem die, die noch gut hören und ein Faible für Dekoration haben.
Ich überlege schon intensiv, welches Schimpfwort ich denn dem neuen Erdenbürger als erstes beibringen werde und welche Melodie gerülpst besonders scheußlich klingen könnte.

Nein. Jetzt mal ernsthaft. Ich freue mich wirklich darauf, Tante zu werden. Ich liebe die kleinen Händchen und den Geruch von Babys und wenn ich nicht permanent für frische Windeln sorgen muss und ausreichend Schlaf bekomme, finde ich Babys total niedlich. Weiterlesen