„Ich wollte Tim für den Schwimmkurs anmelden, möchte Lina mitkommen?“, fragt mich meine Freundin.
„Mhm. Die sind doch erst vier. Findest Du das nicht ein bisschen früh?“
„Die werden doch im Verlauf des Kurses fünf, das passt schon.“
OK, inzwischen ist ihre Aussprache besser, aber Haarewaschen ist für uns beide jedes Mal eine schreckliche Tortour. Wir haben schon alle möglichen Hilfsmittel ausprobiert, um die Haare so auszuspülen, dass bloß kein Tröpfchen Wasser ins Gesicht springt, aber nichts war wirklich zufriedenstellend. Wie soll dieses Kind jemals Schwimmen lernen? Wichtiger fände ich ja so einen Kurs für Fritz. Der springt nämlich voller Freude in jedes Becken hinein, egal ob da einer drin ist, der ihn auffängt oder nicht. Wenn der untergeht und Wasser schluckt, dann freut der sich noch total. Allerdings ist der erst zwei und so kleine nehmen sie dann wirklich nicht. Nachdem mir meine Freundin versichert hat, dass es irre schwierig ist, in dieser Schwimmschule überhaupt einen Platz zu bekommen, willige ich ein. Weiterlesen →
Zum Glück hatte ich ausreichend Taschentücher einstecken. Aber auf die Schminke für die Augen wollte ich doch nicht verzichten. Dumme Kuh, ich. Und dann spielten die auch noch die unvermeidbare grönemeyereske Alltime-Schnulzen-Hymne „Ein Hoch auf Uns“. Allerdings führte diese nicht wie lautstark besungen zu einem Feuerwerk der Endorphine, eher das Gegenteil trat ein: Die eine Hälfte der Kinder sang mit, die andere Hälfte heulte schon von Anfang an. Und am Ende standen alle flennend auf der Bühne oder lagen sich schluchzend in den Armen. Die coolen Gangsta-Jungs, die vorher noch die Mädchen verhöhnt hatten, dass die bestimmt heulen müssten, genauso wie die Lehrerinnen. Die Viertklässler ebenso wie die Erstklässler. Nur der Hausmeister und zwei der anwesenden Väter haben keine Tränchen verdrückt. Und noch jemanden gab es, der im Gegensatz zu allen anderen strahlend auf der Bühne stand: Meine Tochter. Weiterlesen →
Ich bin ja so n Twitter-Honk. Habe ich letztens festgestellt, als ich bei der Terrorpüppi einen Gastbeitrag von Nina von timbaru gelesen habe.
Ich twittere unregelmäßig, aber schon mehrmals die Woche. Oft schicke ich nur Tweets von anderen weiter und habe den Eindruck, dass in diesem Twitteruniversum alle viel lustiger, geistreicher und vor allem besser vernetzt sind als ich. Weiterlesen →
Ich erziehe jetzt wahnsinnig agil. Ich habe nämlich eine Weiterbildung gemacht und bin jetzt zertifizierter SCRUM-Master. Eigentlich war ich nur drei Tage auf einem Seminar und habe da nichts überraschend anderes kennengelernt, außer neuen netten Leuten, aber ich habe jetzt einen Haufen neuer Buzzwords im Repertoire für die gleiche Arbeit, die ich vorher schon gemacht habe. Da ich ganz gerne mal Dinge remixe und auf andere als die für sie gedachten Dinge übertrage, habe ich mir überlegt, diese agile Sache, bevor ich sie meinen Kollegen zumute, erst einmal an meinen Kindern auszuprobieren. Weiterlesen →
Sommerzeit = Lesezeit. Für alle, auf deren E-Book-Readern noch etwas Platz ist und denen die Sandkuchen-Geschichten ganz gut gefallen, habe ich heute eine Leseempfehlung. Eine unbedingte Leseempfehlung sogar:
Was macht man, wenn das Familieneinkommen knapp ist und man als frischgebackene Mutter von zwei Kindern nicht tatenlos zuhause rumsitzen möchte? Wenn man vom Häuschen im Grünen träumt und von Designer-Schuhen? Gitta Petermann zieht aus, ihr Glück und vor allem Reichtum zu finden und gerät dabei von einem Schlamassel in den nächsten. Sie merkt, dass die Welt der Spekulationsgeschäfte gar nicht so glamourös ist, wie einen Hollywood glauben lassen will und dass ein großes Allgemeinwissen nicht unbedingt weiterhilft bei „Wer wird Millionär?“.
Gitta bekommt es mit einem Versicherungsangestellten mit dunklen Geheimnissen, einem hypochondrischen Schwiegervater, einem Klavierstimmer ohne Flügel, Kindern, die wie Süßigkeiten heißen und einer Menge weiterer, ganz normal skurriler Menschen zu tun. Bis sie merkt, was wirklich wichtig ist im Leben.
Aber ist es dafür vielleicht schon zu spät? Und heißt sie wirklich Gitta?
Na? Neugierig geworden? Dann ab in den nächsten E-Book-Store. Kann man nämlich überall kaufen, auch bei iBooks und bei google Play , wer lieber mit Tablet oder Smartphone liest. Und wer den stationären Handel unterstützen will, der kauft es bei seinem Buchhändler, zum Beispiel bei der Buchhandlung Pristaff in Biebrich
Und wer noch keinen Reader hat, der bekommt ihn da auch gleich.
Das Buch heißt übrigens „Bleib so, wie Du werden willst“ und erscheint bei Forever by Ullstein. Heute. Und die Autorin heißt: Verena Wagenpfeil!
Ich werd verrückt! Die heißt ja genauso wie ich. Ich flippe aus vor Freude!
Wer sich noch ein wenig unsicher ist, ob das Buch etwas für ihn ist, der kann sich auch gerne erst einmal die Leseprobe anschauen.
Ich hoffe, euch gefällt das Buch genauso gut wie mir. Wenn ja, dann seid doch so gut und empfehlt es weiter. Und schreibt darüber, wie es euch gefallen hat. Auf eurem Blog, bei Facebook, bei Twitter, bei Amazon, bei Lovelybooks, an der nächsten Litfasssäule – einfach überall. Wer dabei Hilfe braucht, ich hätte da ein paar überschwänglich lobende Buchbesprechungen in der Schublade. Einfach PN an mich 😉
Ihr dürft mir auch gerne hier in den Kommentaren schreiben, welche Stellen Euch besonders gut in dem Buch gefallen haben. Ich freu mich nämlich immer wie verrückt über Interaktionen. Zur besseren Vorstellung hier ein paar Vergleiche zu „freu mich wie verrückt“: So wie meine Tochter, wenn sie länger Computer spielen darf als eigentlich vorgesehen oder wie die Kaninchen, wenn sie Futter kriegen, oder wie ich, wenn ich gegen meinen Mann im Trivial Pursuit gewinne. Letzteres allerdings nur theoretisch, ist nämlich leider bislang noch nicht vorgekommen.
Oder so:
Der weiße Edding liegt übrigens bereit für den, der eine Widmung möchte: Ich wäre dann soweit.
Ansonsten wünsche ich ein entspanntes Lesevergnügen und verabschiede ich mich für heute mit den Worten:
Bleibt so, wie ihr werden wollt!
Mein Sohn ist ein Vielfrager. Er will alles immer bis zum letzten Detail wissen. Häufig will er wissen, was irgendwelche anderen Leute denken. Das sind immer die kniffligsten Fragen, da ich hierauf keine Antwort weiß. Wenn ich dann aber aufgebe und sage: „Ich weiß es nicht“, schaut er mich herausfordernd an und sagt: „Aber Du hast gesagt, ‚Mamas wissen alles‘.“ Weiterlesen →
Folgende Sportarten werden in unserer Familie mehr oder weniger regelmäßig betrieben: Badminton, Schwimmen, Fechten, Ballett, Cheerleading, Basketball, Fußball, Laufen. So weit, so gewöhnlich. Dann gibt es aber auch noch Ausreißer:
Fritz übt sich beinahe täglich im Laserschwertkampf. Er trainiert Jedi-Sprünge und Schwertschwungtechniken. Und wenn gerade mal kein Laserschwert zur Hand ist, macht er das auch mit einem Badmintonschläger oder einfach freihand.
Aber jetzt hat Fritz eine neue Sportart für sich entdeckt: er dirigiert. Das ist Ihnen neu, dass es sich bei Dirigieren um eine Sportart handelt? Mir war auch neu, dass ich mich jemals an der Carmen-Ouvertüre satthören könnte, aber so ist es. Und das kam so: Weiterlesen →
Es tut sich was in unserer Wohnung. Und zwar in dem am penibelsten aufgeräumten und saubersten Raum des Hauses, Sie vermuten richtig, der Speisekammer.
Dieses Mal habe ich einen Gastbeitrag dazu im Gepäck, verfasst von Frollein W., aka „Lina“: Weiterlesen →
Was keiner weiß: Manuel Neuer mag gerne Löwenzahn.
Wir haben keine Haustiere. Aus Prinzip nicht. Wir haben zwei Kinder, die machen genug Dreck und Arbeit. Ich wollte früher mal ein Häschen haben, aber das Ende der Diskussion mit meinem Mann war: „Wenn das mit dem Kinder-Kriegen nicht klappt, dann kaufen wir ein Häschen“.
Wie ich bereits erwähnte, haben wir zwei Kinder. Und im Nachhinein bin ich auch froh darüber, dass ich nicht gleich nach dem ersten erfolglosen Versuch, schwanger zu werden, losgezogen bin, um ein Kaninchen zu besorgen. Vor kurzem habe ich geträumt, wir hätten Fische und Meerschweinchen und ich habe vergessen sie zu füttern. Nein, dieser Verantwortung fühle ich mich nicht gewachsen. Komisch, bei den Kindern war ich mutiger.
Meine Kinder sehnen sich allerdings schon seit geraumer Zeit nach einem Haustier. Am liebsten wäre ihnen eine Katze. Geht aber nicht – ich bin allergisch. Stört die Kinder jetzt nicht weiter, aber mich. Weiterlesen →
Meine Kinder sind super freundliche und höfliche Wesen. Gleichermaßen zurückhaltend wie zuvorkommend. Habe ich mir sagen lassen. Zuhause sind sie es nämlich normalerweise nicht. Und wenn doch, dann ist es höchste Zeit, mal misstrauisch zu werden.
Aber besser so als andersherum, tröste ich mich immer, wenn ich mal wieder irgendjemandem irgendetwas gebracht habe, das dieser jemand über zwei Stockwerke brüllend gefordert hat, ohne auch nur ein winzig kleines Bitte oder Danke für meine Dienstbotentätigkeit rauszurücken. Ich bin aber auch ein Esel. Eigentlich sollte ich ohne gewisse Höflichkeitsformen gar nichts mehr machen. Tu ich aber nicht. Ist irgendwie so drin in mir und es ist natürlich auch schneller und einfacher, als sich auf Diskussionen einzulassen. Weiterlesen →