#12von12 im Januar 2017: Scherben bringen vielleicht Glück, machen aber erst mal Arbeit.

Christo ist auf unserem Hof vorbeigekommen und hat den Kaninchenstall eingewickelt in Pappe und eine furchtbar hässliche Pepita-Kunstfaserdecke.
Ach nein, es war die Oma, die nicht von ihrer Meinung abzubringen ist, dass die armen Tierchen frieren. Weshalb sie ihnen auch immer die dreifache Portion Futter gibt, aber das ist ein anderes Thema. Weiterlesen

Und bis wir uns wieder sehen halte Gott Dich fest in seiner Hand

Mein Sohn ist ein Sammler. Er sammelt Radiergummies, Einträge in sein Hausaufgabenheft und Fußballbildchen. Die kauft er immer im Kiosk bei uns an der Ecke. Ich behaupte mal, dass der Kiosk einen nicht unerheblichen Teil seines Umsatzes mit dem Geburtstags- Weihnachts- und Taschengeld dieses Kindes macht.

Das finden wir Eltern nicht so gut und erlauben es auch nicht. Aber das Kind ist maßlos, wenn es um Fußballbildchen geht. Wenn er nur mal so ausgiebig Klavier üben würde wie Fußballkärtchen sortieren.

Vor knapp zwei Wochen kam nun die Frau vom Kiosk in den Laden meines Mannes, um ihn darüber zu informieren, dass sein Sohn morgens vor der Schule bei ihr aufschlägt, um Fußballbildchen in durchaus mehr als haushaltsüblichen Mengen zu kaufen.
Natürlich wussten wir nichts davon.
Aber gefreut habe ich mich sehr, dass sie uns Bescheid gesagt hat. Es könnte ihr ja auch egal sein. Ich mag dieses gegenseitig aufeinander Schauen bei uns im Vorort. Man kennt sich, man hat ein Auge aufeinander. Weiterlesen

#12von12 im Dezember 2016: Die Plätzchen-Challenge

Gestern hatten wir gar keine Zeit, die dritte Adventskranzkerze anzuzünden. Das hole ich heute morgen alleine beim Frühstück nach.

Aber zum Adventskranz gehören auf jeden Fall ganz unbedingt und überhaupt Plätzchen. Wer wäre ich, solchen Gesetzen zu trotzen.

IMG_4123.JPG

I I had a plätzchen, I eat it in the morning

Damit es nicht zu besinnlich wird, mache ich nebenbei noch das Fotobuch des Jahres nach fünf Monaten aufopferungsvoller Arbeit fertig und gestalte die Weihnachtskarten.
Ich fühle mich, als fielen Fesseln von mir ab. Was ich jetzt wieder alles machen kann. Plätzchen
Kleiner Tipp von mir: Heiratet niemals einen Fotografen, sonst habt ihr so viele gute Fotos zur Auswahl, dass Ihr sehr viel Geld für Fotobücher investieren müsst oder knallhart aussortieren. Mag ich beides geht so.

weihnachtskarten-gestaltung
Das heutige Adventskalenderlos muss ich korrigieren. Das darf mein Mann nicht mitkriegen, der mag nie, wenn ich so was mache. Geschenkter Gaul und so. Also: Psst!

adventskalenderlos-12

Rechtschreibfehler bei anderen finden: eine meiner Kernkompetenzen

Auf der Arbeit habe ich auch einen Adventskalender.

adventskalender-karte

Adventskalenderkarte an Weihnachtsmaus mit Kabelsalat

Zu Mittag esse ich eine halbe Portion Nudeln. Das Blöde an halben Portionen ist ja, dass sie so schnell weg sind und ich leider nicht mehr dazu komme, sie zu fotografieren.

Aber ich habe auf der Arbeit nicht nur einen Adventskalender sondern auch Plätzchen.

plaetzchendose

I eat it at lunchtime

Heute mache ich früh Schluss, da habe ich mehr Zeit, mich daheim über meine Kinder zu ärgern. Zuverlässig wie ausfallende Züge bei der Deutschen Bahn enttäuscht man mich nicht.

Aber es gibt auch noch andere Dinge, über die ich mich ärgern kann. Zum Beispiel über den blöden Seifenspender im Bad, bei dem ich vor drei Tagen versucht habe, die Seife nachzufüllen und mir dabei der Schlauch abgefallen ist und ich das *hierbitteSchimpfwortnachWahleinfügen* Ding seit dem nicht mehr rausbekommen habe.

seifengabel

Symbolbild für meine Ausdauer, mich mit nervigen Problemen zu beschäftigen

Irgendwann wird mein Mann mal in dieses Bad kommen, den Seifenspender abschrauben und den Schlauch rausschütteln. Solange hänge ich vielleicht ein paar Weihnachtsbaumkugeln an die Gabel.
And they lived happily ever after …

Weil ich ein wenig rumschniefe trinken der Sohn und ich Tee zu den Hausaufgaben und essen ein paar Plätzchen.
Da ich ja von meinem besten Bruder von allen und seinem Liebsten vor ein paar Tagen ein riesiges Paket Plätzchen geschickt bekommen hatte, muss ich nicht auf die gleiche Auswahl wie am Morgen zurückgreifen.

teafortwo

I eat it in the afternoon

Ja, ja, ja. Wenn man so aussehen möchte wie ich, dann muss man auch was dafür tun. In diesem Fall also Plätzchen essen. Oder Nachtisch. Von der Schwiegermutter gemacht.

omas-nachtisch
Eins ist schon leer und der Sohn hat verräterische Spuren um den Mund.
Naja, wird schon kein Alkohol dringewesen sein.
Höchstens Amaretto halt.

Jetzt sind Weihnachtsvorbereitungen angesagt. Diesen tollen Leuchtkasten werde ich jemandem an Weihnachten schenken. Vermutlich. Also wenn ich ihn nicht doch lieber selbst behalte.

leuchtkasten

Als nächstes übe ich Weihnachtslieder. Hier eine kleine Kostprobe. Versuch Nummer 379:


Ich behaupte der Tochter gegenüber, ich hätte jetzt auch mal ein Musically gedreht und spiele es ihr vor. Auf meine Frage, ob ihr das peinlich wäre, wenn ich das auf meinen Blog stelle, antwortet sie diplomatisch: „Ein bisschen. Aber uns bringt ja niemand im Internet miteinander in Verbindung.“
Dann fügt sie noch hinzu, dass ich eine tolle Mutter wäre.

Ich bin stolz, dass wenigstens meine Tochter verstanden hat, wie opportunes Verhalten in der Vorweihnachtszeit funktioniert. Das haben hier leider nicht alle verinnerlicht.

Eigentlich wollte ich mit ein paar Freundinnen auf den Weihnachtsmarkt gehen, aber da meine Nase immer stärker läuft, sage ich schweren Herzens ab und packe stattdessen drei Zentner Weihnachtsgeschenke völlig unnachhaltig ein.
Weil ich nämlich Geschenkpapier mag!
Und viele Geschenke. Richtig dicke Dinger, um mal Ritter Rost zu zitieren. Immer noch eine meiner liebsten Weihnachtsgeschichten.

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Mit meinem Brot verziehe ich mich erschöpft aufs Sofa, um „Geschickt eingefädelt“ zu schauen, weil ich bisher noch nicht dazu kam und morgen ja schon Finale ist.

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Vielleicht esse ich auch noch ein paar Plätzchen dazu.
I eat it the evening. Allover the day! Uhuhuhuu, Uhuhuhuu …

Mehr 12von12 gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen.
Was letzten Dezember hier abging, kann man hier noch mal nachlesen.

 

Das zweite Wochenende im Advent: Autoschreck, Star-Wars-Plätzchen und Last Christmas

Jetzt hatte ich so großspurig angekündigt, dass es bestimmt kein Wochenende in Bildern mehr von mir geben wird, weil das so anstrengend war, da muss ich doch gerade mal beweisen, dass ich eine echte Frau bin und sehr gut mit Widersprüchen leben kann.
Hier also mein Wochenende: Weiterlesen

Backen mit Kindern: Baiser

Man benötigt für zwei Bleche Baiser (ca. 50 Stück):

– ca. 15 Eier
– Pro Ei 50 Gramm Zucker
– Ein bis zwei Stunden für die Zubereitung
– Einen motivierten Neunjährigen.
Geht auch mit kleineren oder größeren Kindern. Geschlecht ist egal, Motivation wünschenswert. Wenn man kein eigenes hat, kann man sich eventuell eins bei Nachbarn, Freunden oder in der Verwandtschaft borgen.
– Gute Nerven

Nährwert:

Gering. Vorsicht: Ein Baiser liefert je nach Größe Energie für mindestens eine Stunde Rumgezappel, 1,5 Stunden Fußbälle gegen Wände schießen oder ca. 3 Millionen Warum-Fragen. Selbstredend ohne Pause.

Zubereitung:

Zunächst verhängt man ein Verbot für den Konsum elektronischer Medien, da man die Backerei ansonsten alleine machen muss.
Das gilt allerdings nur fürs erste Mal. Wenn die Baisers alle sind, wird das Kind für weitere Backsessions von alleine kommen.

Ich habe eine Ei-Trenn-Hilfe, die ist ganz praktisch für jemanden, der noch nie Eier getrennt hat.

eitrennhilfe

Da könnten schon drei Eier drin sein. Upps!

Wenn man es schafft, zeigt man dem Kind zum Start einmal, wie man ein Ei aufschlägt. Wer schlau ist, zeigt das dem Kind so oft, bis alle Eier weg sind.
Vermutlich hat das Kind das erste Ei aber schon zerdeppert bis man Piep sagen kann. Wenn das Ei nicht auf dem Boden, sondern zufällig im Eitrenner gelandet ist, kann man es jetzt umfüllen in die „Mal-sehen-was-wir-damit-machen“-Schüssel. Das wiederholt man die nächsten drei Eier genau so.

Anschließend schickt man das Kind zum Supermarkt, um neue Eier zu holen.
Unbedingt darauf achten, nicht zu viel Geld mitzugeben, da es ansonsten schwierig wird, die Eier zwischen Gummibärchen, Chips und den Fußball-Stickern zu finden.

Jetzt noch einmal sehr geduldig erklären, wie das mit dem Eieraufschlagen und –auseinanderziehen funktioniert. Da leider von den sechs frisch gekauften Eiern drei zerdeppert sein werden, muss man an dieser Stelle noch mal selbst los, um neue Eier zu kaufen, da das Kind sich weigern wird.

Das kann man machen, nachdem man das Kind mit verschiedenen Bonmots und Sprichwörtern getröstet hat, weil es mit der Eiertrennung nicht so recht klappen will.

Sprüchen wie

„Macht Ihr Eierwerfen?“

im Supermarkt begegnet man am besten mit lässigem Schulterzucken und vielsagendem Grinsen.

Wenn man schließlich fünf bis sechs Eiweiß beisammen hat, schlägt man diese zusammen mit 50 Gramm Zucker pro Ei auf, bis die Masse schnittfest ist.
Man sollte jedoch ein Auge darauf haben, dass nicht der gesamte Schüsselinhalt probiert wird.

eischneeschlagen

Ab dem zweiten Mal versteht man den Nutzen des Spritzschutzes. Dran denken wird man beim nächsten Mal trotzdem nicht.

Beim Rausziehen der Backpapierzuschnitte unbedingt darauf achten, dass man vom Rand zieht und nicht in der Mitte. Das gibt dann zwar ein tolles Teleskop, man wird das Backpapier jedoch nie, nie wieder in die Packung zurück bringen.
Leute, die das versuchen, versuchen auch Zahnpasta wieder in die Tube zurückzudrücken.

backpapier

Seit ich Kinder habe, kann ich das immerhin auf die schieben. Muhahahahaaaa.

Jetzt kann man entweder mit einem Löffel  Eiweißmasse-Fladen auf das Backblech klatschen oder man verwendet eine Spritztülle und formt Baisers in Kackhaufen-Form.

Das macht einem Kind ungefähr drei Baisers lang Spaß, dann hat man die Küche endlich für sich und kann alleine weiter machen.

kackhaufen-baisers

Wer jetzt die olle Spritztülle von Tante Hilde zur Hochzeit aufgehoben hat, ist klar im Vorteil

Während die Baisers bei 85 Grad Umluft für ca. drei Stunden  im Backofen verschwinden, kann man in Ruhe einen Kaffee, gerne mit einem Schnaps kombiniert, trinken, bevor man die klebrigen Handabdrücke an Lichtschaltern und Türgriffen in der ganzen Wohnung beseitigt.

Weil man nach dem ganzen süßen Bapsch was Herzhaftes braucht, macht man sich jetzt aus den fehlgeschlagenen Eitrennversuchen und den übrigen Eigelben ein schönes Rührei.

ruehrei

Guten Appetit!

Was sich liebt, das neckt sich

In dem Fragebogen bei den U-Untersuchung steht zwischen den Fragen nach Zappeligkeit, Schlafstörungen und sonstigen sozialen Auffälligkeiten auch folgendes:
Streitet sich ihr Kind fast jeden Tag mit seinen Geschwistern?
Beim Auswerten des Fragebogens lacht die Kinderärztin und meint: „Da werde ich immer misstrauisch, wenn jemand bei dieser Frage „Nein“ angekreuzt hat.“
Ertappt.
Natürlich streiten meine Kinder sich häufig, fast täglich, andauernd.
Und ich soll immer der Schiedsrichter sein. Und darüber urteilen, wessen Schlag oder Beleidigung gerechtfertigt war.
Als unerfahrene Mutter neigt man dazu, erst einmal dem am meisten heulenden Kind recht zu geben und das andere anzuraunzen und mit irgendwelchen unsinnigen Sanktionen zu belegen.
Nach neunjährigem Zweifachmutterdasein bin ich immerhin so klug, mir die ganze Geschichte von Anfang an anzuhören. Und dann stehe ich genauso schlau da wie vorher, weil ich nämlich zwei verschiedene Versionen gehört habe.
Und dann soll ich urteilen. Weiterlesen

#WiB: Sonntag, 13. November 2016

Neben den #12von12 gibt es noch so ein anderes Ding in der Bloggemeinschaft, und das nennt sich Wochenende in Bildern. Da habe ich noch nie mitgemacht, weil es mir zu anstrengend ist. Aber da ich die eine Hälfte des Wochenendes schon gestern abgedeckt habe, mache ich heute einfach noch ein paar Bilder und dann kann ich da auch einen Haken dran machen.

„Wenn ich bis um 11 Uhr Sport gemacht, geduscht und gefrühstückt habe, und zwar ein Frühstück mit allem Pipapo, das ich nicht selbst gemacht habe, dann gehe ich zu dieser Sitzung, ansonsten musst Du.“
Das war meine Ansage an meinen Liebsten am Abend vorher. Der Sohn muss nämlich mit Elternteil zu einer Sitzung des Tischtennisclubs, in dem er seit neuestem auch noch Mitglied ist. Und keiner von uns Elternteilen will da wirklich hin.
Als wir aufwachen, ist es 10 Uhr. Es sieht schlecht aus für meinen Mann. Weiterlesen

#12von12 im November 2016

Es ist 6:30 Uhr und ich bin wach.
Das wäre begrüßenswert, wenn es ein Arbeitstag wäre, aber heute ist Samstag und ich könnte ausschlafen. Kann ich aber wohl nicht.
Na gut, dann ziehe ich einfach auf die Couch um und wende meine Interpretation von Gemütlichkeit an: Kaffee an Wohnzeitschrift auf Sofa. Nur noch zu toppen mit der Kombination Schaumbad plus an die Scheibe prasselnden Regen.

Das Schöne an der frühen Uhrzeit ist, dass das Haus mir dann ganz alleine gehört.
Also normalerweise. Nur nicht heute. Heute sind alle anderen Mitbewohner auch schon wach und haben was zu tun. Mich zu nerven, beispielsweise. Oder Kämpfen. Weiterlesen

Familie Sandkuchen und der Ausflug in den Scheiß-Tierpark

Meine Freundin Conni, die mit der Schleife im Haar, ist ja mittlerweile zum Hassobjekt vieler Eltern mutiert. Die stets gut gelaunte Conni, die immer alles kann, immer alles ausprobieren will und deren Mutter nie die Geduld zu verlieren scheint. Die mit ihren Lebenshilfe-Ratgeber-Büchern für die Kleinsten von Umzug, Urlaub, Ballettunterricht, Kindergarten- und Schulbesuch über Martinsumzug und Seepferdchen-Prüfung in allen Lebenslagen von ihren natürlich immer positiven Erfahrungen berichten kann.
Und Conni wächst mit. Conni wird älter und ihre Mutti geht wieder arbeiten, sie reist fast ganz allein nach Berlin und verliebt sich sogar.
Manch einer veralbert das Anfangslied gerne zu „Conni mit der Scheiße im Haar“ und meine Kollegen, die alle kleine Kinder haben, überlegen in der Pause gern mal, welche weiteren Folgen noch kommen könnten: „Conni auf dem Babystrich“, „Conni kokst“, „Conni und der Rosenkrieg“ und „Conni kommt ins Altersheim“ ist hier nur eine kleine Auswahl.

Ich mach da gerne mit, für derbe Witze bin ich mir nie zu schade, aber ich muss mich an dieser Stelle mal outen: Ich mag Conni.
Vielleicht, weil ich auch ein wenig wie Conni bin. Ich bin weder Annika noch bin ich Pipi Langstrumpf – ich bin Conni. Ich bin meist vernünftig, habe Lust, alles auszuprobieren und meist klappt das dann auch.

Inzwischen bin ich hier in der Familie allerdings die einzige, die noch mit Conni befreundet ist. Fritz war eh immer eher Jakob, Connis kleinem Bruder, zugetan und Lina findet Conni doof.

„Die findet immer alles toll. Das ist so nervig. Voll uncool.“

Also musste ich die letzte Conni-CD, die ich in der Stadtbibliothek ausgeliehen hatte, alleine hören. Es war „Conni und die wilden Tiere“.
Da macht Conni einen Ausflug in einen Tierpark. Und die Conni in mir schrie noch beim Hören: „Das will ich auch machen!“
Kurz darauf flatterte ein Angebot in mein E-Mail-Postfach, das mich gerade zu anbrüllte: Buch mich!

Und wenn meine Kinder schon nicht mit mir CD hören wollen, dann machen wir einfach den gleichen Ausflug wie meine Freundin im Ringelshirt.

Prinzipiell sind meine Kinder immer erst mal skeptisch, wenn ich ihnen etwas vorschlage. Es wird nicht besser, wenn diese Idee mir meine Freundin Conni eingeflüstert hat. Und überhaupt nicht besser wird es, wenn ich vor fünf Monaten mir für den Tierpark-Besuch ausgerechnet das Wochenende ausgesucht habe, an dem ein wichtiges Badminton-Turnier liegt und an dem Linas Freundin Kassandra, von deren Existenz ich bis drei Tage vor der Abfahrt nichts wusste, ihren Geburtstag feiert.
Die Zeichen stehen schlecht.Aber ich lasse mich nicht irritieren.
Wir fahren in den „Scheiß-Tierpark“. Weiterlesen

Wie ich mal wahnsinnig viel Spaß hatte, als mir das Handy geklaut wurde

Ich war shoppen. Ganz alleine in der Stadt. Nur für mich. Nicht noch mal eben in der Kinderabteilung schauen und da was mitnehmen, weil es so niedlich ist und das Schauen für mich so frustierend.
Nein, ich war so richtig erwachsen unterwegs, habe mir auch noch die Nägel lackieren lassen und Kosmetik gekauft.
Und als ich da so stand und den Ständer mit den Jeans durchblätterte, da sprach mich jemand an:
„Hallo, hast Du einen Moment Zeit?“
„Äh, nein.“
Demonstrativ prüfte ich weiter die Qualität und Passform der angebotenen Textilwaren in der Hoffnung, dass der Typ in meinem Alter mit den Krücken, den halblangen Haaren und den Sommersprossen meine ablehnende Haltung verstehen würde.
„Schade, ich würde gerne ein wenig mit Dir flirten.“ Weiterlesen