In der Zeitung stand geschrieben, es wäre ein Hoax. Das klingt, als handelt es sich hierbei um irgendetwas Magisches aus der Harry-Potter-Welt. Aber Hoaxe gibt es wirklich. Viele. Ständig.
Ein Hoax ist eine erfundene Geschichte, die aber viele Menschen für bare Münze nehmen. Meist handelt es sich bei Hoaxen um weniger erfreuliche Dinge, die den Leuten Angst machen und sie verunsichern.
Nun gut. Der Mann im schwarzen Jogginganzug, der im vergangenen Jahr die Jungs mit Fußballbildchen gelockt hat, wurde nie gefasst, weil es ihn wohl auch nicht gab.
Aber bei diesem weißen Lieferwagen kann es sich unmöglich um einen Hoax gehandelt haben, schließlich haben ihn doch so viele Kinder gesehen. Weiterlesen
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Ein dreifach donnerndes…
Helau!
Wenn wir eins nicht sind, dann Fassenachter. Wir besuchen zwar den Faschingsumzug und setzen dafür auch mal ein Hütchen auf, aber nur, um den Süßkram abzugreifen, den wir dann kurz vor Ostern oder allerspätestens im Sommer ungegessen wegwerfen. Weiterlesen
Liebe, Liebe, Liebelei
Um meine künftige Schwiegertochter muss ich mir keine Gedanken machen, die kenne ich nämlich schon. Und das nicht, weil ich wie in gewissen Kulturkreisen üblich, schon eine für drei Kamele und zwei Hühner gekauft hätte. Nein, Fritz hat sie sich schon selbst ausgesucht.
Zuerst war er in der Krippe hinter Suhaila, einer rassigen Brünetten, her, doch dann trat sie in sein Leben:
die süße Karla.
Vom Hören-Sagen und Singen
Es schneit. Wie herrlich. Über der gesamten Welt liegt eine anmutige Stille. Alles ist ruhig und friedlich. Lautlos fallen unzählige Flocken aus der unendlichen Weite des Himmels und hüllen die Erde in eine schützende, watteweiche Schicht aus Milliarden winziger, wirbelnder Schneekristalle.
Die Hässlichkeit, der Schmutz und der Lärm werden von ihnen durch steten Fall bedeckt und nur noch der unschuldig weiße Schleier der Winterbraut, die auf den Frühling wartet, bleibt.
Allein das sanfte Knirschen des Schnees unter meinen Schritten ist zu hören. Nein, es wäre zu hören, wenn ich draußen wäre, aber ich sitze ja drinnen im Warmen und genieße still und andachtsvoll dieses Wunder der Natur.
Wenn da nicht… Weiterlesen
Schifoan
Wir waren jetzt zum zweiten Mal eine Woche Skifahren. Mit Schnee. Wir waren auch die drei Jahre vorher schon Skifahren, dann aber wahlweise mit krankem Kind, gerissenem Kreuzband oder mit ohne Schnee.
Ich muss sagen, das ist richtig schön, wenn auch die Berge um einen herum gezuckert sind und es nicht nur einen kümmerlichen Rest sulzigen Kunstschnees auf dem kleinen Stückchen Piste gibt, das vor einem liegt.
Nein, diesmal lag sogar Schnee am Straßenrand. Das kennen wir gar nicht. Vor zwei Jahren waren wir in Winterberg, aber außer dem Stadtnamen war da nicht viel mit Winter. Nachdem wir das örtliche Schwimmbad, das Wintersportmuseum, die Shoppingmeile und die Glasbläserei besichtigt hatten, haben wir einen Tagesausflug nach Bottrop unternommen – in die Skihalle. Weiterlesen
Zahlen und Fakten
Mein Sohn ist hochbegabt. So sagt man doch zu schlecht erzogenen Kindern, oder? Naja, aber das ist ja heutzutage auch nichts Besonderes mehr, sind ja inzwischen alle.
Allerdings kommen mir da bei meinem Sohn manchmal dann doch erhebliche Zweifel, ob ich meine Eigendiagnose nicht revidieren sollte.
Zwar kann er sämtliche Fußballspieler aus der ersten und zweiten Bundesliga inklusive Höchstgeschwindigkeiten, Toren, Anzahl der gespielten Pässe und Transfersumme fehlerfrei aufzählen, aber eine Sache geht nicht in seinen Schädel: das Datum seiner Geburt.
Er wird jetzt demnächst sieben, liest die ersten Bücher und bewegt sich sicher im Zahlenraum bis zwanzig, aber neben all den anderen Informationen ist für seinen Geburtstag anscheinend kein Platz in seinem Hirn. Weiterlesen
Parallelwelten
Manchmal glaube ich, dass ich auf einem anderen Planeten lebe als meine Kinder. Zumindest in einer anderen Welt – in einer Art Paralleluniversum. Erschwerend kommt noch hinzu, dass wir außerdem unterschiedliche Sprachen sprechen. Jedenfalls habe ich manchmal den Eindruck.
Wenn ich zum Beispiel sage: „Räumt eure Zimmer auf“, dann versteht Lina „Wirf‘ alle Spielsachen in die Zimmermitte und unter die Schränke und setz‘ dich vor die Glotze“.
Bei Fritz kommt an: „Hock‘ Dich aufs Klo und daddel auf dem Smartphone“.
Und selbst wenn meine Kinder mich verstehen, dann wird 90% von dem, was ich sage, abgetan mit „Ist doch igal“. Weiterlesen
Zahnfee, Christkind & Co.
Neulich gab es bei uns morgens ein großes Drama: Die Zahnfee war nicht gekommen. Der Zahn lag immer noch geputzt im Säckchen unter Linas Kopfkissen und wartete auf Abholung durch die Zahnfee gegen Ablöse durch ein Geschenk.
Bis jetzt war auf diese Zahnfee einwandfrei Verlass gewesen. CDs, Büchlein, mal was Kleines von Playmobil – immer war was Schönes dabei. Nur diesen Eckzahn wollte sie anscheinend nicht.
„Ich weiß, warum die Zahnfee nicht gekommen ist“, blökte Linas kleiner Bruder. Auf ihren fragenden Blick aus verheulten Augen erklärte er: „Die hat gestern bei uns auf dem Sofa gehockt und ferngesehen – weil das nämlich Papa und Mama sind. Und überhaupt – ich will jetzt sofort alle meine Zähne wiederhaben“, wandte er sich in forderndem Tonfall an mich. Weiterlesen
Das Leben ist ein Spiel
Mal verliert man, und mal gewinnen die anderen.
Dass verlieren keine Katastrophe ist, habe ich erst durch meinen Sohn erfahren. Erstaunlicherweise macht ihm nämlich verlieren einfach nichts aus. Er lacht dann und freut sich, dass das Spielen so viel Spaß gemacht hat. Wenn er beim „Mensch ärgere Dich nicht“ direkt vor dem Häuschen geschnickt wird, dann findet er das genauso lustig, wie wenn er jemanden rauswirft.
Verarscht der mich? Gibt es sowas wirklich? Von Fritz‘ großer Schwester bin ich da ganz anderes gewohnt. Eigentlich mag ich mit ihr überhaupt kein Gesellschaftsspiel spielen, da sie bereits kurz nach Spielstart in fürchterliches Gezeter ausbricht, wenn jemand mit dem nächsten Zug eventuell knapp vor ihr liegen könnte. Sie heult dann und wirft schimpfend mit Spielsteinen um sich, so dass ich häufig nahe daran bin, das Spiel abzubrechen. Ironischerweise gewinnt sie die Spiele dann meist noch. Gottseidank. Weiterlesen
Partytime!
Kindergeburtstage sind ja so ein Thema für sich. Als veranstaltende Eltern freut man sich da ungefähr so drauf wie auf einen Besuch beim Zahnarzt mit Wurzelbehandlung. Fünf bis zehn oder sogar noch mehr Kinder hüpfen um einen rum, machen einen Krach wie zehn Bulldozer in der Großraumdisko und wollen bespaßt und verköstigt werden. Natürlich nicht alle mit den gleichen Dingen, das wäre ja zu einfach. Die einen wollen Schokoladenessen spielen, die anderen lieber eine Schatzsuche machen. Die darf dann natürlich auch nicht zu babymäßig sein. Weiterlesen
