Archiv der Kategorie: Sandkuchen-Geschichten

Klassisches Konzert? Boa, nee! Oder?

oder Dirigieren ist das neue Zumba

jugendkonzertFolgende Sportarten werden in unserer Familie mehr oder weniger regelmäßig betrieben: Badminton, Schwimmen, Fechten, Ballett, Cheerleading, Basketball, Fußball, Laufen. So weit, so gewöhnlich. Dann gibt es aber auch noch Ausreißer:
Fritz übt sich beinahe täglich im Laserschwertkampf. Er trainiert Jedi-Sprünge und Schwertschwungtechniken. Und wenn gerade mal kein Laserschwert zur Hand ist, macht er das auch mit einem Badmintonschläger oder einfach freihand.
Aber jetzt hat Fritz eine neue Sportart für sich entdeckt: er dirigiert. Das ist Ihnen neu, dass es sich bei Dirigieren um eine Sportart handelt? Mir war auch neu, dass ich mich jemals an der Carmen-Ouvertüre satthören könnte, aber so ist es. Und das kam so: Weiterlesen

Schatten über dem Einkaufsparadies

Es tut sich was in unserer Wohnung. Und zwar in dem am penibelsten aufgeräumten und saubersten Raum des Hauses, Sie vermuten richtig, der Speisekammer.
Dieses Mal habe ich einen Gastbeitrag dazu im Gepäck, verfasst von Frollein W., aka „Lina“: Weiterlesen

Ein tierisches Angebot: von Läusen und Menschen

manuel-neuer

Was keiner weiß: Manuel Neuer mag gerne Löwenzahn.

Wir haben keine Haustiere. Aus Prinzip nicht. Wir haben zwei Kinder, die machen genug Dreck und Arbeit. Ich wollte früher mal ein Häschen haben, aber das Ende der Diskussion mit meinem Mann war: „Wenn das mit dem Kinder-Kriegen nicht klappt, dann kaufen wir ein Häschen“.
Wie ich bereits erwähnte, haben wir zwei Kinder. Und im Nachhinein bin ich auch froh darüber, dass ich nicht gleich nach dem ersten erfolglosen Versuch, schwanger zu werden, losgezogen bin, um ein Kaninchen zu besorgen.  Vor kurzem habe ich geträumt, wir hätten Fische und Meerschweinchen und ich habe vergessen sie zu füttern. Nein, dieser Verantwortung fühle ich mich nicht gewachsen. Komisch, bei den Kindern war ich mutiger.
Meine Kinder sehnen sich allerdings schon seit geraumer Zeit nach einem Haustier. Am liebsten wäre ihnen eine Katze. Geht aber nicht – ich bin allergisch. Stört die Kinder jetzt nicht weiter, aber mich. Weiterlesen

Der Esel nennt sich immer zuerst

eselsMeine Kinder sind super freundliche und höfliche Wesen. Gleichermaßen zurückhaltend wie zuvorkommend. Habe ich mir sagen lassen. Zuhause sind sie es nämlich normalerweise nicht. Und wenn doch, dann ist es höchste Zeit, mal misstrauisch zu werden.
Aber besser so als andersherum, tröste ich mich immer, wenn ich mal wieder irgendjemandem irgendetwas gebracht habe, das dieser jemand über zwei Stockwerke brüllend gefordert hat, ohne auch nur ein winzig kleines Bitte oder Danke für meine Dienstbotentätigkeit rauszurücken. Ich bin aber auch ein Esel. Eigentlich sollte ich ohne gewisse Höflichkeitsformen gar nichts mehr machen. Tu ich aber nicht. Ist irgendwie so drin in mir und es ist natürlich auch schneller und einfacher, als sich auf Diskussionen einzulassen. Weiterlesen

Niveau ist keine Creme

intrinsischer-kickerFremdworte bereichern ja eine Sprache ganz ungemein. Gerade französische Wörter klingen so furchtbar elegant und weltläufig und der adäquate lateinische Term, im rechten Moment prononciert, erhebt einen in die Sphären höheren Schlaumeiertums Angebertums Bildungsbürgertums.
Es gibt aber auch noch eine andere, schattigere Seite beim Gebrauch von Fremdworten: Der falsche Gebrauch von Fremdworten nämlich.
Schattig ist die Seite allerdings nur für den, der bei der Wortwahl daneben langt. Das kann dann von herrlicher Belustigung bis hin zum Fremdschämen führen. Aber manchmal hat man auch Glück, und die Zuhörer bemerken den Fremdwort-Fauxpas überhaupt nicht. Ich kenne da einige sehr großzügige Vertreter. Weiterlesen

Nicht für die Schule, für die Lehrerin lernen wir

schulranzen-sandkuchen-gescEigentlich wollte Lina nie in die Schule. Neuem gegenüber ist sie nicht unbedingt aufgeschlossen und ihre Erzieherinnen im Kindergarten waren soweit OK und es gab dort ausreichend Papier und Stifte, also was bitte schön soll sie in der Schule?
Allerdings wollte sie auch nicht unbedingt morgens von der Polizei in die Schule abgeführt werden und alle ihre Freundinnen mussten auch dahin, also hat sie sich halt in ihr Schicksal gefügt und ist eines schönen Jahres Anfang August der Aufforderung gefolgt, doch künftig die Schule zu besuchen. Weiterlesen

Eine Woche voller Simstage

playstation-sandkuchen-gescWir haben uns mit einem gewaltigen Sprung ins 21. Jahrhundert hineinkatapultiert. Manch einer mag jetzt müde lächeln, wenn er hört, was wir getan haben, aber was bisher für die Menschheit ein winzig kleiner Schritt war, war für unsere Familie ein Schritt unvorstellbar riesenhafter Ausmaße.
Eigentlich sind wir nicht untechnisch, wir haben alle Smartphones, wissen was mp3s sind, unser Fernseher kann schon Internet und wir haben so ein hypermodernes sirrendes Induktionskochfeld seit Stefans letztem Kochversuch – aber einen weißen Fleck gab es bislang bei uns: Gaming. Weiterlesen

Augen auf bei der Berufswahl

arbeitsamtIrgendwie hat der Fernseher eine magische Anziehungskraft auf meine Kinder. Ich versuche, die Zeiten zu begrenzen, aber manchmal gebe ich nach und lasse sie vor die Flimmerkiste.
Als informierte Tigerkopter-Mum  lege ich natürlich Wert auf das Programm. Ich bevorzuge Wissenssendungen, nicht zuletzt, weil ich die selber gerne mag. Sonntag 11:30 Uhr ist gesetzt, da läuft „Die Sendung mit der Maus“.
Da die Kinder das wissen, behaupten sie gerne, etwas furchtbar lehrreiches gucken zu wollen und schalten dann heimlich um. Dann folgt häufig ein Dialog in folgender Art: Weiterlesen

Mary Poppins‘ Tasche

neue-tascheMein Mann bezeichnet meine Handtasche gerne als ledernen Müllbeutel. Er kann einfach nicht verstehen, wozu jemand immer so viel Krempel mit sich herumschleppen muss. Schon seine Geldbörse ist nur halb so groß wie meine und nur einen Bruchteil so dick. Drinnen sind ein paar Scheine, der Personalausweis, der Führerschein und manchmal einige wenige Münzen. Ich glaube, er hat nicht mal seine Bankkarte immer dabei. Ich habe hingegen noch ein paar andere Karten, mit denen man Rabatte und Treuestempel ergattern kann für den Bäcker, den Metzger, den Schuster, den Blumenladen und noch ein paar andere. Natürlich Bilder meiner Kinder, Mitgliedsausweise diverser Sportvereine, Krankenkassenkarten von mir und den Kindern, Bibliotheks-Ausweise und der Ausleihausweis für die Videothek, in der ich seit mindestens zehn Jahren nichts mehr ausgeliehen habe. Gibt es die überhaupt noch? Dazu noch ein paar Einkaufslisten, Kassenbons und Quittungen. Wie man also erkennen kann, nur absolut unverzichtbare Dinge. Weiterlesen

…fertig ist das Mondgesicht

papa-und-mamaLinas Ausstoß an bemaltem Papier ist bedeutend höher als der ihres Bruders. Bisweilen malt sie an einem Wochenende einen ganzen Block voll.
Entsprechend viel Mühe gibt sie sich mit ihren Bildern, wie man sich leicht denken kann.
Aber egal was auf einem Bild drauf ist, eine hübsche Prinzessin ohne Hände und mit halbfertigem Prinz oder eine Insel mit Palme ohne Meer, trennen kann sie sich von keinem ihrer Kunstwerke. Da wird auch nichts weggeworfen, das würde ihr das Herz brechen. Weiterlesen